{"id":2198,"date":"2024-11-03T16:31:57","date_gmt":"2024-11-03T15:31:57","guid":{"rendered":"https:\/\/digital-cleaning.de\/?p=2198"},"modified":"2024-11-03T20:57:48","modified_gmt":"2024-11-03T19:57:48","slug":"mehr-machen-mit-linux-mint-teil-2-hardware","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-2-hardware\/","title":{"rendered":"Mehr machen mit Linux Mint. Teil 2: Hardware"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"167\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_3-1024x167.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2199\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_3-1024x167.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_3-300x49.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_3-768x126.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_3-1140x186.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_3.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Meist f\u00e4hrt man bei Linux ganz gut mit dem Motto: &#8222;Nimm, was Du hast!&#8220; Es soll ja gerade vermieden werden, dass funktionsf\u00e4hige Hardware zu &#8222;Rostware&#8220; wird, nur weil Microsoft &amp; Co. spezielle Anforderungen stellen. Mein \u00e4ltestes Notebook (Dell Latitude) war noch mit Windows Vista best\u00fcckt und hatte \u00fcber 12 Jahre auf dem Buckel &#8211; mindestens sieben Jahre davon hat es im Keller \u00fcberwintert. Mit MX Linux erhielt das Teil ein modernes System mit allen Sicherheitsfunktionen. Nat\u00fcrlich schw\u00e4chelt der Akku, so dass man das Netzteil eingesteckt lassen muss. Und das Hochfahren dauert etwa 3 Minuten &#8211; aber dann kann man mit Office, Browser &amp; Co. recht gut arbeiten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_4.png.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_4.png-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2200\" style=\"width:491px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_4.png-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_4.png-300x225.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_4.png-768x576.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_4.png-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_4.png-1140x855.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_4.png.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>\u00c4hnliches gilt f\u00fcr angeschlossene Speicher-Medien. Oft gen\u00fcgt eine alte USB-Festplatte, um diese in eine &#8222;WLAN-Festplatte&#8220; f\u00fcr die ganze Familie umzufunktionieren. Mit wenigen Klicks erh\u00e4lt man unter Linux Mint so ein Speichermedium, auf das man von jedem Ger\u00e4t im heimischen Netzwerk aus zugreifen kann. Sofern Linux-PC und Speicher etwas j\u00fcngeren Datums sind, kann man sogar einen NAS-\u00e4hnlichen Betrieb einrichten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Linux-Mint-Version darf&#8217;s denn sein?<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei Ger\u00e4ten, die nur f\u00fcnf bis sechs Jahre alt sind, w\u00fcrde ich in der Regel zuerst Linux Mint versuchen. Falls der Arbeitsspeicher doch zu &#8222;d\u00fcnn&#8220; sein sollte, dann vielleicht statt dem <strong>Cinnamon<\/strong>-Desktop die <strong>XFCE <\/strong>Edition, die noch etwas gen\u00fcgsamer ist. Aber Mint schl\u00e4gt sich in puncto Ressourcenverbrauch recht gut. Die Beispiele, die ich in dieser Serie bringen, beruhen auf der aktuelle Version 22 (erh\u00e4lt Updates bis zum Jahr 2029) mit dem Cinnamon-Desktop, der das Aush\u00e4ngeschild von Linux Mint ist. Die aktuelle Kernel-Version ist Linux 6.8.