{"id":3369,"date":"2026-05-24T13:50:47","date_gmt":"2026-05-24T11:50:47","guid":{"rendered":"https:\/\/digital-cleaning.de\/?p=3369"},"modified":"2026-05-24T14:15:13","modified_gmt":"2026-05-24T12:15:13","slug":"klein-guenstig-und-flott-linux-zweitrechner-zwischen-50-und-90-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/klein-guenstig-und-flott-linux-zweitrechner-zwischen-50-und-90-euro\/","title":{"rendered":"Klein, g\u00fcnstig und flott: Linux Zweitrechner zwischen 50 und 90 Euro"},"content":{"rendered":"\n<p>In meiner Artikelserie <strong><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/das-25-euro-nas-teil-1-hardware\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/das-25-euro-nas-teil-1-hardware\/\">&#8222;Das 25-Euro-NAS&#8220;<\/a><\/strong> habe ich bereits gezeigt, dass man sich f\u00fcr kleine M\u00fcnze einen passablen Homeserver mit vielen M\u00f6glichkeiten einrichten kann. Doch mit dem richtigen Linux-Ausgangssystem kann im Office-Bereich sogar mit einfachen Ger\u00e4ten erstaunlich gut gearbeitet werden. Das erfordert auch keine Bastelei: Linux \u00fcberspielen und starten. Fertig. Sofort Dokumente bearbeiten, auf Fotoarchive zugreifen, zehn Tabs im Browser \u00f6ffnen &#8211; klappt. Basis ist ein Mini-PC oder Thin Client, sodass der zus\u00e4tzliche Rechner v\u00f6llig unauff\u00e4llig hinter dem Monitor platziert werden kann.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"578\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf1-1024x578.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3370\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf1-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf1-300x169.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf1-768x434.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf1-1140x644.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf1.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Vorteile eines Linux-Zweitrechners<\/h2>\n\n\n\n<p>Allgemein gilt f\u00fcr &#8222;unauff\u00e4llige&#8220; Zweitrechner, dass sie ausgesprochen n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen: Der Haupt-PC f\u00e4llt aus? Es kann ohne Zeitverlust weitergearbeitet werden. Ein Reparatur-Stick muss erstellt werden, um die Daten auf PC Nr. 1 auszulesen? Kleinigkeit. Man darf oft Besucher begr\u00fc\u00dfen? Ein Desktop-PC im G\u00e4stezimmer erleichtert Tourplanung und Zugriff auf Cloud-Dokumente. In die Esszimmerecke passt noch ein kleiner Monitor? Dann muss f\u00fcr das Nachschauen des Bankkontos, den Blick in die Regionalzeitung oder die rasche Bestellung beim Online-H\u00e4ndler nicht das Arbeitszimmer im zweiten Stock aufgesucht werden. Dass &#8222;der Kleine&#8220; mit Linux l\u00e4uft, davon wird auch ein langj\u00e4hriger Windows-Anwender wenig merken. Ein Browser sieht wie ein Browser aus, ein Kalender wie ein Kalender, ein &#8230; usw.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"567\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf2-1024x567.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3371\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf2-1024x567.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf2-300x166.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf2-768x425.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf2-1140x631.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf2.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Hinzu kommt: Wer aktuell noch mit Windows oder MacOS arbeitet und erst einmal schauen m\u00f6chte, ob Linux wirklich f\u00fcr ihn problemlos nutzbar ist, ist mit einem solchen Ger\u00e4t gut bedient. Ein USB-Live-Stick taugt nicht f\u00fcr einen intensiveren Test. Alte Notebooks aus dem Keller zum Ausprobieren hat nicht jeder zur Verf\u00fcgung. Und Linux als Dual-Boot neben Windows zu betreiben, kann schnell umst\u00e4ndlich werden. Nebenbei: Man muss an den Linux-PC nicht sofort einen Monitor anschlie\u00dfen. Mit Remote-Software wie etwa RustDesk kann man vom gewohnten Windows-PC darauf zugreifen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"720\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf4-1024x720.