Allgemein

  • Zorin 18 – Das „Out of the box“-Linux für Windows-Anwender

    Auf den ersten Blick könnte man denken, dass man es mit Windows 11 zu tun hätte. Dabei geht es nicht um die üblichen Layout-Anpassungen, die Windows lediglich imitieren. Zorin 18 (aktuell noch Beta) hat, wie schon die vorhergehenden Versionen, besonders Anwender:innen im Blick, die noch eine enge Bindung an Windows haben. Snap-Layout-Leiste für die Positionierung von Programmfenstern? Vorhanden. OneDrive-Zugriff im Dateibrowser? Geht klar. Vereinfachte Nutzung der Online-Varianten von Word, PowerPoint und Excel? Yep. Blitzschnelle Volltextsuche über Ordner und Unterordner hinweg? Checked. Einbinden von Netzwerk-Laufwerken ohne Fummelei? Natürlich. Remote-Zugriff von Windows eingebaut? Yep. Ansteuern von Drucker und Scanner? Aber sicher. Austausch mit dem Smartphone? Null Problemo. Und so weiter … Das…

  • Paperless-ngx, Teil 23: Neuer PDF-Editor

    Ab Version 2.18 gibt es auch einen kleinen aber sehr nützlichen PDF-Editor. Wurde schon lange von Anwendern gewünscht, damit man auch bei bereits archivierten Dokumenten noch Änderungen vornehmen kann. Bisher musste man das Dokument downloaden, im Paperless-ngx-Archiv löschen, mit einem externen Tool bearbeiten und neu hochladen. Jetzt genügt ein Klick für die meisten alltäglichen Bearbeitungen. Funktionen Für den Start des Editors ruft man die Bearbeitungsansicht auf und wählt „… Aktionen“: Die Seiten des Dokuments erscheinen als kleine Thumbnails und können per Häkchen ausgewählt werden: Seiten können gedreht, entfernt oder via Drag-and-Drop verschoben werden: Das so geänderte Dokument kann entweder aktualisiert werden oder als neues Dokument ins Archiv aufgenommen werden. Beim…

  • Planka – moderne Kanban-Todo-Anwendung für den Homeserver

    Kanban-Prinzip Das Kanban-Prinzip ist bekannt: Man „verschiebt“ Aufgabenkärtchen von einer Spalte zur anderen und behält so im Blick, was noch zu erledigen ist. Eine Spalte kann etwa beschriftet sein mit „noch besorgen“, eine andere mit „gerade in Arbeit“ und eine weitere mit „ist erledigt“. Auf diese Weise kann man von der Vorbereitung für die Examensarbeit über die Handwerker-Aufgaben für das neue Gartenhäuschen bis zur Organisation der Chor-Freizeit auch umfangreiche Projekte recht gut managen. Ideal ist es, wenn man ausgesuchte Projekte für andere öffnen kann – die Aufgaben lassen sich dann einfach auf Personen verteilen: Paula und Konrad sind für die Getränke zuständig, Lilli und Lui bringen die Salate mit, Konrad…

  • FritzNAS – neue Freigabefunktion

    Mit einer Fritzbox erhält man zugleich NAS-Funktionen – einfach einen USB-Stick oder eine USB-SSD direkt am Modem einstecken – schon hat man den entsprechenden Speicherplatz zur Verfügung. Über die vielen Möglichkeiten, die NAS-Funktion zu nutzen, habe ich bereits einen umfangreichen Artikel geschrieben. Mit den neuen FritzOS-Versionen 8.10/8.20 gibt es eine kleine aber feine Ergänzung, die die Möglichkeiten deutlich erweitert: Freigabelinks kann man an Empfänger versenden, ohne dass diese über ein eigenes Konto beim heimischen FritzNAS verfügen müssen. Vor allem aber: Man kann nun Ordner auch für den Upload freigeben. Auch hier gilt: Einfach den erzeugten Link verschicken, der Empfänger benötigt kein eigenes Konto, kann aber den Ordner einsehen und dort…

  • Paperless-ngx, Teil 22: Update der Datenbank – super-simpel

    Bei einer Standard-Installation von Paperless-ngx werden die Daten in einer PostgreSQL-Datenbank gespeichert. Über lange Zeit wurde dafür PostgreSQL in der Version 15 benutzt. Damit klappen Paperless-ngx-Updates zwar auch weiterhin, aber in der nächsten Zeit sollte man doch auf die aktuelle Version 17 von PostgreSQL umsteigen. Diese Empfehlung hat die Paperless-ngx-Community in den letzten Monaten etwas verwirrt, weil ein Datenbank-Update etwas komplexere Anforderungen stellt. So sind wieder zahlreiche YouTube-Videos entstanden mit komplizierten Erklärungen, die eher abschrecken. Das ist unnötig – denn es gibt einen sehr einfachen sauberen Weg, die Aktualisierung ohne Datenverlust durchzuführen. Die Sache ist in 5 Minuten erledigt – und schon betreibt man sein Paperless-ngx mit PostgreSQL 17. Aber…

  • Das 25-Euro-NAS. Teil 5: mobiler Zugriff, Familienkalender und eigenes Dashboard

