Bookmarks Keep Fallin’ on My Head

Mit Raindrop Ordnung in die Lesezeichen-Sammlung bringen

Interessante Seiten im Netz findet man täglich im Netz. Auch wenn die meisten nicht des Behaltens wert sind – im Laufe der Zeit begegnet man vielen ausgesprochen nützlichen Webangeboten. Eventuell möchte man auch gezielt Sammlungen anlegen für bestimmte Recherche-Gebiete. Oder man möchte mit Kolleginnen und Kollegen gemeinsam an solchen Sammlungen arbeiten usw. Für all diese Zwecke ist der Bookmark-Dienst Raindrop.io sehr empfehlenswert.

Aufbau und Grundlagen

Raindrop funktioniert auf allen Plattformen und arbeitet mit allen gängigen Browsern zusammen. Man kann spezielle Apps verwenden – oder man ruft die Seite einfach im Browser auf. Lesezeichen lassen sich mit den entsprechenden Erweiterungen sehr einfach erfassen (mobil über das gewohnte Teilen-/Share-Menü). Auch die Einordnung in Ordner/Sammlungen kann direkt beim Speichern erfolgen. Alles klappt ausgesprochen flott. Die Darstellung der Lesezeichen kann man nach eigenen Vorlieben konfigurieren. Schließlich erhält man folgendes Bild:

Ordnung in drei Spalten

Spalte 1 zeigt die typische Verzeichnisstruktur, nach der in DC ja generell Dateien und Dokumente geordnet werden. Man kann beliebig verschachteln – muss man aber nicht, da eine starke Volltextsuche vorhanden ist und man sogar mit Tags/Etiketten arbeiten kann.

Spalte 2 zeigt eine Thumbnail-Vorschau, alternativ kann man aber kompakte Listen einblenden, so dass auch große Sammlungen gut auf dem Bildschirm sichtbar sind.

Auch Spalte 3 kann unterschiedlich aussehen: Man kann einen Reader-Modus für die Anzeige der Webseite verwenden. Oder man blendet die Original-Webseite ein. Oder man hat Raindrop so konfiguriert, dass direkt zur Webseite gesprungen wird.

Vor allem aber: Webseiten – und sogar PDF-Dokumente – werden auf den Servern von Raindrop gespeichert. Selbst wenn diese später also einmal aus dem Netz verschwinden – im eigenen Raindrop-Archiv bleiben die Inhalte in den meisten Fällen erhalten. Man kann auch eigene Dokumente einstellen – 10 GB stehen dafür monatlich zur Verfügung.

Natürlich können Bookmarks auch importiert und exportiert, verschoben, neu gruppiert werden usw. usw.

Anpassungen

Über die Darstellungsmöglichkeiten der mittleren Spalte haben wir ja bereits gesprochen. Hier sind aber noch weitere Justierungen möglich. So können etwa die Icons der Webseiten ausgeblendet oder die Größe der Thumbnails verändert werden.

zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten

Raindrop erstellt automatisch für das Lesezeichen Titel, Zusammenfassung und Screenshot. In den meisten Fällen ist dies auch ausreichend. Man kann aber jeden Eintrag ändern oder Tags hinzufügen.

einzelne Lesezeichen lassen sich ebenfalls anpassen

Besonderheiten

Die Browser-Erweiterungen lassen sich ausgesprochen schnell aufrufen. Sie stellen eine Art „Mini-Raindrop“ zur Verfügung, so dass viele Operationen direkt in der Erweiterung vorgenommen werden können.

Erweiterungen in den gängigen Browsern

Das Icon-Symbol der Erweiterung zeigt zudem an, ob eine Seite bereits vorhanden ist. Es gibt aber auch eine Funktion, die alle doppelten Einträge in den verschiedenen Ordnern auf Wunsch sichtbar macht.

Doppelungen werden angezeigt

Weiterhin durchforstet Raindrop die Lesezeichen nach Links, die nicht mehr gültig sind. Diese werden in einer eigenen Liste angezeigt. Ebenfalls nett: In die Adresszeile des Browsers kann einfach „r Suchwort“ eingegeben werden – man erhält sofort eine Aufstellung der gefundenen Lesezeichen.

Zusammenarbeit

Öffentliche Links zu bestimmten Lesezeichen-Ordnern der Sammlung sind rasch erzeugt. So können beispielsweise Informationen für Workshop-Teilnehmer*innen auf einfache Weise zur Verfügung gestellt werden. Oder man fügt Mail-Adressen ein und erlaubt den Empfängern, ebenfalls die Sammlung mit eigenen Fundstellen zu ergänzen.

via Link Sammlung teilen

Ebenso lässt sich ein spezieller RSS-Link erstellen. Damit taucht jedes neue Lesezeichen im Feedreader der Berechtigten automatisch auf.

Die kostenlose Version bietet sehr viel und dürfte für die meisten Anwender*innen ausreichend sein. Es gibt auch keine Einschränkungen: Beliebig viele Lesezeichen können gespeichert und auf jedem Gerät abgerufen werden. Auch die Synchronisation ist ausgesprochen flott. Wer Funktionen wie z. B. die Volltextsuche in PDF-Dokumenten usw. benötigt, der kann die Proversion zu einem moderaten Preis erwerben. Mein Rat: Mal einige Tage ausprobieren – dann wird man rasch merken, ob der Dienst gefällt.

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