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3375\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf4-1024x720.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf4-300x211.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf4-768x540.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf4-1140x802.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf4.jpg 1439w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein g\u00fcnstiger Thin Client ist eine gute Wahl<\/h2>\n\n\n\n<p>Die \u00fcberholten Thin Clients, die z. B. auf ebay in gro\u00dfen St\u00fcckzahlen angeboten werden, gen\u00fcgen in der Regel f\u00fcr Office-Anwendungen. H\u00e4ndler kaufen die Ger\u00e4te von Unternehmen auf und bieten sie zu kleinen Preisen an. Aus meiner Sicht erh\u00e4lt man damit zuverl\u00e4ssigere Hardware, als wenn man sich via Ali Dingsda einen &#8222;schicken&#8220; &#8211; billigen &#8211; Mini-PC zuschicken l\u00e4sst, dessen Komponenten zusammengest\u00fcckelt sind. Aber das mag jeder f\u00fcr sich entscheiden. Jedenfalls beginnen die Preise f\u00fcr die erw\u00e4hnten Thin Clients bei ca. 50 Euro f\u00fcr 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB SSD. 8 GB Arbeitsspeicher mit 256 GB kann man f\u00fcr unter 100 Euro erhalten. Hier ein aktuelle Beispiel:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"603\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf3-1024x603.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3373\" style=\"width:632px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf3-1024x603.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf3-300x177.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf3-768x452.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf3-1140x671.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf3.jpg 1408w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das w\u00e4ren mit Rabatt also 89 Euro mit kostenlosem Versand, kostenloser R\u00fcckgabe und Gew\u00e4hrleistung f\u00fcr 8 GB Arbeitsspeicher mit 256 GB SSD. <\/p>\n\n\n\n<p>Gerade bei solchen Ger\u00e4ten hat Linux einen gro\u00dfen Vorteil: Oft wird mit vorinstalliertem Windows 11 geworben. Es ist aber f\u00fcr K\u00e4ufer nur schwer einzusch\u00e4tzen, ob es sich um eine &#8222;vollst\u00e4ndige&#8220; Lizenz handelt, die alle Updates erh\u00e4lt. Mit Linux kann man hingegen beruhigt die Festplatte l\u00f6schen und erh\u00e4lt ein modernes, sicheres Betriebssystem, das \u00fcber viele Jahre regelm\u00e4\u00dfig gewartet wird. Und Office &amp; Co. sind ohnehin kostenlos dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr meine kleine Testreihe wollte ich die Ausgangssituation besonders &#8222;ung\u00fcnstig&#8220; gestalten: <strong>Nur 4 GB Arbeitsspeicher<\/strong> auf einem Mac-Mini <strong>von 2014<\/strong>. Dieses 12 Jahre alte Ger\u00e4t nutze ich seit einigen Monaten f\u00fcr Homeserver-Aufgaben mit ZimaOS. Damit sich der Test-Aufwand in Grenzen h\u00e4lt, habe ich die virtuelle Maschine von ZimaOS genutzt (wodurch mir nur noch ca. 3,8 GB f\u00fcr das Linux-System zur Verf\u00fcgung standen).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"749\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf5-1024x749.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3376\" style=\"width:554px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf5-1024x749.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf5-300x219.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf5-768x562.