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hardware-Voraussetzungen<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th>Komponente<\/th><th>Minimale Anforderungen<\/th><th>Empfohlene Anforderungen<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>RAM<\/td><td>2 GB<\/td><td>4 GB<\/td><\/tr><tr><td>Festplattenspeicher<\/td><td>20 GB<\/td><td>100 GB<\/td><\/tr><tr><td>Bildschirmaufl\u00f6sung<\/td><td>1024\u00d7768<\/td><td>1440 x 900 oder h\u00f6her<\/td><\/tr><tr><td>Prozessor<\/td><td>64-bit CPU (Single Core) mit mindestens 2 GHz<\/td><td>&#8211;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach meinen Erfahrungen sind 4 GB ausreichend (f\u00fcr Server-Dienste allemal), aber f\u00fcr intensive Desktop-Nutzung sollten schon 8 GB vorhanden sein. Hingegen w\u00fcrde ich pers\u00f6nlich bei der &#8222;eingebauten&#8220; Festplatte\/SSD sogar runter gehen. 64 GB k\u00f6nnen durchaus schon reichen, wenn man die Standardprogramme nimmt und Cloud-Speicher integriert (bei mir 1 TB Nextcloud bei einem Hoster). Sofern man USB-Speicher verwendet, kann man zwar noch mit der 2.0-Version leben, aber ab 3.0 macht es bei gr\u00f6\u00dferen Transfers deutlich mehr Spa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><strong>Tipp:<\/strong> Verwendet man einen kleinen Monitor mit einer niedrigen Aufl\u00f6sung, so kann man die Alt-Taste gedr\u00fcckt halten und mit dem Mauszeiger das Fenster bewegen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">Treiber und Hilfeforen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">Linux Mint in der oben genannten Version sollte die Komponenten von handels\u00fcblichen Computern automatisch erkennen, also Grafikkarte, Soundtreiber, Drucker-\/Scanner-Komponenten usw. Das kriegt Linux Mint sogar erstaunlich gut hin. Trotzdem kann es nat\u00fcrlich sein, dass mal etwas nicht erkannt wird. Gute Anlaufstellen f\u00fcr Hilfe sind in solchen F\u00e4llen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">\n<li>Linux-Guides Community (<a href=\"https:\/\/forum.linuxguides.de\">Link<\/a>)<\/li>\n\n\n\n<li>Matrix-Raum HELP von GnuLinux (<a href=\"https:\/\/matrix.to\/#\/#GNULinuxHelp:matrix.sp-codes.de\">Link<\/a>)<\/li>\n\n\n\n<li>Linux-Mint-Bereich bei Computerbase (<a href=\"https:\/\/www.computerbase.de\/forum\/threads\/linux-mint.1957246\/\">Link)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>LinuxMintUsers (<a href=\"https:\/\/www.linuxmintusers.de\/index.php\">Link<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">Es lohnt sich auch, Linux-Podcasts zu abonnieren. Eine hervorragend produzierte Reihe zu solchen Themen stammt von <strong><a href=\"https:\/\/gnulinux.ch\/category\/podcast\">GnuLinux<\/a><\/strong>. Wirklich h\u00f6renswert!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">Weiter ist Ubuntuusers f\u00fcr Treiber-Probleme ebenfalls zu empfehlen. Der gro\u00dfe Verbreitungsgrad von Linux Mint zahlt sich aus &#8211; f\u00fcr viele Fragen erh\u00e4lt man rasch eine Antwort, die hilft. (Ich nutze noch sehr gerne Mastodon, da die Leute wirklich hilfsbereit sind und mir bereits in vielen F\u00e4llen die richtigen Hinweise gegeben haben.)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">Installation von Linux Mint<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">Wie in der Einf\u00fchrung erkl\u00e4rt, m\u00f6chte ich hier die Basics von Linux Mint nicht behandeln, da es zu diesem Thema bereits sehr viele Inhalte im Netz gibt. Eine wirklich gute und aktuelle Schritt-f\u00fcr-Schritt-Anleitung haben die Redakteure von c&#8217;t ver\u00f6ffentlicht &#8211; dieses Video sei stellvertretend f\u00fcr viele andere Tutorials genannt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Linux Mint - ganz leicht installiert\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/isZ8ng5dr9c?start=47&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">Mini-PC. Ideal f\u00fcr den Hybrid-Einsatz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">Nun gibt es noch eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe von Linux-Interessierten, die nicht sofort Windows ganz verbannen m\u00f6chten. Dual-Boot klappt zwar in vielen F\u00e4llen, aber wie von den c&#8217;t-Leuten erw\u00e4hnt, ist ein &#8222;purer&#8220; Linux-Rechner die deutlich bessere L\u00f6sung. Auch ben\u00f6tigt ein Standard-PC f\u00fcr einen 24\/7-Betrieb zu viel Strom. Aus all diesen Gr\u00fcnden kann es eine gute \u00dcberlegung sein, Linux auf einer stromsparenden Maschine laufen zu lassen, die man z. B. auch gebraucht ergattern kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">Ich skizziere hier mal meine L\u00f6sung, ohne Euch jetzt dieses spezielle Modell &#8222;verkaufen&#8220; zu wollen. Aber es liefert Euch vielleicht Anhaltspunkte f\u00fcr Eure eigene Konfiguration.