Adventskalender: Ein Blog für die Familie

Nicht immer kann man sich zu Weihnachten im Familienkreis treffen. Die Kinder sind längst ausgezogen, Enkel studieren, für die Großeltern ist die Fahrt zu weit usw. usw. Warum nicht einen kleinen Blog gestalten, der als „Familien-Adventskalender“ dient? Alle tragen zum Inhalt bei: Ein kurzes Video mit einem kleinen Gedicht, Fotos aus dem Herbsturlaub, ein Flötenspiel aus der Schulaufführung, kleine Rätsel oder ein Audio-Gruß. Ein „Kalender-Admin“ sammelt die Inhalte zuvor ein, die ihm per Mail oder Messenger zugesendet werden (natürlich ohne, dass die jeweils anderen Familienmitglieder das zu Gesicht bekommen – es soll ja jeden Tag eine Überraschung werden).
Das Prinzip ist soweit klar und kann mit den meisten Blog-Systemen umgesetzt werden. Diese müssen lediglich die „zeitgesteuerte“ Veröffentlichung von Beiträgen beherrschen, damit man nicht selbst um Mitternacht die Türchen freischalten muss. Ich erkläre das Vorgehen am Beispiel von Bludit.
Die Vorteile des schlanken Blog-Systems „Bludit“
Natürlich könnte man für das Vorhaben das bekannte WordPress-System nehmen, das aber für die kleine Geschichte ein wenig zu überladen ist. Außerdem wird zusätzlich eine Datenbank benötigt. Mit dem kleineren Bludit kann der Adventskalender deutlich einfacher umgesetzt werden: Kurz mit FileZilla bei einem preisgünstigen Webhoster hochladen und starten. Die Installation ist nach wenigen Sekunden erledigt, das „Flat-File-CMS“ benötigt keine Datenbank und ist damit auch weniger angreifbar.

Der Editor ist einfach gehalten – Texte, Bilder, Video und Audio können auf einfache Weise eingefügt werden.

Termine für die Türchen setzen
In der Zeit vor dem ersten Dezember können die Beiträge bereits gestaltet werden. Die Blog-Posts bleiben im Entwurfsmodus, sodass sie noch nicht für andere zu sehen sind. Jeder Artikel kann mit einem Veröffentlichungsdatum versehen werden (Einstellungen – Erweitert):

Der Einführungsartikel kann fixiert werden, sodass er auf der Startseite des Blogs immer an erster Stelle steht. Die neuen Artikel erscheinen nach der Freischaltung im Anschluss an den einleitenden Artikel.

Weiterhin hat man die Wahl, ob die Türchen „chronologisch“ erscheinen sollen, wie das für einen Blog üblich ist. Also z. B. „Artikel-Einführung – 3. Dez. – 2. Dez. – 1. Dez“ – jedes neue Türchen taucht dann direkt oben nach dem Einführungsartikel auf. Alternativ kann man die Reihenfolge festlegen, so dass auf der Seite erscheint „Artikel-Einführung – 1. Dez. – 2. Dez. – 3. Dez.“ usw.

An Kategorien habe ich nur „Anleitung“ und „Türchen“ eingetragen.
Design wählen
Bludit stellt eine Reihe von Themen zur Auswahl. Ich habe für die Screenshots „Nimbus“ gewählt (im CSS auf einen dunklen Hintergrund umgestellt), das eine kachelartige Ansicht der Beiträge zeigt. Die Themen passen sich unterschiedlichen Bildschirmgrößen an und sind in der Regel auch gut auf dem Smartphone lesbar:

Wenn man mag, dann kann man den Blog durch ein Feed-Plugin ergänzen, so dass die neuen Beiträge in der Feed-App erscheinen, die man vielleicht ohnehin schon nutzt.
Fazit
Dies mag als Anregung genügen. Natürlich gibt es im Netz ausgefeilte Plugins und Skripte – da wird dann alles animiert, blinkt und trötet. Ich persönlich finde eine schlichte Blog-Variante, die sich auf die Inhalte konzentriert, angenehmer. Vor allem: Da man sich in der Familie oder im Bekanntenkreis kennt, kann man bei den Inhalten auf Ereignisse oder Eigenschaften Bezug nehmen, die den anderen etwas sagen. Und einbringen kann sich jede(r): Die dreijährige Sarah mit einem „Oh Tannenbaum!“, der 40-jährige Vater mit einem Foto seines Lego-Raumgleiters oder die 80-jährige Großmutter mit einer Erinnerung an das letzte Familienfest.



Ein Kommentar
Rigobert Müller
Das ist eine sehr schöne Idee. Danke