{"id":3270,"date":"2026-03-12T20:02:32","date_gmt":"2026-03-12T19:02:32","guid":{"rendered":"https:\/\/digital-cleaning.de\/?p=3270"},"modified":"2026-03-17T01:17:05","modified_gmt":"2026-03-17T00:17:05","slug":"ein-verschluesselter-linux-stick-fuer-die-arbeit-unterwegs-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/ein-verschluesselter-linux-stick-fuer-die-arbeit-unterwegs-teil-1\/","title":{"rendered":"Ein verschl\u00fcsselter Linux-Stick f\u00fcr die Arbeit unterwegs &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"159\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick6-1024x159.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3271\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick6-1024x159.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick6-300x47.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick6-768x119.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick6-1536x239.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick6-1140x177.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick6.jpg 2001w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein USB-Stick mit einer vollst\u00e4ndigen Linux-Arbeitsumgebung und starker Verschl\u00fcsselung ist eine feine Sache, wenn man an unterschiedlichen Orten arbeitet, viel unterwegs ist oder seine pers\u00f6nlichen Dokumente und Fotos getrennt vom Arbeitsnotebook bearbeiten m\u00f6chte. Dazu kommt, dass man seinen privaten Arbeitsplatz mit Anwendungen und Tools ganz individuell einrichten kann &#8211; und an jedem Ort oder Computer sofort seine gewohnte Umgebung zur Verf\u00fcgung hat, sobald man von diesem Stick bootet. Alle \u00c4nderungen und Erg\u00e4nzungen bleiben erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer wichtiger Punkt: Man ist nicht von Cloud-Anwendungen abh\u00e4ngig und kann ohne Unterbrechung arbeiten, auch wenn der Zug gerade irgendwelche T\u00e4ler oder Schluchten durchf\u00e4hrt. Trotzdem kann man sich nat\u00fcrlich eine Cloud-Synchronisation einrichten &#8211; die Aktualisierungen werden von den entsprechenden Tools eben dann vorgenommen, wenn es wieder eine Internetverbindung gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch mehr: Wenn man zu Hause einen kleinen Homeserver betreibt, so kann man auf die dortigen Daten auch von dem Stick aus zugreifen. In meinem Fall habe ich alle Dokumente digitalisiert in Paperless-ngx auf meinem kleinen Raspberry Pi zu Hause. Per VPN-Verbindung kann ich trotzdem zu jeder Zeit auf die Unterlagen zugreifen. Gleiches gilt f\u00fcr Laufwerke im heimischen Netzwerk.<\/p>\n\n\n\n<p>Und noch mehr: Neben Office-Programmen, Webanwendungen, Fotoverwaltung, Audiobearbeitung, Backup-Programmen usw. bringt der Stick auch einen Werkzeugkoffer f\u00fcr PC-Notf\u00e4lle mit. Boot-Probleme am PC eines Kollegen oder die Datenrettung von Speichermedien k\u00f6nnen in vielen F\u00e4llen mit den Tools behoben werden, die das System mitbringt. Zusammen mit einem klaren Design erh\u00e4lt man so eine ausgesprochen n\u00fctzliche Arbeitsumgebung f\u00fcr den Alltag.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick5-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3274\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick5-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick5-300x169.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick5-768x432.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick5-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick5-1140x641.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick5.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Alles im Blick mit einem \u00fcbersichtlichen Design.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Moment! Ein USB-Stick ist doch langsam &#8211; und er kann verloren gehen!<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sticks mit schnellerem Innenleben<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele denken bei dem Wort &#8222;USB-Stick&#8220; an die Ger\u00e4te, die man als Werbegeschenk erh\u00e4lt oder f\u00fcr ein paar Euro auf den Grabbeltischen der Computerm\u00e4rkte erh\u00e4lt. Die sind allerdings langsam und eignen sich schon gar nicht f\u00fcr einen Dauerbetrieb. Vor allem: Die darin eingebaute Technologie stammt &#8211; bildlich gesprochen &#8211; aus der Steinzeit. Richtig gute USB-Sticks unterscheiden sich nicht im \u00c4u\u00dferen &#8211; innen sind aber vollkommen andere Komponenten verbaut. Nicht jeder schnelle USB-Stick ist