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beelink MINI S12 PRO &#8211; reibungslose Installation<\/h3>\n\n\n\n<p>Das kleine Ger\u00e4t (<a href=\"https:\/\/www.bee-link.com\/en-de\/products\/beelink-mini-s12-pro-n100\">Link Hersteller<\/a>) habe ich vor ein paar Monaten neu f\u00fcr rund 150 Euro erworben (aktuell liegt der Preis h\u00f6her &#8211; aber f\u00fcr ca. 180 ist der Mini-PC \u00fcber Versand-Anbieter zu haben). Ausgestattet mit <strong>16 GB Arbeitsspeicher, 512 GB NVMe M.2-SSD Speicher, 2 x HDMI und vor allem 4 x USB 3.2*2<\/strong> ist er \u00fcppig genug f\u00fcr meine Einsatzzwecke ausger\u00fcstet. Der N100-Prozessor ist im Stromverbrauch in etwa mit meinen Raspberry Pi-Ger\u00e4ten vergleichbar, so dass ein 24\/7-Einsatz (ohne Monitor) mit rund 10 Euro im ganzen Jahr zu Buche schl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Linux-Mint-Installation wurde sofort alles erkannt: Bildschirmaufl\u00f6sung, Bluetooth, WLAN, Netzwerkdrucker, HDMI-Audio usw. Ich musste keine zus\u00e4tzlichen Treiber laden oder Einstellungen ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_2.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_2-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2217\" style=\"width:488px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_2-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_2-300x225.jpeg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_2-768x576.jpeg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_2-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_2-1140x855.jpeg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_2.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erweiterungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Aktuell habe ich zwar keinen Bedarf f\u00fcr Hardware-Erweiterungen, aber ich wollte gerne die Option haben, damit ich &#8211; quasi als dritte Schiene &#8211; das Ger\u00e4t f\u00fcr NAS-Zwecke nutzen kann. Innen ist ein &#8211; leeres &#8211; Fach, in das man ganz einfach eine 2 TB-SSD schieben kann. Dann macht es klick &#8211; und fertig ist die Aufr\u00fcstung. Wenn das noch nicht gen\u00fcgt, so k\u00f6nnte ich den 500-M.2-Speicher ebenfalls gegen eine 2-TB-Variante austauschen &#8211; dann w\u00e4re wir bei 4 TB &#8222;im&#8220; Geh\u00e4use. Aber da USB 3.2*2 &#8211; im Vergleich zu USB 3.0 &#8211; rasend schnell ist, k\u00f6nnte ich dann auch da noch eine schmal M.2-SSD dran h\u00e4ngen und am Ende theoretisch bei 8 TB Gesamtspeicher landen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video aligncenter\"><video controls src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_transfer2.mp4\"><\/video><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00dcbertragung mit USB 3.2*2<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Ende dieses Artikel verlinke ich noch ein Video, das zeigt, wie einfach eine Speichererweiterung ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gleichzeitige Nutzung des PCs als Familien-Server<\/h2>\n\n\n\n<p>Von Windows ist man es gewohnt, dass man &#8222;pur&#8220; seine Desktop-Anwendungen f\u00e4hrt. Sitzt man nicht vor dem PC, dann passiert auch nichts und das Ger\u00e4t d\u00f6st vor sich hin. Aber Linux-Distros k\u00f6nnen problemlos Server-Dienste verrichten. Also: Warum nicht dieses Potential nutzen?