    Dateispeicherung, Backup-Möglichkeiten, Familienfoto-Server, Docker-Installationen – viele Möglichkeiten wurden in den vergangenen Teilen bereits besprochen. Zum Ende der kleinen Reihe soll noch auf eine Reihe weiter nützlicher Möglichkeiten eingegangen werden. Einfacher Zugriff von unterwegs via VPN Früher war der sichere mobile Zugriff auf den Homeserver kompliziert und eher etwas für IT-Spezialisten (DynDNS, Reverse Proxy usw. usw.). Inzwischen stellen die handelsüblichen Modems per Klick eine Zugriffs-Variante zur Verfügung, die sehr sicher ist und die jeder einrichten kann: VPN-WireGuard. Egal, ob man im Zug oder im Hotel sitzt – mit Smartphone, Tablet oder Notebook erhält so einen Zugriff, der deutlich sicherer ist, als es die früheren Freigaben im Internet waren. Mit der Fritz!Box…

  • Papra – der kleine Bruder von Paperless-ngx

    In der Artikelserie zu Paperless-ngx (bisher 20 Teile) habe ich gezeigt, dass dieses System zur Dokumentenverwaltung sehr viele Möglichkeiten hat – aber auch, dass es mit einem gewissen Einarbeitungs- und Pflegeaufwand verbunden ist. Papra verfolgt einen ähnlichen Ansatz, ist aber deutlich reduzierter. Das Programm ist noch jung, wird aber intensiv entwickelt. Die Erfahrungen mit der aktuellen Beta-Version 0.6.3 sind gut, das Programm lief stabil und flott. Was unterscheidet Papra von Paperless-ngx? Paperless-ngx ist ein typisches DMS (Dokumentenmanagementsystem), das zur systematischen Verwaltung von wichtigen Dokumenten dient. Dafür stehen zahlreiche Meta-Felder zur Verfügung, komplexe Suchvorgänge können durchgeführt werden, Abläufe mit Wenn-Dann-Bedingungen kombiniert werden usw. Papra ist – absichtlich – bescheidener. Einfach gesagt:…

  • Das 25-Euro-NAS. Teil 4: Foto-Sync für die Familie mit Immich

    Wir bleiben beim Ausgangssetting. Neben der angeschlossenen HDD wurde am zweiten USB-Slot ja eine flotte SSD angehängt. Diese soll nun für den Foto-Sync der unterschiedlichen Smartphone-Geräte in einer Familie dienen. Dafür soll das bekannte Foto-Verwaltungsprogramm Immich dienen. Es ist sehr ähnlich wie Google-Fotos aufgebaut – aber die Daten bleiben auf dem eigenen Homeserver. Sogar die Erkennung von Text in Fotos, von Gesichtern oder Gegenständen erfolgt über maschinelles Lernen lokal – die privaten Inhalte wandern also nicht draußen. Vorteile von Immich Immich hat ein vertrautes Design. Bei einem umfangreichen Fotobestand finden viele Anwender besonders die Zeitleiste am Rand nützlich, um rasch eine Suche einzugrenzen. Dazu kommt das Auslesen der Meta-Daten, die…

  • Das 25-Euro-NAS. Teil 3: Zugriff auf Netzwerk-Speicher

    Das Betriebssystem ist installiert, die USB-Speicher sind eingehängt. Nun gibt es eine Reihe von Freigabe-Möglichkeiten für die Laufwerke im Heimnetz, um darauf zuzugreifen, Dateien auszutauschen, Backups anzulegen usw. Dafür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten: Samba, NFS, FTP-Varianten usw. Prinzipiell genügt ein einziger Befehl, um alles – samt Docker und Docker Composer – auf DietPi zu installieren. Die Sache mit der „Pizza-Nummer-Installation“ wurde ja im vorhergehenden Kapitel beschrieben. Man könnte also eingeben: Damit hätte man Samba-Server, ProFTPD, NFS-Server, Docker und Docker Compose installiert. Damit der Prozess transparenter ist, erkläre ich die einzelnen Schritte am Samba-Protokoll. Oft müssen Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen versorgt werden: PC mit Windows, Notebook mit Linux oder…

  • Das 25-Euro-NAS. Teil 2: DietPi – Anwendungen à la carte

    Es gibt die üblichen Verdächtigen, wenn man seinen Homeserver als NAS benutzen möchte: openmediavault (OMV), Unraid, XigmaNAS usw. openmediavault würde zwar auf dem ThinClient laufen, aber ich habe mich aus verschiedenen Gründen für ein eher unbekanntes Ausgangssystem entschieden: DietPi. DietPi hat eine Reihe von Besonderheiten, die man auf den ersten Blick nicht sieht, die sich aber für unser NAS-Projekt als recht nützlich erweisen. Um direkt mal mit einem Beispiel zu beginnen: Die Pizza-Menükarte für Anwendungen: Ein großer Pluspunkt sind die „Instant-Pakete“, die man mit 1 Klick installieren kann. Ob Docker für Homeserver-Anwendungen oder Samba für Netzwerk-Laufwerke – immer erhält man eine perfekt angepasste Installation, ohne eine Zeile Code eintippen zu…