technisch mit einer SSD gleichzusetzen; hochwertige Modelle nutzen aber \u00e4hnliche Controller- und Flash-Mechanismen wie SSDs (Wear-Leveling, Garbage Collection, DRAM-Cache, SSD-Controller usw.). Diese Sticks erreichen derart hohe Geschwindigkeiten \u00fcber die g\u00e4ngigen USB 3.x-Ports, dass man bei vielen Programmen kaum einen Unterschied zu einer eingebauten SSD bemerkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tests habe ich mit zwei Sticks durchgef\u00fchrt, die ich ohnehin in meiner Schublade liegen habe. Jeweils 256 GB Speicher: Amazon Basics f\u00fcr aktuell ca. 27 Euro und SanDisk Extreme PRO 3.2 f\u00fcr ca. 55 Euro. Der g\u00fcnstigere Stick war v\u00f6llig ausreichend &#8211; ich konnte keinen wirklichen Unterschied zu dem von SanDisk feststellen. [1]<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"650\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick10-1024x650.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3280\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick10-1024x650.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick10-300x191.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick10-768x488.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick10-1140x724.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick10.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Diese USB-Sticks habe ich verwendet.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Aber wir gehen bei unserem Projekt noch einen Schritt weiter: Die Anwendungen werden w\u00e4hrend der Arbeit teilweise ins RAM geladen oder in einen Cache, dazu kommen Auslagerungsbereiche (Swap), falls RAM mal knapp wird. So kann ausgesprochen fl\u00fcssig und stabil mit dem System gearbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Tests habe ich mit einem \u00e4lteren und einfachen HP-Notebook durchgef\u00fchrt, das \u00fcber 8 GB Arbeitsspeicher verf\u00fcgt &#8211; alles lief durchweg fl\u00fcssig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was passiert, wenn der Stick verloren geht?<\/h3>\n\n\n\n<p>Eigentlich sind das zwei unterschiedliche Fragestellungen. Die erste bezieht sich auf das Thema, dass mit Verlust des Sticks &#8222;die Daten weg sind&#8220;. Ja, wenn man so gar kein Backup macht, dann sind die Dokumente wirklich weg. Aber auch daran ist gedacht. Auf den Stick werden wir Sync-Anwendungen aufnehmen, die f\u00fcr ein &#8211; verschl\u00fcsseltes &#8211; Backup auf einem anderen Ger\u00e4t, dem Homeserver oder der Cloud vornehmen. Also: Wichtige Daten sollten so auch bei Verlust der Hardware erhalten bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Fragestellung ist eine andere: Wenn jemand den Stick in seinen Computer steckt &#8211; sieht er dann all meine privaten Daten? Lehrer:innen k\u00f6nnen ein Lied von vergessenen USB-Sticks singen. Kaum ein Sch\u00fcler kann der Versuchung widerstehen, aus reiner Neugier da mal einen Blick drauf zu werfen. In diesem Fall hat er allerdings Pech &#8211; selbst wenn er ein Mathe-Genie sein sollte oder Informatik studiert. Denn bei dem Stick kommt die Linux-Standardverschl\u00fcsselung LUKS zum Einsatz. Diese gilt als sehr sicher f\u00fcr Datentr\u00e4ger, sofern man eine entsprechende Passwortl\u00e4nge einsetzt (also nicht einfach &#8222;a&#8220; als Passwort nehmen). Und die Verschl\u00fcsselung gilt f\u00fcr &#8222;ruhende&#8220; Daten. Solange das verschl\u00fcsselte Laufwerk bereits entsperrt und das System aktiv ist, k\u00f6nnen lokale Zugriffe auf die Daten m\u00f6glich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit anderen Worten: Ein verlorener Stick ist sicher \u00e4rgerlich, aber ohne Passwort sind die Daten f\u00fcr Finder in der Praxis in der Regel nicht zug\u00e4nglich. [2]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ist die Einrichtung kompliziert?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich werde ein Verfahren beschreiben, das recht einfach ist. Allerdings: Vom Himmel f\u00e4llt der Stick auch nicht. F\u00fcr die Erst-Installation ben\u00f6tigt man auch einen zweiten Stick, der kann aber preisg\u00fcnstig und klein sein (und nach der Installation f\u00fcr andere Zwecke genutzt werden). <\/p>\n\n\n\n<p>Man muss auf ein paar Dinge achten und vielleicht 30 Minuten Zeiteinsatz einplanen. Dann l\u00e4uft das System mit seiner Grundausstattung. Hinzu kommt Zeit, wenn man zus\u00e4tzliche Programme installieren, das Backup seinen eigenen Bed\u00fcrfnissen anpassen oder optische &#8222;Versch\u00f6nerungen&#8220; konfigurieren m\u00f6chte. Aber das macht man ja nur am Anfang bzw. hin und wieder, wenn man mal was \u00e4ndern oder erg\u00e4nzen will.