{"id":3406,"date":"2026-07-05T15:38:17","date_gmt":"2026-07-05T13:38:17","guid":{"rendered":"https:\/\/digital-cleaning.de\/?p=3406"},"modified":"2026-07-05T15:38:17","modified_gmt":"2026-07-05T13:38:17","slug":"sorgenfreie-nextcloud-fur-den-homeserver","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/sorgenfreie-nextcloud-fur-den-homeserver\/","title":{"rendered":"Die &#8222;ziemlich sorgenfreie Nextcloud&#8220; f\u00fcr den kleinen Homeserver. Teil 1"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn ich im Bekanntenkreis gefragt werde, ob man sich eine Nextcloud zu Hause installieren sollte, rate ich eigentlich davon ab. F\u00fcr viele Anwender, die nicht aus der IT-Ecke kommen, ist eine L\u00f6sung bei einem Hoster deutlich besser. Dort k\u00fcmmert sich Fachpersonal in Rechenzentren um Backups und Updates. Man legt einen Account an und kann sofort starten. Allerdings gibt es auch Nachteile. Monatlich zahlt man Geb\u00fchren und vor allem: pers\u00f6nliche Daten liegen auf dem Server des Anbieters. Ein bisschen Verschl\u00fcsselung f\u00fcr ruhende Daten kann man zwar einrichten, aber eine wirklich reibungslose Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung f\u00fcr den gesamten Datenbestand ist noch immer nicht implementiert. Wenn also ein gek\u00fcndigter Mitarbeiter &#8230; Na, der Grundgedanke ist klar. <\/p>\n\n\n\n<p>Hier soll es darum gehen, ob man nicht doch entspannt eine Nextcloud f\u00fcr Familie, Freunde oder im freiberuflichen Bereich betreiben kann, die pflegeleicht und rund l\u00e4uft und n\u00fctzliche Funktionen zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"628\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin1-1024x628.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3407\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin1-1024x628.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin1-300x184.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin1-768x471.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin1-1536x942.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin1-1140x699.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin1.jpg 1584w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>ganz entspannt &#8230;<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum \u00fcberhaupt eine Nextcloud verwenden?<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man haupts\u00e4chlich Dateien oder Backups zentral speichern m\u00f6chte, tut es dann nicht auch eine einfache Laufwerk-Freigabe z. B. via Samba? Das kann durchaus eine M\u00f6glichkeit sein. Aber man verzichtet auf n\u00fctzliche Funktionen, die eine Nextcloud bietet. Ich meine damit nicht die vielen Erweiterungen. Vielmehr geht es um jene Funktionen, die direkt die Arbeit mit Dateien betreffen. Einige Beispiele von vielen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Versionierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Per Klick lassen sich fr\u00fchere Versionen eines Dokumentes vergleichen oder wiederherstellen. Es ist, als h\u00e4tte man eine kleine Zeitmaschine f\u00fcr seine Dateien. Dabei sorgt die Nextcloud automatisch daf\u00fcr, dass Speicherplatz gespart wird und alte Versionen &#8222;ausged\u00fcnnt&#8220; werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"871\" height=\"784\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3408\" style=\"width:494px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin2.jpg 871w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin2-300x270.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin2-768x691.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 871px) 100vw, 871px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Versionen bleiben erhalten.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die Versionierung ist &#8222;von Haus aus&#8220; dabei, ich muss also nichts speziell konfigurieren. Ideal, gerade wenn man an wichtigen Projekten arbeitet, st\u00e4ndig \u00c4nderungen vornimmt und pl\u00f6tzlich feststellt, dass etwas aus einer fr\u00fcheren Version fehlt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Synchronisierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Desktop-Client ist ausgesprochen flexibel. Im Unterschied zu den bekannten US-Clouds bin ich nicht auf einen einzigen zentralen Speicherort angewiesen. Ich kann unterschiedliche Verzeichnisse w\u00e4hlen, von verschiedenen Ger\u00e4ten aus synchronisieren, mit virtuellen Dateianzeigen hantieren, um z. B. auf dem Notebook Speicherplatz zu sparen, mehre Nextcloud-Instanzen gleichzeitig verwalten, habe alles auf den mobilen Ger\u00e4ten griffbereit und &#8230; und &#8230; und.