<\/p>\n\n\n\n<p>Sicher w\u00fcrde man f\u00fcr einen umfangreichen Serverbetrieb, etwa f\u00fcr einen gro\u00dfen Verein, ein getrenntes Ger\u00e4t benutzen. Ebenso w\u00fcrde ich einen puren Medienserver mit einer umfangreichen Filmsammlung eher auf einem kleinen Raspberry Pi neben den Fernseher stellen. Aber im h\u00e4uslichen Bereich sind die Anspr\u00fcche ja bescheidener: Paperless-ngx f\u00fcr die Dokumentenverwaltung, ein Daten-Tresor f\u00fcr die Familie, Verwaltung von Smarthome-Anwendungen usw. Mit meinem Raspberry Pi 5 (8 GB, MX Linux) f\u00fchre ich diese Doppel-Nutzung schon \u00fcber ein Jahr durch, der oben beschriebene Mini-PC hat mit seinen 16 GB mehr als genug Speicher. In der Regel kommt sich da auch nichts in die Quere: W\u00e4hrend man beispielsweise an einer Pr\u00e4sentation mit LibreOffice Impress sitzt, k\u00f6nnen an anderer Stelle im Haus vom gleichen Ger\u00e4t Dokumente \u00fcber Paperless-ngx abgerufen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"583\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_5-1024x583.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2221\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_5-1024x583.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_5-300x171.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_5-768x437.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_5-1536x875.jpg 1536w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_5-2048x1166.jpg 2048w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_5-1140x649.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Gewisserma\u00dfen werkeln die Serverdienste im Keller &#8211; w\u00e4hrend die sichtbaren Anwendungen im Erdgeschoss von Linux Mint passieren. Okay, nehmen wir noch den Dachboden mit, der oft auch Speicher genannt wird: Gerade mit Linux Mint ist es ultra-einfach, Speicher im WLAN zur Verf\u00fcgung zu stellen, auf den von heimischen Ger\u00e4ten wie Smartphones, Tablets oder Notebooks zugegriffen werden kann. Und auch von unterwegs, da FritzBox und andere Hersteller schon l\u00e4nger VPN-Technologien wie WireGuard eingebaut haben. Man muss also nicht mehr umst\u00e4ndlich einen Port \u00fcber DynDNS konfigurieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">NAS-Alternative<\/h3>\n\n\n\n<p>Damit kann der LinuxMint-Rechner auch als preisg\u00fcnstige Alternative zu einem regul\u00e4ren NAS dienen (etwa von Synology oder QNAP). Nat\u00fcrlich haben NAS-Stationen ihre Vorteile &#8211; allerdings auch ihren Preis. Und wie bei meinem 150-Euro-Mini-Rechner gezeigt: 4 oder mehr TB lassen sich damit ganz gut bef\u00fcllen. F\u00fcr Linux gibt es ausgezeichnete Backup-Programme, die beispielsweise die Sicherung gleichzeitig auf einer angeschlossenen USB-Festplatte und verschl\u00fcsselt auf einem beliebigen Cloud-Speicher vornehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Cloud-Speicher nutze ich ausschlie\u00dflich die Nextcloud. Aber in meinem MS-Office-Abo sind j\u00e4hrlich 1 TB gratis enthalten, die ich nicht nutze. Dieser Speicherplatz kann problemlos in Linux Mint eingebunden werden und als zus\u00e4tzlicher Speicher f\u00fcr die erw\u00e4hnten verschl\u00fcsselten Backups dienen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nearly Headless Betrieb spart Stellfl\u00e4che<\/h2>\n\n\n\n<p>&#8222;Nearly Headless&#8220; nehme ich als Begriff, der sich an den &#8222;Fast Kopflosen Nick&#8220; der Harry-Potter-B\u00fccher anlehnt. Am Anfang meiner Raspberry Pi-Zeit war ich \u00fcber den Ausdruck &#8222;headless&#8220;-Betrieb verwundert. Gemeint war damit, dass man einen Raspberry Pi ohne Monitor und Tastatur betreiben konnte, wie das f\u00fcr Server \u00fcblich ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich geht es manchem Leser wie mir: Ein teurer Windows- oder MacOS-Rechner steht im Arbeitszimmer, da man etwa aus beruflichen Gr\u00fcnden auf diese Systeme weiterhin angewiesen ist. Sofern gen\u00fcgend Platz vorhanden ist, kann man