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf5.jpg 1102w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zielsetzung: 4 GB Arbeitsspeicher sind genug<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Linux-Distributionen wurden jeweils vollst\u00e4ndig installiert, also nicht einfach das Live-ISO getestet. Das virtuelle Speichermedium erhielt eine Gr\u00f6\u00dfe von 20 bis 40 GB, entsprechend wurden meist Swap-Dateien von 3 &#8211; 4 GB angelegt. Durch diese Auslagerungsm\u00f6glichkeit erh\u00e4lt man gewisserma\u00dfen noch ein wenig mehr Arbeitsspeicher (auf Z-Ram wurde allerdings verzichtet).<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dieser knappen Bedingungen war die Zielsetzung, dass f\u00fcr typische Office-Vorhaben alles fl\u00fcssig l\u00e4uft. Die Anwendungen sollten sich m\u00f6glichst direkt oder mit einer sehr geringen Verz\u00f6gerung beim Klick \u00f6ffnen. Im Browser sollte man acht bis zehn Tabs mit \u00fcppigem Content \u00f6ffnen k\u00f6nnen, ohne andere Programme in die Knie zu zwingen. Die Programme von LibreOffice sollten problemlos nutzbar sein. PDF-Dateien mit mehreren hundert Seiten sollten fl\u00fcssig scrollbar sein. Dazu kam die Einbindung von Laufwerken im Heimnetz mit gr\u00f6\u00dferen Fotoarchiven. Auch hier sollte sich alles m\u00f6glichst rasch \u00f6ffnen und anzeigen lassen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"721\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf6-1024x721.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3377\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf6-1024x721.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf6-300x211.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf6-768x541.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf6-1140x803.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf6.jpg 1230w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Klar, Wunder kann man bei 4 GB Arbeitsspeicher nicht erwarten. Auf Video-Bearbeitung habe ich verzichtet und auch nicht f\u00fcnf gro\u00dfe Anwendungen parallel bedient. Aber wenn die genannten Bedingungen einigerma\u00dfen erf\u00fcllt werden, sollte man mit dem System im Alltag recht gut arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">XFCE &#8211; Champion im Mittelgewicht<\/h2>\n\n\n\n<p>Genau genommen muss man zwischen dem eigentlichen Linux-Kern, der darauf basierenden Distribution und der Oberfl\u00e4che, dem Desktop, unterscheiden. Aber ich m\u00f6chte es nicht zu kompliziert machen. F\u00fcr den Anwender steht meist im Mittelpunkt, welche M\u00f6glichkeiten der Desktop hat. Aus einer Reihe von Gr\u00fcnden habe ich mich hier f\u00fcr die Variante &#8222;XFCE&#8220; entschieden. Es gibt Desktops, die noch weniger Ressourcen ben\u00f6tigen. Diese fangen aber rasch an, &#8222;d\u00fcrr&#8220; oder altbacken auszusehen. Ein Beispiel w\u00e4re  die Oberfl\u00e4che von Raspberry Pi OS (obwohl man die mit Twister auch &#8222;in sch\u00f6n&#8220; haben k\u00f6nnte):<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"562\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf7-1024x562.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3378\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf7-1024x562.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf7-300x165.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf7-768x422.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf7-1140x626.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf7.jpg 1344w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Oder das Bedienkonzept weicht zu stark von Windows ab (z. B. Fluxbox). Auf der anderen Seite stehen die &#8222;h\u00fcbschen&#8220; Desktops wie z. B. KDE Plasma. Gut, wenn man st\u00e4rkere Hardware nutzt. Aber solche Desktops ben\u00f6tigen gerne mal bereits beim Start die H\u00e4lfte unseres schmalen Arbeitsspeichers, ohne dass eine Anwendung gestartet wurde.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"552\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf8-1024x552.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3379\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf8-1024x552.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf8-300x162.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf8-768x414.