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"908\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin3-1024x908.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3410\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin3-1024x908.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin3-300x266.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin3-768x681.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin3.jpg 1073w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Desktop-Client mit vielen M\u00f6glichkeiten<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nutzerkonten<\/h3>\n\n\n\n<p>Es lassen sich sehr leicht &#8222;getrennte Clouds&#8220; anlegen. Familienmitglieder, Freunde oder Vereinskollegen erhalten ihre eigenen Bereiche, die sie v\u00f6llig nach eigenen Bed\u00fcrfnissen gestalten k\u00f6nnen. Das kann auch sinnvoll sein f\u00fcr Anwendungen, deren Backups sonst den Blick versperren. Das Notizprogramm Joplin ist so ein Kandidat &#8211; einfach f\u00fcr dessen Synchronisierung einen &#8222;Joplin-User&#8220; anlegen, schon sind die vielen kleinen Dateien in einem gesonderten Bereich au\u00dfer Sichtweite.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"505\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin4-1024x505.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3411\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin4-1024x505.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin4-300x148.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin4-768x379.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin4-1140x562.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin4.jpg 1424w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Viele Nutzer &#8211; getrennte Cloud-Bereiche.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nextcloud &#8222;in fluffig&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ist Nextcloud nicht schwerf\u00e4llig?<\/h3>\n\n\n\n<p>Sagen wir mal so: Man kann eine Nextcloud &#8222;schwerf\u00e4llig&#8220; machen. Alternativen wie etwa ownCloud Infinite Scale, Seafile oder OpenCloud wirken auf den ersten Blick schlanker. Und Leute aus der IT-Ecke werden auch sagen, dass diese Clouds einen moderneren technischen Unterbau h\u00e4tten (was inzwischen nur noch zum Teil stimmt). Nach meiner Erfahrung ist es aber eher so, dass Nextcloud-Neulinge alle m\u00f6glichen Erweiterungen (Apps, Plugins) installieren, die es f\u00fcr OpenCloud &amp; Co. gar nicht erst gibt. Diese Erweiterungen stammen oft von externen Entwicklern und die Qualit\u00e4t ist schwankend. Bleibt man hingegen bei jenen Apps, die vom Nextcloud-Kernteam gepflegt werden, l\u00e4uft eine Nextcloud \u00e4hnlich flott und problemlos wie die Alternativen. Auf meinem &#8222;schwachen&#8220; Raspberry Pi 4 mit 4 GB hatte ich sie alle laufen &#8211; Geschwindigkeitsunterschiede waren kaum sp\u00fcrbar (hier bilden die Flaschenh\u00e4lse eher \u00dcbertragungswege und Speichermedien). ownCloud Infinite hat mir unter &#8222;Fluffigkeitsaspekten&#8220; am besten gefallen, hat daf\u00fcr aber andere Nachteile im Vergleich zur Nextcloud.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Basis-Set an Apps <\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr unsere Zwecke werden wir daher eine Basis-Nextcloud einrichten, die aber alles bietet, was man im Alltag braucht. Daf\u00fcr lassen wir so was wie Collabora, Kochbuchmodul, Newsfeeds usw. weg. Auch keinen Mail-Client &#8211; da ist man mit Thunderbird und \u00e4hnlichen Programmen eigentlich besser bedient. Mein Vorschlag: Die Mini-Nextcloud nur mit einer kleinen Auswahl an Erweiterungen ausstatten. Dazu geh\u00f6ren in erster Linie jene, auf die die Nextcloud-Entwickler in Stuttgart und Berlin ein Auge haben. Damit ist sichergestellt, dass diese aktiv gepflegt werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"615\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin5-1024x615.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3413\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin5-1024x615.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin5-300x180.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin5-768x461.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin5-1536x922.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin5-1140x684.