Allgemein
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FritzNAS – neue Freigabefunktion
Mit einer Fritzbox erhält man zugleich NAS-Funktionen – einfach einen USB-Stick oder eine USB-SSD direkt am Modem einstecken – schon hat man den entsprechenden Speicherplatz zur Verfügung. Über die vielen Möglichkeiten, die NAS-Funktion zu nutzen, habe ich bereits einen umfangreichen Artikel geschrieben. Mit den neuen FritzOS-Versionen 8.10/8.20 gibt es eine kleine aber feine Ergänzung, die die Möglichkeiten deutlich erweitert: Freigabelinks kann man an Empfänger versenden, ohne dass diese über ein eigenes Konto beim heimischen FritzNAS verfügen müssen. Vor allem aber: Man kann nun Ordner auch für den Upload freigeben. Auch hier gilt: Einfach den erzeugten Link verschicken, der Empfänger benötigt kein eigenes Konto, kann aber den Ordner einsehen und dort…
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Paperless-ngx, Teil 22: Update der Datenbank – super-simpel
Bei einer Standard-Installation von Paperless-ngx werden die Daten in einer PostgreSQL-Datenbank gespeichert. Über lange Zeit wurde dafür PostgreSQL in der Version 15 benutzt. Damit klappen Paperless-ngx-Updates zwar auch weiterhin, aber in der nächsten Zeit sollte man doch auf die aktuelle Version 17 von PostgreSQL umsteigen. Diese Empfehlung hat die Paperless-ngx-Community in den letzten Monaten etwas verwirrt, weil ein Datenbank-Update etwas komplexere Anforderungen stellt. So sind wieder zahlreiche YouTube-Videos entstanden mit komplizierten Erklärungen, die eher abschrecken. Das ist unnötig – denn es gibt einen sehr einfachen sauberen Weg, die Aktualisierung ohne Datenverlust durchzuführen. Die Sache ist in 5 Minuten erledigt – und schon betreibt man sein Paperless-ngx mit PostgreSQL 17. Aber…
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Das 25-Euro-NAS. Teil 5: mobiler Zugriff, Familienkalender und eigenes Dashboard
Dateispeicherung, Backup-Möglichkeiten, Familienfoto-Server, Docker-Installationen – viele Möglichkeiten wurden in den vergangenen Teilen bereits besprochen. Zum Ende der kleinen Reihe soll noch auf eine Reihe weiter nützlicher Möglichkeiten eingegangen werden. Einfacher Zugriff von unterwegs via VPN Früher war der sichere mobile Zugriff auf den Homeserver kompliziert und eher etwas für IT-Spezialisten (DynDNS, Reverse Proxy usw. usw.). Inzwischen stellen die handelsüblichen Modems per Klick eine Zugriffs-Variante zur Verfügung, die sehr sicher ist und die jeder einrichten kann: VPN-WireGuard. Egal, ob man im Zug oder im Hotel sitzt – mit Smartphone, Tablet oder Notebook erhält so einen Zugriff, der deutlich sicherer ist, als es die früheren Freigaben im Internet waren. Mit der Fritz!Box…
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Papra – der kleine Bruder von Paperless-ngx
In der Artikelserie zu Paperless-ngx (bisher 20 Teile) habe ich gezeigt, dass dieses System zur Dokumentenverwaltung sehr viele Möglichkeiten hat – aber auch, dass es mit einem gewissen Einarbeitungs- und Pflegeaufwand verbunden ist. Papra verfolgt einen ähnlichen Ansatz, ist aber deutlich reduzierter. Das Programm ist noch jung, wird aber intensiv entwickelt. Die Erfahrungen mit der aktuellen Beta-Version 0.6.3 sind gut, das Programm lief stabil und flott. Was unterscheidet Papra von Paperless-ngx? Paperless-ngx ist ein typisches DMS (Dokumentenmanagementsystem), das zur systematischen Verwaltung von wichtigen Dokumenten dient. Dafür stehen zahlreiche Meta-Felder zur Verfügung, komplexe Suchvorgänge können durchgeführt werden, Abläufe mit Wenn-Dann-Bedingungen kombiniert werden usw. Papra ist – absichtlich – bescheidener. Einfach gesagt:…
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Das 25-Euro-NAS. Teil 4: Foto-Sync für die Familie mit Immich
Wir bleiben beim Ausgangssetting. Neben der angeschlossenen HDD wurde am zweiten USB-Slot ja eine flotte SSD angehängt. Diese soll nun für den Foto-Sync der unterschiedlichen Smartphone-Geräte in einer Familie dienen. Dafür soll das bekannte Foto-Verwaltungsprogramm Immich dienen. Es ist sehr ähnlich wie Google-Fotos aufgebaut – aber die Daten bleiben auf dem eigenen Homeserver. Sogar die Erkennung von Text in Fotos, von Gesichtern oder Gegenständen erfolgt über maschinelles Lernen lokal – die privaten Inhalte wandern also nicht draußen. Vorteile von Immich Immich hat ein vertrautes Design. Bei einem umfangreichen Fotobestand finden viele Anwender besonders die Zeitleiste am Rand nützlich, um rasch eine Suche einzugrenzen. Dazu kommt das Auslesen der Meta-Daten, die…