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf8-1140x615.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf8.jpg 1439w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>XFCE wirkt \u00fcbersichtlich und klar, ohne gro\u00dfe Spielereien am Design. Daf\u00fcr gibt es unz\u00e4hlige Einstellungen, mit denen man das System nach eigenen W\u00fcnschen optimieren kann (z. B. mit einer zweiten Taskleiste oben). Meist liefern die Distros, die haupts\u00e4chlich auf XFCE setzen, auch gleich einen ganzen Schwung n\u00fctzlicher Tools im Gep\u00e4ck.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf10-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3382\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf10-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf10-300x169.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf10-768x432.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf10-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf10-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf10-1140x641.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die drei folgenden Distributionen haben die Voraussetzungen f\u00fcr einen ressourcenschonenden und dennoch flotten Einsatz von Office-Anwendungen erf\u00fcllt. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Favoriten<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">MX Linux: Das Nerdige<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf13-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3388\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf13-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf13-300x169.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf13-768x432.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf13-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf13-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf13-1140x641.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Artikelserie zum <strong>verschl\u00fcsselten Linux-Stick<\/strong> habe ich <strong>MX Linux<\/strong> bereits ausf\u00fchrlich vorgestellt. Flink, zuverl\u00e4ssig und seit Jahren bew\u00e4hrt hat es eine gro\u00dfe Fan-Gemeinde hinter sich versammelt. XFCE ist der bevorzugte Desktop dieser Distro. L\u00e4uft sehr rund auf \u00e4lterer Hardware. Seine St\u00e4rke sind die &#8222;MX-Werkzeuge&#8220;:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"887\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf14-887x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3389\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf14-887x1024.jpg 887w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf14-260x300.jpg 260w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf14-768x887.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf14.jpg 935w\" sizes=\"auto, (max-width: 887px) 100vw, 887px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Tools k\u00f6nnen sich als n\u00fctzlich erweisen, sofern man sich mit Linux bereits gut auskennt. So sorgt etwa der Benutzermanager mit vielen Einzelheiten daf\u00fcr, dass jeder die genau passenden Rechte erh\u00e4lt. Mit Boot-Repair erspart man sich das Terminal usw. Auch die allgemeine Software-Ausstattung, die direkt nach der Installation vorhanden ist, macht einen guten Eindruck. In Kauf nehmen muss man ein etwas mittelpr\u00e4chtiges Design. Funktional, aber nicht besonders beeindruckend. F\u00fcr viele stimmt das so. Wer eher nicht der &#8222;Technik-Nerd&#8220; ist, den sprechen aber eventuell die beiden n\u00e4chsten Distros etwas mehr an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Linux Lite: Die Bem\u00fchte<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"565\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf11-1024x565.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3385\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf11-1024x565.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf11-300x166.