<\/p>\n\n\n\n<p>Worauf ich besonders geachtet habe: W\u00e4hrend der Installation wird nichts an Ihrem eigentlichen Ger\u00e4t ver\u00e4ndert. Es werden also beispielsweise keine Daten auf das Hauptspeichermedium geschrieben oder \u00c4nderungen am Bootloader vorgenommen. Windows wird danach wie gewohnt von Ihrem PC oder Notebook starten. Damit kommen wir zum eigentlichen Linux-System: MX Linux.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">MX Linux bildet die Grundlage f\u00fcr den Stick<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum ausgerechnet MX Linux?<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben den bekannten Linux-Distros wie Ubuntu oder Linux Mint wirkt MX Linux eher schlicht und funktional. Das muss &#8211; gerade f\u00fcr ein Arbeitsger\u00e4t &#8211; kein Nachteil sein. Wichtiger noch: MX Linux ist vollgepackt mit Besonderheiten, auf die ich noch zu sprechen komme.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick7-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3275\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick7-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick7-300x200.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick7-768x512.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick7-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick7-1140x760.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick7.jpg 1748w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>MX Linux hat alles, was man im Alltag ben\u00f6tigt.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Der Standarddesktop von MX Linux nennt sich &#8222;Xfce&#8220; und ben\u00f6tigt sehr wenig Systemressourcen, wodurch er auch f\u00fcr \u00e4ltere Ger\u00e4te ideal ist. Au\u00dferdem ist der Desktop sehr gut durchdacht und bietet viele Einstellungsm\u00f6glichkeiten. Trotzdem ist das nicht der entscheidende Grund, MX Linux zu nehmen. Denn z. B. kann ich auch meine Standard-Linux &#8211; Linux Mint &#8211; mit diesem leichten Desktop verwenden. Nein, der eigentliche Grund ist das Tool &#8222;MX Live USB Maker&#8220;, das eine besondere Art der Installation zul\u00e4sst.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"934\" height=\"398\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick8.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3277\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick8.jpg 934w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick8-300x128.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick8-768x327.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 934px) 100vw, 934px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Ein Tool f\u00fcr die problemlose Installation.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unproblematische Installation mit dem MX Live USB Maker<\/h3>\n\n\n\n<p>Linux-Systeme sind eigentlich f\u00fcr die Installation auf einem Hauptspeichermedium gedacht &#8211; also z. B. auf der im Computer verbauten SSD. Man kann nat\u00fcrlich w\u00e4hrend der Installation auch externe Medien angeben, also z. B.: &#8222;Installiere mir Linux-XYZ auf der USB-SSD&#8220;. Je nach Installer, die eine Linux-Distribution verwendet, kann es aber zu Problemen kommen: Gerade der Installer von Ubuntu, Linux Mint und anderen bekannten Distributionen schiebt den Bootloader trotzdem gerne auf das Hauptspeichermedium und nicht auf das externe Medium. Aber auch wenn man eine andere Distro verwendet, muss man sehr auf den Speicherort achten. Oder man klemmt f\u00fcr die Installation den Hauptspeicher ab oder macht diesen \u00fcber ein Partitionstool &#8222;unsichtbar&#8220; &#8211; alles nicht zu empfehlen, wenn man sich nicht sehr gut mit Linux-Installationen auskennt. Das USB-Maker-Tool ist darauf ausgelegt, das externe Medium zu verwenden, wodurch das Risiko unbeabsichtigter \u00c4nderungen am internen Datentr\u00e4ger sehr gering ist. [5]<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Problem erspart die Installation \u00fcber den MX Live USB Maker &#8211; denn dieses Tool k\u00fcmmert sich nur um das externe Speichermedium &#8211; also unseren USB-Stick &#8211; und nimmt eingebaute Medien gar nicht zur Kenntnis. Dazu nutzt das Tool ein Verfahren, das unter dem Namen &#8222;Persistenz&#8220; bekannt ist. Dazu mehr in Teil 2 der Serie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Installation von MX Linux auf dem Stick<\/h2>\n\n\n\n<p>MX Live USB Maker nimmt mehrere \u00c4nderungen in einem Rutsch auf dem Stick vor: Der Boot-Bereich wird erzeugt und mit dem Bootloader gef\u00fcllt, das MX Linux-System mit allen Anwendungen wird installiert und die Verschl\u00fcsselung eingerichtet (Passwortvergabe erfolgt sp\u00e4ter).