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin5.jpg 1656w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>schlanke Nextcloud<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Dashboard, Dateien, Kalender und Aufgaben &#8211; dazu muss nicht viel gesagt werden. Dabei ist auch Nextcloud-Text. Der Editor verbirgt sich nun unter dem Men\u00fcpunkt Office und hat zahlreiche neue Funktionen bekommen (dazu habe ich vor einigen Tagen einen <strong><a href=\"https:\/\/gnulinux.ch\/funktionen-des-nextcloud-editors-nutzen\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/gnulinux.ch\/funktionen-des-nextcloud-editors-nutzen\">Artikel auf GnuLinux <\/a><\/strong>geschrieben).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"658\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin10-1024x658.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3421\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin10-1024x658.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin10-300x193.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin10-768x494.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin10-1536x988.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin10-1140x733.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin10.jpg 1602w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nextcloud-Text &#8211; ein Mini-Office<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Nicht zu vergessen: Auch im Texteditor kann \u00fcber eine Linkfreigabe mit anderen Nutzern oder G\u00e4sten <strong><a href=\"https:\/\/gnulinux.ch\/dokumente-gemeinsam-bearbeiten-mit-nextcloud-text\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/gnulinux.ch\/dokumente-gemeinsam-bearbeiten-mit-nextcloud-text\">zeitgleich an einem Dokument<\/a><\/strong> gearbeitet werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"564\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin11-1024x564.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3422\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin11-1024x564.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin11-300x165.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin11-768x423.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin11-1140x628.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin11.jpg 1292w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>gleichzeitig an einem Dokument arbeiten<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Kalender, Kontakte und Aufgaben w\u00fcrde ich ebenfalls aktivieren. Mobile Apps lassen sich auf diese Weise zentral mit Daten versorgen. Und inzwischen kann die Aufgaben-Erweiterung auch wiederkehrende Termine, was f\u00fcr viele Nutzer ausreichend an Funktionen ist. Ebenso k\u00f6nnen gewohnte Desktop-Programme wie z. B. Thunderbird direkt darauf zugreifen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"656\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin12-1024x656.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3425\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin12-1024x656.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin12-300x192.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin12-768x492.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin12-1536x984.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin12-1140x731.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin12.jpg 1593w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abruf der Nextcloud-Kalenderdaten in Thunderbird<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Sp\u00e4ter werde ich noch darauf eingehen, wie man von unterwegs auf die Daten seiner Nextcloud zugreifen kann, ohne ein Sicherheitsrisiko einzugehen. Die mobilen Apps bleiben auf diese Weise synchronisiert, auch wenn man sich nicht in den eigenen vier W\u00e4nden befindet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nextcloud-Fotos durch Immich ersetzen<\/h2>\n\n\n\n<p>Nextcloud-Fotos hat sich mit den letzten Versionen deutlich gebessert. Mit erg\u00e4nzenden Apps erh\u00e4lt man Tagebuchfunktionen und andere Gimmicks. Auch der Smartphone-Foto-Sync ist durchdacht und gut, zumindest unter iOS. Android hatte (oder hat?) da wohl einige Probleme. Alles in allem ist der Fotobereich aus meiner Sicht durchaus in Ordnung. Nur hat sich Immich inzwischen derart gut entwickelt, dass ich vorschlage, Nextcloud-Fotos nur in kleinem Rahmen zu nutzen. F\u00fcr die eigentliche Fotoverwaltung kann man Immich installieren. Das ist problemlos zus\u00e4tzlich zur Nextcloud m\u00f6glich, auch auf schw\u00e4cheren Ger\u00e4ten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"593\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin8-1024x593.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3416\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin8-1024x593.