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf11-768x424.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf11-1536x848.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf11-2048x1130.jpg 2048w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf11-1140x629.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die Feder zeigt es an: <strong><a href=\"https:\/\/www.linuxliteos.com\/de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.linuxliteos.com\/de\/\">Linux Lite<\/a><\/strong> m\u00f6chte den Eindruck einer besonders &#8222;leichten&#8220; Distribution erwecken. Allerdings gibt es bei der Geschwindigkeit und dem Ressourcenverbrauch kaum Unterschiede zu den anderen XFCE-Kandidaten. Schon eher trifft es zu, dass Linux Lite es Windows-Umsteiger:innen besonders &#8222;leicht&#8220; machen m\u00f6chte. Dies geschieht in Form vieler kleiner &#8222;Einstellungs-H\u00e4ppchen&#8220;. Die sind tats\u00e4chlich nicht schlecht, denn jedes Mini-Modul bietet ausgew\u00e4hlte Einstellungen an, sodass nicht in einem Dickicht von Optionen gesucht werden muss:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf12-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3386\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf12-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf12-300x199.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf12-768x508.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf12-1536x1017.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf12-1140x755.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf12-500x330.jpg 500w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf12.jpg 1798w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Spezielle Men\u00fcs dienen der Entr\u00fcmpelung oder halten das System sauber. Dazu kommen Hilfestellungen an vielen Stellen, ein ausf\u00fchrliches Wiki und noch einige Dinge mehr. Der Anwender soll nach M\u00f6glichkeit nicht zum Terminal greifen m\u00fcssen. Beispielsweise k\u00f6nnen Samba oder Docker per Mausklick installiert werden. Allerdings ist es fast schon ein wenig zu viel des Guten. Auch sind viele Men\u00fcpunkte nur in englischer Sprache vorhanden. Dies alles sind aber keine gro\u00dfen Minuspunkte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Linux Mint XFCE: Der Komfortable<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf16-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3390\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf16-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf16-300x169.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf16-768x432.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf16-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf16-1140x641.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf16.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Ich gebe es zu: Ich bin voreingenommen. Da auf meinem Hauptrechner bereits Linux Mint mit Cinnamon l\u00e4uft, ist mir die schlanke <strong><a href=\"https:\/\/linuxmint.com\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/linuxmint.com\">XFCE-Ausgabe <\/a><\/strong>sofort vertraut. Sie begn\u00fcgt sich beim Start mit etwas mehr als 800 MB des k\u00e4rglichen Arbeitsspeichers und stellt so noch etwa 3 GB den Programmen zur Verf\u00fcgung. Die gewohnten Anwendungen sind sofort nach der Installation vorhanden, man f\u00fchlt sich einfach gut aufgehoben.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf17-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3391\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf17-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf17-300x169.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf17-768x432.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf17-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf17-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf17-1140x641.