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorbereitung von Installationsstick und Arbeitsstick<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den eigentlich Arbeitsstick gilt: Er sollte m\u00f6glichst &#8222;blank&#8220; sein und auch keine Partitionen enthalten. Zwar klappt die Installation oft auch, wenn dies nicht der Fall ist &#8211; es wird dann automatisch alles gel\u00f6scht &#8211; aber am besten ist es, wenn man einen sauberen\/leeren Stick verwendet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick9-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3279\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick9-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick9-300x212.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick9-768x543.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick9-1140x806.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick9.jpg 1236w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">1 = g\u00fcnstiger Installationsstick, 2 = Arbeitsstick<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Zun\u00e4chst aber muss ein Installationsstick vorbereitet werden. Dazu kann man auch einen preisg\u00fcnstigen\/langsamen Stick nehmen, den man noch in der Schublade hat. Es darauf nur das Ausgangssystem installiert werden. Nach der Erzeugung des eigentlichen Sticks ben\u00f6tigt man ihn nicht mehr. <\/p>\n\n\n\n<p>Von der <strong><a href=\"https:\/\/mxlinux.org\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/mxlinux.org\">MX Linux Homepage<\/a><\/strong> l\u00e4dt man die Image-Datei (ich habe die Variante mit &#8222;Advanced Hardware Support&#8220; genommen) und \u00fcberspielt diese auf den Installationsstick. Unter Windows haben sich daf\u00fcr <strong>balenaEtcher<\/strong> oder <a href=\"https:\/\/rufus.ie\/de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/rufus.ie\/de\/\"><strong>Rufus <\/strong><\/a>bew\u00e4hrt. Aufspielen, von Stick booten usw. &#8211; der Vorgang d\u00fcrfte hinl\u00e4nglich bekannt sein. [3] Man sieht den MX Linux Desktop vor sich und steckt erst jetzt den eigentlichen Arbeitsstick in einen zweiten USB-Steckplatz ein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die 33-Sekunden-Installation<\/h3>\n\n\n\n<p>Beim Start von MX Linux auf dem Installationsstick \u00f6ffnet sich automatisch ein Hilfefenster mit einem Men\u00fcpunkt &#8222;Tools&#8220;:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick11-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3281\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick11-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick11-300x169.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick11-768x432.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick11-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick11-1140x641.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick11.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Der MX Linux Desktop.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Darauf klicken und das zweite Tool ganz oben ausw\u00e4hlen: &#8222;MX Live USB Erzeugung&#8220; ausw\u00e4hlen. Anschlie\u00dfend folgende Einstellungen vornehmen:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick38.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"340\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick38-1024x340.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3323\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick38-1024x340.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick38-300x100.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick38-768x255.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick38-1140x378.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick38.jpg 1260w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Ein paar Klicks &#8211; und die Installation kann beginnen.