seinen Linux-PC samt Monitor und Tastatur daneben stellen. Man kann ihn aber auch in einen anderen Raum stellen oder &#8211; sofern klein genug &#8211; hinter den Monitor schrauben &#8211; und via Remote darauf arbeiten. Mit den gleichen Monitoren und der gleichen Tastatur, die man ohnehin schon auf dem Schreibtisch hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Meinen Mini-PC bekomme ich im Alltag nicht zu Gesicht, da er unter dem Podest des zweiten Monitors ger\u00e4uschlos vor sich hin werkelt. Hier mal ein wenig hervorgezupft, sonst w\u00fcrde man ihn nicht sehen:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_8-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2222\" style=\"width:385px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_8-768x1024.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_8-225x300.jpg 225w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_8-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_8-1140x1520.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_8.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Linux hole ich mir per Remote-Zugriff rein, w\u00e4hrend ich mit Windows arbeite:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_6-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2223\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_6-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_6-300x169.jpg 300w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_6-768x432.jpg 768w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_6-1140x641.jpg 1140w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/lm2_6.jpg 1401w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Als Remote-Programm verwende ich <strong>HopToDesk<\/strong>. Es gibt in diesem Bereich viele Alternativen wie RealVNC usw. Aber HopToDesk kann ich wirklich empfehlen, auch die nahtlose \u00dcbertragung von Dateien, Anpassung an unterschiedliche Bildschirmaufl\u00f6sungen usw. klappt gut. Vor allem: Falls Linux mal im Standby-Modus ist bzw. auf den Benutzer-Anmeldebildschirm umgeschaltet hat, funktioniert HopToDesk trotzdem und blendet den Anmeldeschirm ein. Auch die \u00dcbertragung von Tastenkombinationen, Makros usw. l\u00e4uft damit wirklich zufriedenstellend.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Remote-Programmen macht sich ein &#8211; aus meiner Sicht &#8211; gro\u00dfer Vorteil von Linux-Mint bezahlt. Diese Distro wird noch l\u00e4nger X11 statt Wayland fahren. Viele Anwendungen, darunter gerade auch Remote-Geschichten, arbeiten aktuell noch deutlich besser mit X11 zusammen. Das kann in 1, 2 Jahren anders aussehen, aber momentan ist das aus meiner Sicht ein Pluspunkt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und noch mehr &#8230;<\/h2>\n\n\n\n<p>Das war erst der Anfang. Smartphone-Verbindungen, Austausch im Netzwerk, Beispiele f\u00fcr den Dual-Betrieb, Einbinden von Cloud-Diensten, Automatisierungen via Makros und .. und .. und &#8211; noch sehr viel mehr ist m\u00f6glich. Im Laufe der Artikelserie werde ich mit Beispielen aus dem Alltag noch auf viele Aspekte zu sprechen kommen. (W\u00fcrde mich auch freuen, wenn Ihr kommentiert oder die Serie etwas in Euren Netzwerken bekannt mach &#8211; danke!)<\/p>\n\n\n\n<p>Hier noch das versprochene Video zu meinem Mini-PC: Die Sprungmarke startet an der Stelle, die zeigt, wie man eine SSD einfach in eine &#8222;Schublade&#8220; steckt, um das Ger\u00e4t zu erweitern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"How To Add a 2.5&quot; SATA SSD To Beelink S12 Mini S Computer\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/m8HvcyeRNLg?start=45&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">So einfach erfolgt die Erweiterung mit einer SSD.