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Kleine \u00c4nderungen w\u00fcrde ich dennoch vornehmen. XFCE bringt als Dateimanager Thunar mit, der ist auch soweit gut. Aber Nemo halte ich einfach f\u00fcr besser und w\u00fcrde daher diesen Filemanager zus\u00e4tzlich installieren. Firefox l\u00e4uft gut, aber viele Tabs mit &#8222;schwerem&#8220; Content belegen zun\u00e4chst den Arbeitsspeicher. Der wird zwar freigegeben, wenn es eng wird, aber hier finde ich Brave besser. Dieser Browser geht mit dem Speicher schonender um. Muss man nicht installieren, aber ein Vergleich k\u00f6nnte sich lohnen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf19.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"620\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf19-1024x620.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3394\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf19-1024x620.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf19-300x182.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf19-768x465.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf19-1140x691.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xf19.jpg 1251w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Zum Abschluss ein kurzes Video, damit man einen Eindruck von der Arbeitsgeschwindigkeit erh\u00e4lt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/xfgeschwindigkeit.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meiner Artikelserie &#8222;Das 25-Euro-NAS&#8220; habe ich bereits gezeigt, dass man sich f\u00fcr kleine M\u00fcnze einen passablen Homeserver mit vielen M\u00f6glichkeiten einrichten kann. Doch mit dem richtigen Linux-Ausgangssystem kann im Office-Bereich sogar mit einfachen Ger\u00e4ten erstaunlich gut gearbeitet werden. Das erfordert auch keine Bastelei: Linux \u00fcberspielen und starten. Fertig. Sofort Dokumente bearbeiten, auf Fotoarchive zugreifen, zehn Tabs im Browser \u00f6ffnen &#8211; klappt. Basis ist ein Mini-PC oder Thin Client, sodass der zus\u00e4tzliche Rechner v\u00f6llig unauff\u00e4llig hinter dem Monitor platziert werden kann. Die Vorteile eines Linux-Zweitrechners Allgemein gilt f\u00fcr &#8222;unauff\u00e4llige&#8220; Zweitrechner, dass sie ausgesprochen n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen: Der Haupt-PC f\u00e4llt aus? Es kann ohne Zeitverlust weitergearbeitet werden. Ein Reparatur-Stick muss erstellt werden, um die Daten auf PC Nr. 1 auszulesen? Kleinigkeit. Man darf oft Besucher begr\u00fc\u00dfen? Ein Desktop-PC im G\u00e4stezimmer erleichtert Tourplanung und Zugriff auf Cloud-Dokumente. In die Esszimmerecke passt noch ein kleiner Monitor? Dann muss f\u00fcr das Nachschauen des Bankkontos, den Blick in die Regionalzeitung oder die rasche Bestellung beim Online-H\u00e4ndler nicht das Arbeitszimmer im zweiten Stock aufgesucht werden. Dass &#8222;der Kleine&#8220; mit Linux l\u00e4uft, davon wird auch ein langj\u00e4hriger Windows-Anwender wenig merken. Ein Browser sieht wie ein Browser aus, ein Kalender wie ein Kalender, ein &#8230; usw. Hinzu kommt: Wer aktuell noch mit Windows oder MacOS arbeitet und erst einmal schauen m\u00f6chte, ob Linux wirklich f\u00fcr ihn problemlos nutzbar ist, ist mit einem solchen Ger\u00e4t gut bedient. Ein USB-Live-Stick taugt nicht f\u00fcr einen intensiveren Test. Alte Notebooks aus dem Keller zum Ausprobieren hat nicht jeder zur Verf\u00fcgung. Und Linux als Dual-Boot neben Windows zu betreiben, kann schnell umst\u00e4ndlich werden. Nebenbei: Man muss an den Linux-PC nicht sofort einen Monitor anschlie\u00dfen. Mit Remote-Software wie etwa RustDesk kann man vom gewohnten Windows-PC darauf zugreifen. Ein g\u00fcnstiger Thin Client ist eine gute Wahl Die \u00fcberholten Thin Clients, die z. B. auf ebay in gro\u00dfen St\u00fcckzahlen angeboten werden, gen\u00fcgen in der Regel f\u00fcr Office-Anwendungen. H\u00e4ndler kaufen die Ger\u00e4te von Unternehmen auf und bieten sie zu kleinen Preisen an. Aus meiner Sicht erh\u00e4lt man damit zuverl\u00e4ssigere Hardware, als wenn man sich via Ali Dingsda einen &#8222;schicken&#8220; &#8211; billigen &#8211; Mini-PC zuschicken l\u00e4sst, dessen Komponenten zusammengest\u00fcckelt sind. Aber das mag jeder f\u00fcr sich entscheiden. Jedenfalls beginnen die Preise f\u00fcr die erw\u00e4hnten Thin Clients bei ca. 50 Euro f\u00fcr 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB SSD. 8 GB Arbeitsspeicher mit 256 GB kann man f\u00fcr unter 100 Euro erhalten. Hier ein aktuelle Beispiel: Das w\u00e4ren mit Rabatt also 89 Euro mit kostenlosem Versand, kostenloser R\u00fcckgabe und Gew\u00e4hrleistung f\u00fcr 8 GB Arbeitsspeicher mit 256 GB SSD. Gerade bei solchen Ger\u00e4ten hat Linux einen gro\u00dfen Vorteil: Oft wird mit vorinstalliertem Windows 11 geworben. Es ist aber f\u00fcr K\u00e4ufer nur schwer einzusch\u00e4tzen, ob es sich um eine &#8222;vollst\u00e4ndige&#8220; Lizenz handelt, die alle Updates erh\u00e4lt. Mit Linux kann man hingegen beruhigt die Festplatte l\u00f6schen und erh\u00e4lt ein modernes, sicheres Betriebssystem, das \u00fcber viele Jahre regelm\u00e4\u00dfig gewartet wird. Und Office &amp; Co. sind ohnehin kostenlos dabei. F\u00fcr meine kleine Testreihe wollte ich die Ausgangssituation besonders &#8222;ung\u00fcnstig&#8220; gestalten: Nur 4 GB Arbeitsspeicher auf einem Mac-Mini von 2014. Dieses 12 Jahre alte Ger\u00e4t nutze ich seit einigen Monaten f\u00fcr Homeserver-Aufgaben mit ZimaOS. Damit sich der Test-Aufwand in Grenzen h\u00e4lt, habe ich die virtuelle Maschine von ZimaOS genutzt (wodurch mir nur noch ca. 3,8 GB f\u00fcr das Linux-System zur Verf\u00fcgung standen). Zielsetzung: 4 GB Arbeitsspeicher sind genug Die Linux-Distributionen wurden jeweils vollst\u00e4ndig installiert, also nicht einfach das Live-ISO getestet. Das virtuelle Speichermedium erhielt eine Gr\u00f6\u00dfe von 20 bis 40 GB, entsprechend wurden meist Swap-Dateien von 3 &#8211; 4 GB angelegt. Durch diese Auslagerungsm\u00f6glichkeit erh\u00e4lt man gewisserma\u00dfen noch ein wenig mehr Arbeitsspeicher (auf Z-Ram wurde allerdings verzichtet). Trotz dieser knappen Bedingungen war die Zielsetzung, dass f\u00fcr typische Office-Vorhaben alles fl\u00fcssig l\u00e4uft. Die Anwendungen sollten sich m\u00f6glichst direkt oder mit einer sehr geringen Verz\u00f6gerung beim Klick \u00f6ffnen. Im Browser sollte man acht bis zehn Tabs mit \u00fcppigem Content \u00f6ffnen k\u00f6nnen, ohne andere Programme in die Knie zu zwingen. Die Programme von LibreOffice sollten problemlos nutzbar sein. PDF-Dateien mit mehreren hundert Seiten sollten fl\u00fcssig scrollbar sein. Dazu kam die Einbindung von Laufwerken im Heimnetz mit gr\u00f6\u00dferen Fotoarchiven. Auch hier sollte sich alles m\u00f6glichst rasch \u00f6ffnen und anzeigen lassen. Klar, Wunder kann man bei 4 GB Arbeitsspeicher nicht erwarten. Auf Video-Bearbeitung habe ich verzichtet und auch nicht f\u00fcnf gro\u00dfe Anwendungen parallel bedient. Aber wenn die genannten Bedingungen einigerma\u00dfen erf\u00fcllt werden, sollte man mit dem System im Alltag recht gut arbeiten k\u00f6nnen. XFCE &#8211; Champion im Mittelgewicht Genau genommen muss man zwischen dem eigentlichen Linux-Kern, der darauf basierenden Distribution und der Oberfl\u00e4che, dem Desktop, unterscheiden. Aber ich m\u00f6chte es nicht zu kompliziert machen. F\u00fcr den Anwender steht meist im Mittelpunkt, welche M\u00f6glichkeiten der Desktop hat. Aus einer Reihe von Gr\u00fcnden habe ich mich hier f\u00fcr die Variante &#8222;XFCE&#8220; entschieden. Es gibt Desktops, die noch weniger Ressourcen ben\u00f6tigen. Diese fangen aber rasch an, &#8222;d\u00fcrr&#8220; oder altbacken auszusehen. Ein Beispiel w\u00e4re die Oberfl\u00e4che von Raspberry Pi OS (obwohl man die mit Twister auch &#8222;in sch\u00f6n&#8220; haben k\u00f6nnte): Oder das Bedienkonzept weicht zu stark von Windows ab (z. B. Fluxbox). Auf der anderen Seite stehen die &#8222;h\u00fcbschen&#8220; Desktops wie z. B. KDE Plasma. Gut, wenn man st\u00e4rkere Hardware nutzt. Aber solche Desktops ben\u00f6tigen