USB-Sync ohne Laufwerksbuchstaben

Keine Probleme mit wechselnden USB-Buchsen.

USB-Sticks werden noch immer von vielen genutzt, um z. B. Büro-Dokumente mit dem heimischen PC zu synchronisieren. Es gibt auch eine ganze Reihe von Tools, die Spiegelungen, Backups usw. in beide Richtungen übernehmen können. Möchte man den Vorgang automatisieren, so stößt man oft auf das Problem, dass das USB-Medium nicht immer den gleichen Laufwerkbuchstaben erhält. Mal erscheint der USB-Stick als Laufwerk „G:\“, dann wieder als Laufwerk „H“ usw. Doch dafür gibt es eine Lösung, die sehr leicht mit FreeFileSync realisierbar ist.

FreeFileSync (https://freefilesync.org) ist ein sehr bekanntes und umfangreiches Synchronisationstool, zu dem ich hier immer mal wieder einen Tipp schreibe. Diesmal soll es folgendes für uns automatisieren:

  1. Ein USB-Medium – etwa ein USB-Stick – wird in eine beliebige USB-Buchse am PC oder Notebook gesteckt.
  2. Das Tool erkennt den Stick von selbst und synchronisiert diesen ohne Rückfragen.
  3. Nach dem Sync erscheint ein kurzer Statusbericht auf unserem Bildschirm.

Konfiguration

Zunächst konfigurieren Sie einen gängigen Job in FreeFileSync mit den Einzelheiten, die Sie sich wünschen (Backup, Spiegelung, Filter usw.). Dabei wählen Sie auf Stick und PC die gewünschten Verzeichnisse aus – in unserem Beispiel gibt es einen Ordner „Projekte“ auf dem USB-Medium [1], der mit dem PC-Ordner „Dokumente\Projekte“ [2] synchronisiert werden soll.

Konfiguration wie üblich vornehmen

Schließlich speichern Sie die Batch-Datei, die FreeFileSync für die spätere Ausführung benötigt [3]. Als Speicherort wählen Sie das Hauptverzeichnis des USB-Mediums, also z. B. „G:\“.

Alias vergeben

Wichtig ist, dass Sie das USB-Gerät mit einem Namen versehen. Das können Sie leicht über den Dateimanager mit F2 erledigen – in unserem Beispiel wurde die Bezeichnung „Buerostick“ gewählt.

Namen vergeben

Den gleichen Namen – in eckige Klammern gesetzt – verwenden Sie auch innerhalb Ihrer Konfiguration.

Alias statt Laufwerksbuchstaben verwenden

Durch die Verwendung eines „Platzhalters“ ist es später egal, ob Sie die linke, rechte oder hintere USB-Buchse verwenden oder welchen Laufwerksbuchstaben diese von Windows zugewiesen bekommt.

Damit funktioniert der Sync zwar bereits, aber wir wollen ja eine automatische Ausführung einrichten. Daher ist noch ein zweiter Schritt notwendig.

RealTimeSync für die Überwachung einrichten

Zu FreeFileSync gehört das Automatisierungstool „RealTimeSync“, das Ordner überwachen kann. Praktische Angelegenheit: Immer, wenn sich in ausgewählten Verzeichnissen etwas tut, wird automatisch der zugehörige FreeFileSync-Job ausgeführt (mit der Donation-Variante kann man sich sogar per Mail über das Resultat unterrichten lassen).

Für unser Vorhaben sieht die Konfiguration nun so aus:

Monitoring einrichten

In die Zeile „Zu überwachender Ordner“ wird der entsprechende Ordner auf dem USB-Stick eingetragen (sofern unterschiedliche Ordner überwacht werden sollen, können mit dem Plus-Zeichen weitere Verzeichnisse eingetragen werden).

Die „Mindestruhezeit“ ist sinnvoll, damit das Erkennen oder Dateioperationen abgeschlossen werden können – 10 Sekunden sind ein guter Wert.

In der „Befehlszeile“ ist der Pfad zum Hauptprogramm FreeFileSync bereits eingetragen – ergänzt wird er mit dem Parameter, der den Pfad zur auf dem Stick gespeicherten Batch-Datei angibt. Auch hier wird überall der Alias statt eines Laufwerkbuchstabens verwendet.

RealTimeSync agiert im Hintergrund. Belässt man es bei den Standardeinstellungen, so meldet das Tool durch ein kurzes Popup-Fenster Vollzug der Operation.

alles erledigt

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