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Hier w\u00e4hlt man den sp\u00e4teren Arbeitsstick aus &#8211; genau auf die Bezeichnung achten, damit das richtige Ziel ausgew\u00e4hlt wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Man ben\u00f6tigt nun <strong>kein Image<\/strong> mehr. Das Tool \u00fcbernimmt die Inhalte des Installationssticks. Falls als &#8222;Quelle&#8220; der Pfad nicht automatisch erscheint, so klickt man auf das Auswahlmen\u00fc und hangelt sich zum Verzeichnis &#8222;\/live\/boot-dev&#8220; vor (nur der Pfad soll in dem Feld erscheinen &#8211; es wird keine Datei ausgew\u00e4hlt). [4]<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;Vollst\u00e4ndig ausgestatteter Modus&#8220; aktivieren.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wichtig! &#8222;Verschl\u00fcsseln&#8220; aktivieren!<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Feld bei 100 % lassen (die 70 % im Screenshot hatte ich nur testweise eingestellt).<\/li>\n\n\n\n<li>Ankreuzen &#8222;eingeh\u00e4ngtes Live-Sytem klonen&#8220;.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Durch &#8222;Verschl\u00fcsseln&#8220; wird die oben beschriebene LUKS-Verschl\u00fcsselung auf den Arbeitsstick angewendet. <strong>Die Vergabe eines &#8211; starken &#8211; Passworts erfolgt sp\u00e4ter beim ersten Bootvorgang des neuen Sticks!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dann auf &#8222;Weiter&#8220; klicken und die Installation durchlaufen lassen. Bei mir war der Vorgang nach 33 Sekunden erledigt:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"386\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick13-1024x386.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3284\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick13-1024x386.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick13-300x113.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick13-768x290.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/stick13.jpg 1052w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Die Installation ist beendet.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Allerdings hatte ich die oben beschriebenen schnellen Sticks im Einsatz. Verwendet man langsamere Hardware oder gr\u00f6\u00dfere Speicher, so kann die Installation deutlich l\u00e4nger dauern. Wie auch immer: Die Installation vom MX Linux auf dem Arbeitsstick ist damit erledigt. Allerdings m\u00fcssen beim ersten Bootvorgang die Persistenz-Bereiche korrekt eingerichtet werden. Dazu mehr in Teil 2 der Serie.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>[1]<\/strong> Ich bin kein Hardware-Tester und m\u00f6chte auch keine Werbung f\u00fcr irgendwelche Marken machen. Da gibt es sicher noch zahlreiche andere Modelle, die die Bedingungen auch erf\u00fcllen oder sogar g\u00fcnstiger sind. Aber f\u00fcr meine Artikel nehme ich halt das, womit ich selbst arbeite.<br><strong>[2] <\/strong>Ob das irgendein Geheimdienst mit Quantencomputern in der Festung der Einsamkeit eventuell doch schaffen k\u00f6nnte &#8211; mag sein, aber sogar das halte ich f\u00fcr unwahrscheinlich. Aber hier geht es ja um den normalen Arbeitsalltag &#8211; da ist eher Ihr Passwort, das Sie auf einem Post-it-Zettel notieren die eigentliche Angriffsfl\u00e4che.<br><strong>[3] <\/strong>Falls man so etwas noch nie gemacht hat: Mit den Suchbegriffen  &#8222;USB Live Stick erstellen&#8220; findet man auf Videoplattformen Anleitungen in H\u00fclle und F\u00fclle.<br><strong>[4]<\/strong> So lautet der Pfad in der aktuellen MX Linux Version 25.1 &#8211; kann bei anderen Versionen etwas abweichen.<br><strong>[5]<\/strong> Ich formuliere hier mal vorsichtig, da ich nicht absch\u00e4tzen kann, ob es irgendeine Hardware-\/Boot-\/Konfigurationsvariante gibt, die dann doch ein Probleme macht. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verschl\u00fcsselter Linux Stick f\u00fcr die Arbeit unterwegs<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Teil 1: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/ein-verschluesselter-linux-stick-fuer-die-arbeit-unterwegs-teil-1\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/ein-verschluesselter-linux-stick-fuer-die-arbeit-unterwegs-teil-1\/\">Vorteile, Hintergrund, Installation<\/a><br>Teil 2: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/verschluesselter-linux-stick-teil-2-konfiguration\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/verschluesselter-linux-stick-teil-2-konfiguration\/\">Konfiguration, Persistenz, Verschl\u00fcsselung<\/a><br>Teil 3: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/verschluesselter-linux-stick-teil-3-das-matroschka-prinzip\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/verschluesselter-linux-stick-teil-3-das-matroschka-prinzip\/\">Das