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-42ef34bd1eca78a1ff4704070e8856a7\" style=\"color:#1a9d6d\"><strong>Serie &#8222;Mehr machen mit Linux Mint&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Teil 1: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-1-einfuehrung\/\">Einf\u00fchrung<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 2: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-2-hardware\/\">Hardware<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 3: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/?p=2253\">Cinnamon-Desktop optimieren<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 4: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/?p=2299\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/?p=2299\">Dateimanagement mit Nemo &#8211; Grundlagen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 5: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-5-dateimanager-nemo-erweiterte-funktionen\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-5-dateimanager-nemo-erweiterte-funktionen\/\">Dateimanagement mit Nemo &#8211; erweiterte Funktionen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 6: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-6-dateimanager-nemo-total-vernetzt\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-6-dateimanager-nemo-total-vernetzt\/\">Dateimanagement mit Nemo &#8211; total vernetzt<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 7: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-7-dateimanager-nemo-nas-und-cloud-dienste\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-7-dateimanager-nemo-nas-und-cloud-dienste\/\">Dateimanagement mit Nemo &#8211; NAS und Cloud-Dienste<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 8: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-8-fotomanagement-lokal\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-8-fotomanagement-lokal\/\">Fotomanagement lokal<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 9: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-9-der-eigene-foto-server\/\">Der eigene Foto-Server<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 10: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-10-das-neue-startmenue-anpassen\/\">Das neue Startmen\u00fc anpassen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Teil 11: <a href=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-11-tablet-als-zweiten-bildschirm-nutzen\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/mehr-machen-mit-linux-mint-teil-11-tablet-als-zweiten-bildschirm-nutzen\/\">Tablet als zweiten Bildschirm nutzen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meist f\u00e4hrt man bei Linux ganz gut mit dem Motto: &#8222;Nimm, was Du hast!&#8220; Es soll ja gerade vermieden werden, dass funktionsf\u00e4hige Hardware zu &#8222;Rostware&#8220; wird, nur weil Microsoft &amp; Co. spezielle Anforderungen stellen. Mein \u00e4ltestes Notebook (Dell Latitude) war noch mit Windows Vista best\u00fcckt und hatte \u00fcber 12 Jahre auf dem Buckel &#8211; mindestens sieben Jahre davon hat es im Keller \u00fcberwintert. Mit MX Linux erhielt das Teil ein modernes System mit allen Sicherheitsfunktionen. Nat\u00fcrlich schw\u00e4chelt der Akku, so dass man das Netzteil eingesteckt lassen muss. Und das Hochfahren dauert etwa 3 Minuten &#8211; aber dann kann man mit Office, Browser &amp; Co. recht gut arbeiten. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr angeschlossene Speicher-Medien. Oft gen\u00fcgt eine alte USB-Festplatte, um diese in eine &#8222;WLAN-Festplatte&#8220; f\u00fcr die ganze Familie umzufunktionieren. Mit wenigen Klicks erh\u00e4lt man unter Linux Mint so ein Speichermedium, auf das man von jedem Ger\u00e4t im heimischen Netzwerk aus zugreifen kann. Sofern Linux-PC und Speicher etwas j\u00fcngeren Datums sind, kann man sogar einen NAS-\u00e4hnlichen Betrieb einrichten. Welche Linux-Mint-Version darf&#8217;s denn sein? Bei Ger\u00e4ten, die nur f\u00fcnf bis sechs Jahre alt sind, w\u00fcrde ich in der Regel zuerst Linux Mint versuchen. Falls der Arbeitsspeicher doch