gerne mal bereits beim Start die H\u00e4lfte unseres schmalen Arbeitsspeichers, ohne dass eine Anwendung gestartet wurde. XFCE wirkt \u00fcbersichtlich und klar, ohne gro\u00dfe Spielereien am Design. Daf\u00fcr gibt es unz\u00e4hlige Einstellungen, mit denen man das System nach eigenen W\u00fcnschen optimieren kann (z. B. mit einer zweiten Taskleiste oben). Meist liefern die Distros, die haupts\u00e4chlich auf XFCE setzen, auch gleich einen ganzen Schwung n\u00fctzlicher Tools im Gep\u00e4ck. Die drei folgenden Distributionen haben die Voraussetzungen f\u00fcr einen ressourcenschonenden und dennoch flotten Einsatz von Office-Anwendungen erf\u00fcllt. Die Favoriten MX Linux: Das Nerdige In der Artikelserie zum verschl\u00fcsselten Linux-Stick habe ich MX Linux bereits ausf\u00fchrlich vorgestellt. Flink, zuverl\u00e4ssig und seit Jahren bew\u00e4hrt hat es eine gro\u00dfe Fan-Gemeinde hinter sich versammelt. XFCE ist der bevorzugte Desktop dieser Distro. L\u00e4uft sehr rund auf \u00e4lterer Hardware. Seine St\u00e4rke sind die &#8222;MX-Werkzeuge&#8220;: Diese Tools k\u00f6nnen sich als n\u00fctzlich erweisen, sofern man sich mit Linux bereits gut auskennt. So sorgt etwa der Benutzermanager mit vielen Einzelheiten daf\u00fcr, dass jeder die genau passenden Rechte erh\u00e4lt. Mit Boot-Repair erspart man sich das Terminal usw. Auch die allgemeine Software-Ausstattung, die direkt nach der Installation vorhanden ist, macht einen guten Eindruck. In Kauf nehmen muss man ein etwas mittelpr\u00e4chtiges Design. Funktional, aber nicht besonders beeindruckend. F\u00fcr viele stimmt das so. Wer eher nicht der &#8222;Technik-Nerd&#8220; ist, den sprechen aber eventuell die beiden n\u00e4chsten Distros etwas mehr an. Linux Lite: Die Bem\u00fchte Die Feder zeigt es an: Linux Lite m\u00f6chte den Eindruck einer besonders &#8222;leichten&#8220; Distribution erwecken. Allerdings gibt es bei der Geschwindigkeit und dem Ressourcenverbrauch kaum Unterschiede zu den anderen XFCE-Kandidaten. Schon eher trifft es zu, dass Linux Lite es Windows-Umsteiger:innen besonders &#8222;leicht&#8220; machen m\u00f6chte. Dies geschieht in Form vieler kleiner &#8222;Einstellungs-H\u00e4ppchen&#8220;. Die sind tats\u00e4chlich nicht schlecht, denn jedes Mini-Modul bietet ausgew\u00e4hlte Einstellungen an, sodass nicht in einem Dickicht von Optionen gesucht werden muss: Spezielle Men\u00fcs dienen der Entr\u00fcmpelung oder halten das System sauber. Dazu kommen Hilfestellungen an vielen Stellen, ein ausf\u00fchrliches Wiki und noch einige Dinge mehr. Der Anwender soll nach M\u00f6glichkeit nicht zum Terminal greifen m\u00fcssen. Beispielsweise k\u00f6nnen Samba oder Docker per Mausklick installiert werden. Allerdings ist es fast schon ein wenig zu viel des Guten. Auch sind viele Men\u00fcpunkte nur in englischer Sprache vorhanden. Dies alles sind aber keine gro\u00dfen Minuspunkte. Linux Mint XFCE: Der Komfortable Ich gebe es zu: Ich bin voreingenommen. Da auf meinem Hauptrechner bereits Linux Mint mit Cinnamon l\u00e4uft, ist mir die schlanke XFCE-Ausgabe sofort vertraut. Sie begn\u00fcgt sich beim Start mit etwas mehr als 800 MB des k\u00e4rglichen Arbeitsspeichers und stellt so noch etwa 3 GB den Programmen zur Verf\u00fcgung. Die gewohnten Anwendungen sind sofort nach der Installation vorhanden, man f\u00fchlt sich einfach gut aufgehoben. Kleine \u00c4nderungen w\u00fcrde ich dennoch vornehmen. XFCE bringt als Dateimanager Thunar mit, der ist auch soweit gut. Aber Nemo halte ich einfach f\u00fcr besser und w\u00fcrde daher diesen Filemanager zus\u00e4tzlich installieren. Firefox l\u00e4uft gut, aber viele Tabs mit &#8222;schwerem&#8220; Content belegen zun\u00e4chst den Arbeitsspeicher. Der wird zwar freigegeben, wenn es eng wird, aber hier finde ich Brave besser. Dieser Browser geht mit dem Speicher schonender um. Muss man nicht installieren, aber ein Vergleich k\u00f6nnte sich lohnen. 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