Matroschka-Prinzip<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein USB-Stick mit einer vollst\u00e4ndigen Linux-Arbeitsumgebung und starker Verschl\u00fcsselung ist eine feine Sache, wenn man an unterschiedlichen Orten arbeitet, viel unterwegs ist oder seine pers\u00f6nlichen Dokumente und Fotos getrennt vom Arbeitsnotebook bearbeiten m\u00f6chte. Dazu kommt, dass man seinen privaten Arbeitsplatz mit Anwendungen und Tools ganz individuell einrichten kann &#8211; und an jedem Ort oder Computer sofort seine gewohnte Umgebung zur Verf\u00fcgung hat, sobald man von diesem Stick bootet. Alle \u00c4nderungen und Erg\u00e4nzungen bleiben erhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt: Man ist nicht von Cloud-Anwendungen abh\u00e4ngig und kann ohne Unterbrechung arbeiten, auch wenn der Zug gerade irgendwelche T\u00e4ler oder Schluchten durchf\u00e4hrt. Trotzdem kann man sich nat\u00fcrlich eine Cloud-Synchronisation einrichten &#8211; die Aktualisierungen werden von den entsprechenden Tools eben dann vorgenommen, wenn es wieder eine Internetverbindung gibt. Noch mehr: Wenn man zu Hause einen kleinen Homeserver betreibt, so kann man auf die dortigen Daten auch von dem Stick aus zugreifen. In meinem Fall habe ich alle Dokumente digitalisiert in Paperless-ngx auf meinem kleinen Raspberry Pi zu Hause. Per VPN-Verbindung kann ich trotzdem zu jeder Zeit auf die Unterlagen zugreifen. Gleiches gilt f\u00fcr Laufwerke im heimischen Netzwerk. Und noch mehr: Neben Office-Programmen, Webanwendungen, Fotoverwaltung, Audiobearbeitung, Backup-Programmen usw. bringt der Stick auch einen Werkzeugkoffer f\u00fcr PC-Notf\u00e4lle mit. Boot-Probleme am PC eines Kollegen oder die Datenrettung von Speichermedien k\u00f6nnen in vielen F\u00e4llen mit den Tools behoben werden, die das System mitbringt. Zusammen mit einem klaren Design erh\u00e4lt man so eine ausgesprochen n\u00fctzliche Arbeitsumgebung f\u00fcr den Alltag. Moment! Ein USB-Stick ist doch langsam &#8211; und er kann verloren gehen! Sticks mit schnellerem Innenleben Viele denken bei dem Wort &#8222;USB-Stick&#8220; an die Ger\u00e4te, die man als Werbegeschenk erh\u00e4lt oder f\u00fcr ein paar Euro auf den Grabbeltischen der Computerm\u00e4rkte erh\u00e4lt. Die sind allerdings langsam und eignen sich schon gar nicht f\u00fcr einen Dauerbetrieb. Vor allem: Die darin eingebaute Technologie stammt &#8211; bildlich gesprochen &#8211; aus der Steinzeit. Richtig gute USB-Sticks unterscheiden sich nicht im \u00c4u\u00dferen &#8211; innen sind aber vollkommen andere Komponenten verbaut. Nicht jeder schnelle USB-Stick ist technisch mit einer SSD gleichzusetzen; hochwertige Modelle nutzen aber \u00e4hnliche Controller- und Flash-Mechanismen wie SSDs (Wear-Leveling, Garbage Collection, DRAM-Cache, SSD-Controller usw.). Diese Sticks erreichen derart hohe Geschwindigkeiten \u00fcber die g\u00e4ngigen USB 3.x-Ports, dass man bei vielen Programmen kaum einen Unterschied zu einer eingebauten SSD bemerkt. Die Tests habe ich mit zwei Sticks durchgef\u00fchrt, die ich ohnehin in meiner Schublade liegen habe. Jeweils 256 GB Speicher: Amazon Basics f\u00fcr aktuell ca. 27 Euro und SanDisk Extreme PRO 3.2 f\u00fcr ca. 55 Euro. Der g\u00fcnstigere Stick war v\u00f6llig ausreichend &#8211; ich konnte keinen wirklichen Unterschied zu dem von SanDisk feststellen. [1] Aber wir gehen bei unserem Projekt noch einen Schritt weiter: Die Anwendungen werden w\u00e4hrend der Arbeit teilweise ins RAM geladen oder in einen Cache, dazu kommen Auslagerungsbereiche (Swap), falls RAM mal knapp wird. So kann ausgesprochen fl\u00fcssig und stabil mit dem System gearbeitet werden. Meine Tests habe ich mit einem \u00e4lteren und einfachen HP-Notebook durchgef\u00fchrt, das \u00fcber 8 GB Arbeitsspeicher verf\u00fcgt &#8211; alles lief durchweg fl\u00fcssig. Was passiert, wenn der Stick verloren geht? Eigentlich sind das zwei unterschiedliche Fragestellungen. Die erste bezieht sich auf das Thema, dass mit Verlust des Sticks &#8222;die Daten weg sind&#8220;. Ja, wenn man so gar kein Backup macht, dann sind die Dokumente wirklich weg. Aber auch daran ist gedacht. Auf den Stick werden wir Sync-Anwendungen aufnehmen, die f\u00fcr ein &#8211; verschl\u00fcsseltes &#8211; Backup auf einem anderen Ger\u00e4t, dem Homeserver oder der Cloud vornehmen. Also: Wichtige Daten sollten so auch bei Verlust der Hardware