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin8-300x174.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin8-768x445.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin8-1536x889.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin8-1140x660.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin8.jpg 1986w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>gute Alternative: Immich<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Um Immich k\u00fcmmert sich eine gro\u00dfe Entwicklergemeinde, deren Ziel es ist, Google-Fotos \u00fcberfl\u00fcssig zu machen &#8211; samt tadellos funktionierender mobilen Apps, Erkennung von Gesichtern, Orten und Gegenst\u00e4nden. Dazu kommt: W\u00e4hrend Nextcloud eher &#8222;gestandene&#8220; Server in Rechenzentren in seiner Entstehungszeit im Blick hatte, setzt das junge Immich von Anfang an auf Privatanwender mit einfachen Homeservern und achtet auf Ressourcen. Gerade ist Immich Version 3 erschienen mit Workflows, Trigger, Filter, Fotobearbeitung auf mobilen Ger\u00e4ten usw. Diese Entwicklungsdynamik wird Nextcloud nicht leisten und nicht aufholen k\u00f6nnen, da dort der Fotobereich nicht der eigentliche Schwerpunkt ist. Trotzdem: Nextcloud-Fotos ist nicht schlecht. Wer damit gute Erfahrungen gesammelt hat, sollte ausprobieren, ob er damit auch auf seinem Homeserver zufrieden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit h\u00e4tten wir die Basics durch. Jetzt kommt die entscheidende Frage: Wie kann man f\u00fcr einen m\u00f6glichst reibungslosen Dauerbetrieb seiner Nextcloud sorgen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sicherer Betrieb der Nextcloud mit m\u00f6glichst wenig Pflegeaufwand<\/h2>\n\n\n\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Sorge, wenn man eine Nextcloud auf einem Heimserver betreibt, ist: Was passiert, wenn nichts mehr geht? Sind meine Daten dann weg oder zerst\u00f6rt? Verzweifle ich an einem Update? Hat ein Plugin alles kaputt gemacht? Brauche ich Stunden, bis alles wieder l\u00e4uft? Es gibt gen\u00fcgend Forenbeitr\u00e4ge, die von Problemen berichten. Allerdings muss man dabei sehen, dass sich in Foren in erster Linie Personen zu Wort melden, die ein Problem haben. Bei sehr vielen Anwendern l\u00e4uft die Nextcloud seit Jahren tadellos.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Problem: heterogene Nextcloud-Installationen<\/h3>\n\n\n\n<p>Es gibt unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten, eine Nextcloud zu installieren und zu konfigurieren. Mal geschieht es \u00fcber ein All-in-One-Paket, mal ist es bei CasaOS oder UmbrelOS im Paketmanager dabei, als Image wie NextcloudPi, Docker Varianten, Portainer-Einstellungen, Einrichtungen auf Synology &amp; Co. Ein Dschungel an Gefahren, etwas falsch zu machen oder zu \u00fcbersehen, obwohl man zum Beispiel nur ein simples Backup fahren m\u00f6chte. Zum Gl\u00fcck gibt es eine sehr einsteigerfreundliche Variante, entlang derer ich Installation, Sicherung und Backup einer Nextcloud erkl\u00e4ren werde. Was ich nicht leisten kann: F\u00fcr alle denkbaren Konfigurationen gesonderte Anleitungen zu schreiben. Allerdings kann man auf gleiche oder sehr \u00e4hnliche Weise auch bei anderen Installationsvarianten vorgehen. Der eigentliche Unterschied d\u00fcrfte sein: Bei meinem Vorgehen hat man nach ein paar Klicks alles eingerichtet, w\u00e4hrend man sonst halt selbst viele Eintr\u00e4ge, Rechtevergaben usw. in seiner Konfiguration vornehmen muss.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Modulare Sicherungsstrategie f\u00fcr das Gesamtpaket<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Baustein f\u00fcr einen m\u00f6glichst problemlosen Betrieb wurde bereits beschrieben: Die Nextcloud nicht mit Plugins zu \u00fcberlasten. Jede Erweiterung, die man sich spart, vermindert m\u00f6gliche Fehlerquellen. Die Basis-Apps, die erw\u00e4hnten wurden, bieten dennoch viele Einsatzm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nextcloud-Installation &#8211; ebenfalls mit 1 Klick erledigt &#8211; und Backup-Einrichtung, werde ich im technischen Teil 2 beschreiben. Aber die Architektur des vorgeschlagenen Sicherungssystems m\u00f6chte ich schon jetzt vorstellen. Das System besteht aus drei Komponenten (plus einer kleinen &#8222;kann-muss-aber-nicht-sein&#8220; Erg\u00e4nzung).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin13-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3427\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin13-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin13-300x200.