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Das 25-Euro-NAS. Teil 3: Zugriff auf Netzwerk-Speicher
Das Betriebssystem ist installiert, die USB-Speicher sind eingehängt. Nun gibt es eine Reihe von Freigabe-Möglichkeiten für die Laufwerke im Heimnetz, um darauf zuzugreifen, Dateien auszutauschen, Backups anzulegen usw. Dafür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten: Samba, NFS, FTP-Varianten usw. Prinzipiell genügt ein einziger Befehl, um alles – samt Docker und Docker Composer – auf DietPi zu installieren. Die Sache mit der „Pizza-Nummer-Installation“ wurde ja im vorhergehenden Kapitel beschrieben. Man könnte also eingeben: Damit hätte man Samba-Server, ProFTPD, NFS-Server, Docker und Docker Compose installiert. Damit der Prozess transparenter ist, erkläre ich die einzelnen Schritte am Samba-Protokoll. Oft müssen Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen versorgt werden: PC mit Windows, Notebook mit Linux oder…
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Das 25-Euro-NAS. Teil 2: DietPi – Anwendungen à la carte
Es gibt die üblichen Verdächtigen, wenn man seinen Homeserver als NAS benutzen möchte: openmediavault (OMV), Unraid, XigmaNAS usw. openmediavault würde zwar auf dem ThinClient laufen, aber ich habe mich aus verschiedenen Gründen für ein eher unbekanntes Ausgangssystem entschieden: DietPi. DietPi hat eine Reihe von Besonderheiten, die man auf den ersten Blick nicht sieht, die sich aber für unser NAS-Projekt als recht nützlich erweisen. Um direkt mal mit einem Beispiel zu beginnen: Die Pizza-Menükarte für Anwendungen: Ein großer Pluspunkt sind die „Instant-Pakete“, die man mit 1 Klick installieren kann. Ob Docker für Homeserver-Anwendungen oder Samba für Netzwerk-Laufwerke – immer erhält man eine perfekt angepasste Installation, ohne eine Zeile Code eintippen zu…
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Linkding – Bookmark-Manager nach dem Ende von Pocket nutzen
Der Später-Lesen-Dienst Pocket schließt seine Tore. Oft wurde er nur für das unkomplizierte Sammeln von Lesezeichen genutzt. Auch ich habe ihn eher als „Beruhigungspille“ eingesetzt nach dem Motto: „Okay, könnte in den nächsten 2, 3 Tagen doch noch interessant werden – halte ich einfach mal kurz fest.“ Auf diese Weise habe ich Laufe der Jahre knapp 10.000 Links gespeichert. Da ich andere Dienste für wirklich wichtige Webseiten verwende – Readeck, Raindrop.io usw. – ist das jetzt für mich kein Weltuntergang. Aber warum nicht die Sammlung – zusammen mit einem ausgesprochen flinken Bookmark-Manager – zumindest auf dem Homeserver weiter behalten? Ganz nebenbei lernt man so einen wirklich guten Dienst kennen: Linkding.…
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Das 25-Euro-NAS. Teil 1: Hardware
Ein NAS samt Homeserver-Funktionen für 25 Euro – ist das machbar? Ich habe mir selbst für meine Challenge einige Bedingungen gestellt: Keine Bastelei an der Hardware. Stecker in die Steckdose, Netzwerkkabel an den Router. Erledigt. Passive Kühlung, kein Lüfter, niedriger Stromverbrauch für einen 24/7 Betrieb. Verwalten von 2 USB-Speichern. Für unseren Familienhaushalt heißt das konkret: Ein Speicher für den Fotosync (1 x Android und 1 x iPhone), ein zweiter Speicher als Backup-Medium für PCs und Notebooks (2 x PC, 2 x Notebook) plus Zugriff über 4 mobile Geräte. Betriebssystem auf SSD und auf Geschwindigkeit getrimmt. Und schließlich: Keine Sonderanfertigung – jeder, der es versuchen möchte, soll sich problemlos zu einem…
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Paperless-ngx, Teil 21: Die 1-Klick-Sicherung mit allem „Drum und Dran“
In den Teilen 8 – „Exportfunktion nutzen“ – und 10 – „Das Rundum-sorglos-Backup“ – bin ich bereits ausführlich auf Fragen der automatisierten Sicherung eingegangen. Es gibt nun eine sehr elegante Möglichkeit, alle Automatisierungen zu bündeln und über ein Tool zeitgesteuert durchzuführen. Das Backup-Tool Vorta hatte ich zwar schon kurz erwähnt, aber es enthält eine spezielle Funktion, die ideal zur Nutzung unter Paperless-ngx ist. Backup-Anleitungen im Netz meist zu umständlich Ich wundere mich immer wieder, wie kompliziert der Umgang mit Paperless-ngx in vielen Web-Beiträgen oder Youtube-Videos dargestellt wird. Container sichern, Datenbanken, Pfade umleiten, Einstellungen und … und … und. Kann man machen, wird auch funktionieren – ist aber aus meiner Sicht…