erhalten bleiben. Die zweite Fragestellung ist eine andere: Wenn jemand den Stick in seinen Computer steckt &#8211; sieht er dann all meine privaten Daten? Lehrer:innen k\u00f6nnen ein Lied von vergessenen USB-Sticks singen. Kaum ein Sch\u00fcler kann der Versuchung widerstehen, aus reiner Neugier da mal einen Blick drauf zu werfen. In diesem Fall hat er allerdings Pech &#8211; selbst wenn er ein Mathe-Genie sein sollte oder Informatik studiert. Denn bei dem Stick kommt die Linux-Standardverschl\u00fcsselung LUKS zum Einsatz. Diese gilt als sehr sicher f\u00fcr Datentr\u00e4ger, sofern man eine entsprechende Passwortl\u00e4nge einsetzt (also nicht einfach &#8222;a&#8220; als Passwort nehmen). Und die Verschl\u00fcsselung gilt f\u00fcr &#8222;ruhende&#8220; Daten. Solange das verschl\u00fcsselte Laufwerk bereits entsperrt und das System aktiv ist, k\u00f6nnen lokale Zugriffe auf die Daten m\u00f6glich sein. Mit anderen Worten: Ein verlorener Stick ist sicher \u00e4rgerlich, aber ohne Passwort sind die Daten f\u00fcr Finder in der Praxis in der Regel nicht zug\u00e4nglich. [2] Ist die Einrichtung kompliziert? Ich werde ein Verfahren beschreiben, das recht einfach ist. Allerdings: Vom Himmel f\u00e4llt der Stick auch nicht. F\u00fcr die Erst-Installation ben\u00f6tigt man auch einen zweiten Stick, der kann aber preisg\u00fcnstig und klein sein (und nach der Installation f\u00fcr andere Zwecke genutzt werden). Man muss auf ein paar Dinge achten und vielleicht 30 Minuten Zeiteinsatz einplanen. Dann l\u00e4uft das System mit seiner Grundausstattung. Hinzu kommt Zeit, wenn man zus\u00e4tzliche Programme installieren, das Backup seinen eigenen Bed\u00fcrfnissen anpassen oder optische &#8222;Versch\u00f6nerungen&#8220; konfigurieren m\u00f6chte. Aber das macht man ja nur am Anfang bzw. hin und wieder, wenn man mal was \u00e4ndern oder erg\u00e4nzen will. Worauf ich besonders geachtet habe: W\u00e4hrend der Installation wird nichts an Ihrem eigentlichen Ger\u00e4t ver\u00e4ndert. Es werden also beispielsweise keine Daten auf das Hauptspeichermedium geschrieben oder \u00c4nderungen am Bootloader vorgenommen. Windows wird danach wie gewohnt von Ihrem PC oder Notebook starten. Damit kommen wir zum eigentlichen Linux-System: MX Linux. MX Linux bildet die Grundlage f\u00fcr den Stick Warum ausgerechnet MX Linux? Neben den bekannten Linux-Distros wie Ubuntu oder Linux Mint wirkt MX Linux eher schlicht und funktional. Das muss &#8211; gerade f\u00fcr ein Arbeitsger\u00e4t &#8211; kein Nachteil sein. Wichtiger noch: MX Linux ist vollgepackt mit Besonderheiten, auf die ich noch zu sprechen komme. Der Standarddesktop von MX Linux nennt sich &#8222;Xfce&#8220; und ben\u00f6tigt sehr wenig Systemressourcen, wodurch er auch f\u00fcr \u00e4ltere Ger\u00e4te ideal ist. Au\u00dferdem ist der Desktop sehr gut durchdacht und bietet viele Einstellungsm\u00f6glichkeiten. Trotzdem ist das nicht der entscheidende Grund, MX Linux zu nehmen. Denn z. B. kann ich auch meine Standard-Linux &#8211; Linux Mint &#8211; mit diesem leichten Desktop verwenden. Nein, der eigentliche Grund ist das Tool &#8222;MX Live USB Maker&#8220;, das eine besondere Art der Installation zul\u00e4sst. Unproblematische Installation mit dem MX Live USB Maker Linux-Systeme sind eigentlich f\u00fcr die Installation auf einem Hauptspeichermedium gedacht &#8211; also z. B. auf der im Computer verbauten SSD. Man kann nat\u00fcrlich w\u00e4hrend der Installation auch externe Medien angeben, also z. B.: &#8222;Installiere mir Linux-XYZ auf der USB-SSD&#8220;. Je nach Installer, die eine Linux-Distribution verwendet, kann es aber zu Problemen kommen: Gerade der Installer von Ubuntu, Linux Mint und anderen bekannten Distributionen schiebt den Bootloader trotzdem gerne auf das Hauptspeichermedium und nicht auf das externe Medium. Aber auch wenn man eine andere Distro verwendet, muss man sehr auf den Speicherort achten. Oder man klemmt f\u00fcr die Installation den Hauptspeicher ab oder macht diesen \u00fcber ein Partitionstool &#8222;unsichtbar&#8220; &#8211; alles nicht zu empfehlen, wenn man sich nicht sehr gut mit Linux-Installationen auskennt. Das USB-Maker-Tool ist darauf ausgelegt, das externe Medium zu verwenden, wodurch das Risiko unbeabsichtigter \u00c4nderungen am internen Datentr\u00e4ger sehr gering ist. [5] Dieses Problem erspart die Installation \u00fcber den MX Live USB Maker &#8211; denn dieses Tool k\u00fcmmert sich nur um das externe Speichermedium &#8211; also