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin13-768x512.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin13-1140x760.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minin13.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">1. Homeserver<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei mir besteht der eigentliche Homeserver aus einem Raspberry Pi 4 mit 4 GB. Damit l\u00e4uft die Nextcloud im Alltag fl\u00fcssig. Auch gr\u00f6\u00dfere Datenmengen sind kein Problem. Nat\u00fcrlich ist das keine Hardware f\u00fcr Unternehmen oder gro\u00dfe Vereine. Hier geht es um 5 bis 8 Personen, die ihre Kalender f\u00fchren, Backups fahren. gelegentlich zusammen ein Textdokument bearbeiten, Dateien untereinander freigeben usw. Auf diesem Ger\u00e4t l\u00e4uft die eigentliche Nextcloud-Anwendung samt Datenbank.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2. Getrennter Speicher f\u00fcr Nutzerdaten<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Nextcloud bringt eine Funktion mit, die einen getrennten Speicherort f\u00fcr Nutzerkonten und Nutzerdokumente zul\u00e4sst. Damit ist nicht die App &#8222;Externer Speicher&#8220; gemeint. Es handelt sich vielmehr um eine Konfigurationseinstellung. In meinem Fall h\u00e4ngt eine USB-SSD am Raspberry Pi. Es kann aber auch ein eingebautes zweites Speichermedium sein. Oder man nimmt eine preisg\u00fcnstige USB-HDD (4 TB f\u00fcr 130 Euro aktuell, Juli 2026).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Trennung hat mehrere Vorteile. Wenn die Nextcloud-Anwendung mal gar nicht mehr l\u00e4uft oder das ganze Betriebssystem einen Schaden hat, so hat man zumindest die Dokumente gerettet. Die liegen &#8211; im Unterschied zu anderen Cloud-Varianten &#8211; fein s\u00e4uberlich in der gewohnten Ordner-Datei-Struktur vor. Also: Daten-SSD an ein anderes Ger\u00e4t anschlie\u00dfen, Dateimanager aufrufen, fertig. Alle Dokumente sind aufrufbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr eine eventuell notwendige Neuinstallation der eigentlichen Nextcloud-Anwendung ist diese Trennung in vielen F\u00e4llen der bessere Weg.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">3. Backup des Gesamtsystems<\/h4>\n\n\n\n<p>Das Sichern der eigentlichen Nextcloud-Anwendung, der Datenbank, der Konfiguration sowie der Nutzerdaten kann in einem Zug erfolgen. Auf Wunsch auch zeitgesteuert, z. B. nachts. Bei der Wahl des Zielmediums haben Sie die freie Auswahl. Im einfachsten Fall schlie\u00dfen Sie einen zweiten USB-Speicher an das Ger\u00e4t an. Vielleicht steht ohnehin ein NAS in einer Ecke \u2013 dann k\u00f6nnen Sie dieses verwenden. Oder Sie verwenden eine Docking-Station f\u00fcr Festplatten. Freigegebene Laufwerke im Netzwerk funktionieren ebenfalls. Ich habe hier meinen Beelink-Mini-PC abgebildet, da dieser ohnehin 24\/7 in Betrieb ist (eigentlich f\u00fcr den Linux-Mint-Desktop-Betrieb gedacht).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn also wirklich einmal gar nichts mehr geht, sind Sie mit einem solchen Backup auf der sicheren Seite. Ein spezieller Punkt ist die Datenbanksicherung \u2013 darauf gehe ich im n\u00e4chsten Teil ein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">4. Mir schwirrt der Kopf!<\/h4>\n\n\n\n<p>Das ist normal \ud83d\ude42 Bei meinem Vorschlag wird Ihnen jedoch ein Gro\u00dfteil der Installationsarbeit abgenommen. Egal, ob es um den Datenpfad, die Aktivierung des Backupsystems, Laufwerkfreigaben oder das Einh\u00e4ngen von USB-Speicher geht \u2013 all das ist bereits passend vorkonfiguriert. Ein paar Angaben m\u00fcssen noch eingetragen werden, etwa der Name f\u00fcr den USB-Speicher oder die IP des Netzwerklaufwerks \u2013 das sollte aber machbar sein. Auch m\u00fcssen keine Zertifikate, Berechtigungen oder Portumleitungen eingerichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Eine schlanke Nextcloud kann im Alltag richtig gut funktionieren \u2013 und im n\u00e4chsten Teil zeige ich Installation und Konfiguration, die im langfristigen Betrieb m\u00f6glichst wenig Wartungsaufwand erfordern.<\/p>\n\n\n\n<p><em>[Teil 2 in Vorbereitung.]