unseren USB-Stick &#8211; und nimmt eingebaute Medien gar nicht zur Kenntnis. Dazu nutzt das Tool ein Verfahren, das unter dem Namen &#8222;Persistenz&#8220; bekannt ist. Dazu mehr in Teil 2 der Serie. Die Installation von MX Linux auf dem Stick MX Live USB Maker nimmt mehrere \u00c4nderungen in einem Rutsch auf dem Stick vor: Der Boot-Bereich wird erzeugt und mit dem Bootloader gef\u00fcllt, das MX Linux-System mit allen Anwendungen wird installiert und die Verschl\u00fcsselung eingerichtet (Passwortvergabe erfolgt sp\u00e4ter). Vorbereitung von Installationsstick und Arbeitsstick F\u00fcr den eigentlich Arbeitsstick gilt: Er sollte m\u00f6glichst &#8222;blank&#8220; sein und auch keine Partitionen enthalten. Zwar klappt die Installation oft auch, wenn dies nicht der Fall ist &#8211; es wird dann automatisch alles gel\u00f6scht &#8211; aber am besten ist es, wenn man einen sauberen\/leeren Stick verwendet. Zun\u00e4chst aber muss ein Installationsstick vorbereitet werden. Dazu kann man auch einen preisg\u00fcnstigen\/langsamen Stick nehmen, den man noch in der Schublade hat. Es darauf nur das Ausgangssystem installiert werden. Nach der Erzeugung des eigentlichen Sticks ben\u00f6tigt man ihn nicht mehr. Von der MX Linux Homepage l\u00e4dt man die Image-Datei (ich habe die Variante mit &#8222;Advanced Hardware Support&#8220; genommen) und \u00fcberspielt diese auf den Installationsstick. Unter Windows haben sich daf\u00fcr balenaEtcher oder Rufus bew\u00e4hrt. Aufspielen, von Stick booten usw. &#8211; der Vorgang d\u00fcrfte hinl\u00e4nglich bekannt sein. [3] Man sieht den MX Linux Desktop vor sich und steckt erst jetzt den eigentlichen Arbeitsstick in einen zweiten USB-Steckplatz ein. Die 33-Sekunden-Installation Beim Start von MX Linux auf dem Installationsstick \u00f6ffnet sich automatisch ein Hilfefenster mit einem Men\u00fcpunkt &#8222;Tools&#8220;: Darauf klicken und das zweite Tool ganz oben ausw\u00e4hlen: &#8222;MX Live USB Erzeugung&#8220; ausw\u00e4hlen. Anschlie\u00dfend folgende Einstellungen vornehmen: Durch &#8222;Verschl\u00fcsseln&#8220; wird die oben beschriebene LUKS-Verschl\u00fcsselung auf den Arbeitsstick angewendet. Die Vergabe eines &#8211; starken &#8211; Passworts erfolgt sp\u00e4ter beim ersten Bootvorgang des neuen Sticks! Dann auf &#8222;Weiter&#8220; klicken und die Installation durchlaufen lassen. Bei mir war der Vorgang nach 33 Sekunden erledigt: Allerdings hatte ich die oben beschriebenen schnellen Sticks im Einsatz. Verwendet man langsamere Hardware oder gr\u00f6\u00dfere Speicher, so kann die Installation deutlich l\u00e4nger dauern. Wie auch immer: Die Installation vom MX Linux auf dem Arbeitsstick ist damit erledigt. Allerdings m\u00fcssen beim ersten Bootvorgang die Persistenz-Bereiche korrekt eingerichtet werden. Dazu mehr in Teil 2 der Serie. [1] Ich bin kein Hardware-Tester und m\u00f6chte auch keine Werbung f\u00fcr irgendwelche Marken machen. Da gibt es sicher noch zahlreiche andere Modelle, die die Bedingungen auch erf\u00fcllen oder sogar g\u00fcnstiger sind. Aber f\u00fcr meine Artikel nehme ich halt das, womit ich selbst arbeite.[2] Ob das irgendein Geheimdienst mit Quantencomputern in der Festung der Einsamkeit eventuell doch schaffen k\u00f6nnte &#8211; mag sein, aber sogar das halte ich f\u00fcr unwahrscheinlich. Aber hier geht es ja um den normalen Arbeitsalltag &#8211; da ist eher Ihr Passwort, das Sie auf einem Post-it-Zettel notieren die eigentliche Angriffsfl\u00e4che.[3] Falls man so etwas noch nie gemacht hat: Mit den Suchbegriffen &#8222;USB Live Stick erstellen&#8220; findet man auf Videoplattformen Anleitungen in H\u00fclle und F\u00fclle.[4] So lautet der Pfad in der aktuellen MX Linux Version 25.1 &#8211; kann bei anderen Versionen etwas abweichen.[5] Ich formuliere hier mal vorsichtig, da ich nicht absch\u00e4tzen kann, ob es irgendeine Hardware-\/Boot-\/Konfigurationsvariante gibt, die dann doch ein Probleme macht.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3271,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3270","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3270"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3270\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3325,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3270\/revisions\/3325"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3271"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3270"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}