<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich im Bekanntenkreis gefragt werde, ob man sich eine Nextcloud zu Hause installieren sollte, rate ich eigentlich davon ab. F\u00fcr viele Anwender, die nicht aus der IT-Ecke kommen, ist eine L\u00f6sung bei einem Hoster deutlich besser. Dort k\u00fcmmert sich Fachpersonal in Rechenzentren um Backups und Updates. Man legt einen Account an und kann sofort starten. Allerdings gibt es auch Nachteile. Monatlich zahlt man Geb\u00fchren und vor allem: pers\u00f6nliche Daten liegen auf dem Server des Anbieters. Ein bisschen Verschl\u00fcsselung f\u00fcr ruhende Daten kann man zwar einrichten, aber eine wirklich reibungslose Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung f\u00fcr den gesamten Datenbestand ist noch immer nicht implementiert. Wenn also ein gek\u00fcndigter Mitarbeiter &#8230; Na, der Grundgedanke ist klar. Hier soll es darum gehen, ob man nicht doch entspannt eine Nextcloud f\u00fcr Familie, Freunde oder im freiberuflichen Bereich betreiben kann, die pflegeleicht und rund l\u00e4uft und n\u00fctzliche Funktionen zur Verf\u00fcgung stellt. Warum \u00fcberhaupt eine Nextcloud verwenden? Wenn man haupts\u00e4chlich Dateien oder Backups zentral speichern m\u00f6chte, tut es dann nicht auch eine einfache Laufwerk-Freigabe z. B. via Samba? Das kann durchaus eine M\u00f6glichkeit sein. Aber man verzichtet auf n\u00fctzliche Funktionen, die eine Nextcloud bietet. Ich meine damit nicht die vielen Erweiterungen. Vielmehr geht es um jene Funktionen, die direkt die Arbeit mit Dateien betreffen. Einige Beispiele von vielen: Versionierung Per Klick lassen sich fr\u00fchere Versionen eines Dokumentes vergleichen oder wiederherstellen. Es ist, als h\u00e4tte man eine kleine Zeitmaschine f\u00fcr seine Dateien. Dabei sorgt die Nextcloud automatisch daf\u00fcr, dass Speicherplatz gespart wird und alte Versionen &#8222;ausged\u00fcnnt&#8220; werden. Die Versionierung ist &#8222;von Haus aus&#8220; dabei, ich muss also nichts speziell konfigurieren. Ideal, gerade wenn man an wichtigen Projekten arbeitet, st\u00e4ndig \u00c4nderungen vornimmt und pl\u00f6tzlich feststellt, dass etwas aus einer fr\u00fcheren Version fehlt. Synchronisierung Der Desktop-Client ist ausgesprochen flexibel. Im Unterschied zu den bekannten US-Clouds bin ich nicht auf einen einzigen zentralen Speicherort angewiesen. Ich kann unterschiedliche Verzeichnisse w\u00e4hlen, von verschiedenen Ger\u00e4ten aus synchronisieren, mit virtuellen Dateianzeigen hantieren, um z. B. auf dem Notebook Speicherplatz zu sparen, mehre Nextcloud-Instanzen gleichzeitig verwalten, habe alles auf den mobilen Ger\u00e4ten griffbereit und &#8230; und &#8230; und. Nutzerkonten Es lassen sich sehr leicht &#8222;getrennte Clouds&#8220; anlegen. Familienmitglieder, Freunde oder Vereinskollegen erhalten ihre eigenen Bereiche, die sie v\u00f6llig nach eigenen Bed\u00fcrfnissen gestalten k\u00f6nnen. Das kann auch sinnvoll sein f\u00fcr Anwendungen, deren Backups sonst den Blick versperren. Das Notizprogramm Joplin ist so ein Kandidat &#8211; einfach f\u00fcr dessen Synchronisierung einen &#8222;Joplin-User&#8220; anlegen, schon sind die vielen kleinen Dateien in einem gesonderten Bereich au\u00dfer Sichtweite. Nextcloud &#8222;in fluffig&#8220; Ist Nextcloud nicht schwerf\u00e4llig? Sagen wir mal so: Man kann eine Nextcloud &#8222;schwerf\u00e4llig&#8220; machen. Alternativen wie etwa ownCloud Infinite Scale, Seafile oder OpenCloud wirken auf den ersten Blick schlanker. Und Leute aus der IT-Ecke werden auch sagen, dass diese Clouds einen moderneren technischen Unterbau h\u00e4tten (was inzwischen nur noch zum Teil stimmt). Nach meiner Erfahrung ist es aber eher so, dass Nextcloud-Neulinge alle m\u00f6glichen Erweiterungen (Apps, Plugins) installieren, die es f\u00fcr OpenCloud &amp; Co. gar nicht erst gibt. Diese Erweiterungen stammen oft von externen Entwicklern und die Qualit\u00e4t ist schwankend. Bleibt man hingegen bei jenen Apps, die vom Nextcloud-Kernteam gepflegt werden, l\u00e4uft eine Nextcloud \u00e4hnlich flott und problemlos wie die Alternativen. Auf meinem &#8222;schwachen&#8220; Raspberry Pi 4 mit 4 GB hatte ich sie alle laufen &#8211; Geschwindigkeitsunterschiede waren kaum sp\u00fcrbar (hier bilden die Flaschenh\u00e4lse eher \u00dcbertragungswege und Speichermedien). ownCloud Infinite hat mir unter &#8222;Fluffigkeitsaspekten&#8220; am besten gefallen, hat daf\u00fcr aber andere Nachteile im Vergleich zur Nextcloud. Basis-Set an Apps F\u00fcr unsere Zwecke werden wir daher eine Basis-Nextcloud einrichten, die aber alles bietet, was man im Alltag braucht. Daf\u00fcr lassen wir so was wie Collabora, Kochbuchmodul, Newsfeeds usw. weg. Auch keinen Mail-Client &#8211; da ist man mit Thunderbird und \u00e4hnlichen Programmen eigentlich besser bedient. Mein Vorschlag: Die Mini-Nextcloud nur mit einer kleinen Auswahl an Erweiterungen ausstatten. Dazu geh\u00f6ren in erster Linie jene, auf die die Nextcloud-Entwickler in Stuttgart und Berlin ein Auge haben. Damit ist sichergestellt, dass diese aktiv gepflegt werden. Dashboard, Dateien, Kalender und Aufgaben &#8211; dazu muss nicht viel gesagt werden. Dabei ist auch Nextcloud-Text. Der Editor verbirgt sich nun unter dem Men\u00fcpunkt Office und hat zahlreiche neue Funktionen bekommen (dazu habe ich vor einigen Tagen einen Artikel auf GnuLinux geschrieben). Nicht zu vergessen: Auch im Texteditor kann \u00fcber eine Linkfreigabe mit anderen Nutzern oder G\u00e4sten zeitgleich an einem Dokument gearbeitet werden. Kalender, Kontakte und Aufgaben w\u00fcrde ich ebenfalls aktivieren. Mobile Apps lassen sich auf diese Weise zentral mit Daten versorgen. Und inzwischen kann die Aufgaben-Erweiterung auch wiederkehrende Termine, was f\u00fcr viele Nutzer ausreichend an Funktionen ist. Ebenso k\u00f6nnen gewohnte Desktop-Programme wie z. B. Thunderbird direkt darauf zugreifen. Sp\u00e4ter werde ich noch darauf eingehen, wie man von unterwegs auf die Daten seiner Nextcloud zugreifen kann, ohne ein Sicherheitsrisiko einzugehen. Die mobilen Apps bleiben auf diese Weise synchronisiert, auch wenn man sich nicht in den eigenen vier W\u00e4nden befindet. Nextcloud-Fotos durch Immich ersetzen Nextcloud-Fotos hat sich mit den letzten Versionen deutlich gebessert. Mit erg\u00e4nzenden Apps erh\u00e4lt man Tagebuchfunktionen und andere Gimmicks. Auch der Smartphone-Foto-Sync ist durchdacht und gut, zumindest unter iOS. Android hatte (oder hat?) da wohl einige Probleme. Alles in allem ist der Fotobereich aus meiner Sicht durchaus in Ordnung. Nur hat sich Immich inzwischen derart gut entwickelt, dass ich vorschlage, Nextcloud-Fotos nur in kleinem Rahmen zu nutzen. F\u00fcr die eigentliche Fotoverwaltung kann man Immich installieren. Das ist problemlos zus\u00e4tzlich zur Nextcloud m\u00f6glich, auch auf schw\u00e4cheren Ger\u00e4ten. Um Immich k\u00fcmmert sich eine gro\u00dfe Entwicklergemeinde, deren Ziel es ist, Google-Fotos \u00fcberfl\u00fcssig zu machen &#8211; samt tadellos funktionierender mobilen Apps, Erkennung von Gesichtern, Orten und Gegenst\u00e4nden. Dazu kommt: W\u00e4hrend Nextcloud eher &#8222;gestandene&#8220; Server in Rechenzentren in seiner Entstehungszeit im Blick hatte, setzt das junge Immich von Anfang an auf Privatanwender mit einfachen Homeservern und achtet auf Ressourcen. Gerade ist Immich Version 3 erschienen mit Workflows, Trigger, Filter, Fotobearbeitung auf mobilen Ger\u00e4ten usw. Diese Entwicklungsdynamik wird Nextcloud nicht leisten und nicht aufholen k\u00f6nnen, da dort der Fotobereich nicht der eigentliche Schwerpunkt ist. Trotzdem: Nextcloud-Fotos ist nicht schlecht. Wer damit gute Erfahrungen gesammelt hat, sollte ausprobieren, ob er damit auch auf seinem Homeserver zufrieden ist. Somit h\u00e4tten wir die Basics durch. Jetzt kommt die entscheidende Frage: Wie kann man f\u00fcr einen m\u00f6glichst reibungslosen Dauerbetrieb seiner Nextcloud sorgen? Sicherer Betrieb der Nextcloud mit m\u00f6glichst wenig Pflegeaufwand Die gr\u00f6\u00dfte Sorge, wenn man eine Nextcloud auf einem Heimserver betreibt, ist: Was passiert, wenn nichts mehr geht? Sind meine Daten dann weg oder zerst\u00f6rt? Verzweifle ich an einem Update? Hat ein Plugin alles kaputt gemacht? Brauche ich Stunden, bis alles wieder l\u00e4uft? Es gibt gen\u00fcgend Forenbeitr\u00e4ge, die von Problemen berichten. Allerdings muss man dabei sehen, dass sich in Foren in erster Linie Personen zu Wort melden, die ein Problem haben. Bei sehr vielen Anwendern l\u00e4uft die Nextcloud seit Jahren tadellos. Das Problem: heterogene Nextcloud-Installationen Es gibt unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten, eine Nextcloud zu installieren und zu konfigurieren. Mal geschieht es \u00fcber ein All-in-One-Paket, mal ist es bei CasaOS oder UmbrelOS im Paketmanager dabei, als Image wie NextcloudPi, Docker Varianten, Portainer-Einstellungen, Einrichtungen auf Synology &amp; Co. Ein Dschungel an Gefahren, etwas falsch zu machen oder zu \u00fcbersehen, obwohl man zum Beispiel nur ein simples Backup fahren m\u00f6chte. Zum Gl\u00fcck gibt es eine sehr einsteigerfreundliche Variante, entlang derer ich Installation, Sicherung und Backup einer Nextcloud erkl\u00e4ren werde. Was ich nicht leisten kann: F\u00fcr alle denkbaren Konfigurationen gesonderte Anleitungen zu schreiben. Allerdings kann man auf gleiche oder sehr \u00e4hnliche Weise auch bei anderen Installationsvarianten vorgehen. Der eigentliche Unterschied d\u00fcrfte sein: Bei meinem Vorgehen hat man nach ein paar Klicks alles eingerichtet, w\u00e4hrend man sonst halt selbst viele Eintr\u00e4ge, Rechtevergaben usw. in seiner Konfiguration vornehmen muss. Modulare Sicherungsstrategie f\u00fcr das Gesamtpaket Ein wichtiger Baustein f\u00fcr einen m\u00f6glichst problemlosen Betrieb wurde bereits beschrieben: Die Nextcloud nicht mit Plugins zu \u00fcberlasten. Jede Erweiterung, die man sich spart, vermindert m\u00f6gliche Fehlerquellen. Die Basis-Apps, die erw\u00e4hnten wurden, bieten dennoch viele Einsatzm\u00f6glichkeiten. Nextcloud-Installation &#8211; ebenfalls mit 1 Klick erledigt &#8211; und Backup-Einrichtung, werde ich im technischen Teil 2 beschreiben. Aber die Architektur des vorgeschlagenen Sicherungssystems m\u00f6chte ich schon jetzt vorstellen. Das System besteht aus drei Komponenten (plus einer kleinen &#8222;kann-muss-aber-nicht-sein&#8220; Erg\u00e4nzung). 1. Homeserver Bei mir besteht der eigentliche Homeserver aus einem Raspberry Pi 4 mit 4 GB. Damit l\u00e4uft die Nextcloud im Alltag fl\u00fcssig. Auch gr\u00f6\u00dfere Datenmengen sind kein Problem. Nat\u00fcrlich ist das keine Hardware f\u00fcr Unternehmen oder gro\u00dfe Vereine. Hier geht es um 5 bis 8 Personen, die ihre Kalender f\u00fchren, Backups fahren. gelegentlich zusammen ein Textdokument bearbeiten, Dateien untereinander freigeben usw. Auf diesem Ger\u00e4t l\u00e4uft die eigentliche Nextcloud-Anwendung samt Datenbank. 2. Getrennter Speicher f\u00fcr Nutzerdaten Die Nextcloud bringt eine Funktion mit, die einen getrennten Speicherort f\u00fcr Nutzerkonten und Nutzerdokumente zul\u00e4sst. Damit ist nicht die App &#8222;Externer Speicher&#8220; gemeint. Es handelt sich vielmehr um eine Konfigurationseinstellung. In meinem Fall h\u00e4ngt eine USB-SSD am Raspberry Pi. Es kann aber auch ein eingebautes zweites Speichermedium sein. Oder man nimmt eine preisg\u00fcnstige USB-HDD (4 TB f\u00fcr 130 Euro aktuell, Juli 2026). Diese Trennung hat mehrere Vorteile. Wenn die Nextcloud-Anwendung mal gar nicht mehr l\u00e4uft oder das ganze Betriebssystem einen Schaden hat, so hat man zumindest die Dokumente gerettet. Die liegen &#8211; im Unterschied zu anderen Cloud-Varianten &#8211; fein s\u00e4uberlich in der gewohnten Ordner-Datei-Struktur vor. Also: Daten-SSD an ein anderes Ger\u00e4t anschlie\u00dfen, Dateimanager aufrufen, fertig. Alle Dokumente sind aufrufbar. Auch f\u00fcr eine eventuell notwendige Neuinstallation der eigentlichen Nextcloud-Anwendung ist diese Trennung in vielen F\u00e4llen der bessere Weg. 3. Backup des Gesamtsystems Das Sichern der eigentlichen Nextcloud-Anwendung, der Datenbank, der Konfiguration sowie der Nutzerdaten kann in einem Zug erfolgen. Auf Wunsch auch zeitgesteuert, z. B. nachts. Bei der Wahl des Zielmediums haben Sie die freie Auswahl. Im einfachsten Fall schlie\u00dfen Sie einen zweiten USB-Speicher an das Ger\u00e4t an. Vielleicht steht ohnehin ein NAS in einer Ecke \u2013 dann k\u00f6nnen Sie dieses verwenden. Oder Sie verwenden eine Docking-Station f\u00fcr Festplatten. Freigegebene Laufwerke im Netzwerk funktionieren ebenfalls. Ich habe hier meinen Beelink-Mini-PC abgebildet, da dieser ohnehin 24\/7 in Betrieb ist (eigentlich f\u00fcr den Linux-Mint-Desktop-Betrieb gedacht). Wenn also wirklich einmal gar nichts mehr geht, sind Sie mit einem solchen Backup auf der sicheren Seite. Ein spezieller Punkt ist die Datenbanksicherung \u2013 darauf gehe ich im n\u00e4chsten Teil ein. 4. Mir schwirrt der Kopf! Das ist normal \ud83d\ude42 Bei meinem Vorschlag wird Ihnen jedoch ein Gro\u00dfteil der Installationsarbeit abgenommen. Egal, ob es um den Datenpfad, die Aktivierung des Backupsystems, Laufwerkfreigaben oder das Einh\u00e4ngen von USB-Speicher geht \u2013 all das ist bereits passend vorkonfiguriert. Ein paar Angaben m\u00fcssen noch eingetragen werden, etwa der Name f\u00fcr den USB-Speicher oder die IP des Netzwerklaufwerks \u2013 das sollte aber machbar sein. Auch m\u00fcssen keine Zertifikate, Berechtigungen oder Portumleitungen eingerichtet werden. Fazit: Eine schlanke Nextcloud kann im Alltag richtig gut funktionieren \u2013 und im n\u00e4chsten Teil zeige ich Installation und Konfiguration, die im langfristigen Betrieb m\u00f6glichst wenig Wartungsaufwand erfordern. [Teil 2 in Vorbereitung.]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3406","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3406"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3406\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3433,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3406\/revisions\/3433"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3406"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}