zu &#8222;d\u00fcnn&#8220; sein sollte, dann vielleicht statt dem Cinnamon-Desktop die XFCE Edition, die noch etwas gen\u00fcgsamer ist. Aber Mint schl\u00e4gt sich in puncto Ressourcenverbrauch recht gut. Die Beispiele, die ich in dieser Serie bringen, beruhen auf der aktuelle Version 22 (erh\u00e4lt Updates bis zum Jahr 2029) mit dem Cinnamon-Desktop, der das Aush\u00e4ngeschild von Linux Mint ist. Die aktuelle Kernel-Version ist Linux 6.8. Hardware-Voraussetzungen Komponente Minimale Anforderungen Empfohlene Anforderungen RAM 2 GB 4 GB Festplattenspeicher 20 GB 100 GB Bildschirmaufl\u00f6sung 1024\u00d7768 1440 x 900 oder h\u00f6her Prozessor 64-bit CPU (Single Core) mit mindestens 2 GHz &#8211; Nach meinen Erfahrungen sind 4 GB ausreichend (f\u00fcr Server-Dienste allemal), aber f\u00fcr intensive Desktop-Nutzung sollten schon 8 GB vorhanden sein. Hingegen w\u00fcrde ich pers\u00f6nlich bei der &#8222;eingebauten&#8220; Festplatte\/SSD sogar runter gehen. 64 GB k\u00f6nnen durchaus schon reichen, wenn man die Standardprogramme nimmt und Cloud-Speicher integriert (bei mir 1 TB Nextcloud bei einem Hoster). Sofern man USB-Speicher verwendet, kann man zwar noch mit der 2.0-Version leben, aber ab 3.0 macht es bei gr\u00f6\u00dferen Transfers deutlich mehr Spa\u00df. Tipp: Verwendet man einen kleinen Monitor mit einer niedrigen Aufl\u00f6sung, so kann man die Alt-Taste gedr\u00fcckt halten und mit dem Mauszeiger das Fenster bewegen. Treiber und Hilfeforen Linux Mint in der oben genannten Version sollte die Komponenten von handels\u00fcblichen Computern automatisch erkennen, also Grafikkarte, Soundtreiber, Drucker-\/Scanner-Komponenten usw. Das kriegt Linux Mint sogar erstaunlich gut hin. Trotzdem kann es nat\u00fcrlich sein, dass mal etwas nicht erkannt wird. Gute Anlaufstellen f\u00fcr Hilfe sind in solchen F\u00e4llen: Es lohnt sich auch, Linux-Podcasts zu abonnieren. Eine hervorragend produzierte Reihe zu solchen Themen stammt von GnuLinux. Wirklich h\u00f6renswert! Weiter ist Ubuntuusers f\u00fcr Treiber-Probleme ebenfalls zu empfehlen. Der gro\u00dfe Verbreitungsgrad von Linux Mint zahlt sich aus &#8211; f\u00fcr viele Fragen erh\u00e4lt man rasch eine Antwort, die hilft. (Ich nutze noch sehr gerne Mastodon, da die Leute wirklich hilfsbereit sind und mir bereits in vielen F\u00e4llen die richtigen Hinweise gegeben haben.) Installation von Linux Mint Wie in der Einf\u00fchrung erkl\u00e4rt, m\u00f6chte ich hier die Basics von Linux Mint nicht behandeln, da es zu diesem Thema bereits sehr viele Inhalte im Netz gibt. Eine wirklich gute und aktuelle Schritt-f\u00fcr-Schritt-Anleitung haben die Redakteure von c&#8217;t ver\u00f6ffentlicht &#8211; dieses Video sei stellvertretend f\u00fcr viele andere Tutorials genannt: Mini-PC. Ideal f\u00fcr den Hybrid-Einsatz Nun gibt es noch eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe von Linux-Interessierten, die nicht sofort Windows ganz verbannen m\u00f6chten. Dual-Boot klappt zwar in vielen F\u00e4llen, aber wie von den c&#8217;t-Leuten erw\u00e4hnt, ist ein &#8222;purer&#8220; Linux-Rechner die deutlich bessere L\u00f6sung. Auch ben\u00f6tigt ein Standard-PC f\u00fcr einen 24\/7-Betrieb zu viel Strom. Aus all diesen Gr\u00fcnden kann es eine gute \u00dcberlegung sein, Linux auf einer stromsparenden Maschine laufen zu lassen, die man z. B. auch gebraucht ergattern kann. Ich skizziere hier mal meine L\u00f6sung, ohne Euch jetzt dieses spezielle Modell &#8222;verkaufen&#8220; zu wollen. Aber es liefert Euch vielleicht Anhaltspunkte f\u00fcr Eure eigene Konfiguration. Beelink MINI S12 PRO &#8211; reibungslose Installation Das kleine Ger\u00e4t (Link Hersteller) habe ich vor ein paar Monaten neu f\u00fcr rund 150 Euro erworben (aktuell liegt der Preis h\u00f6her &#8211; aber f\u00fcr ca. 180 ist der Mini-PC \u00fcber Versand-Anbieter zu haben). Ausgestattet mit 16 GB Arbeitsspeicher, 512 GB NVMe M.2-SSD Speicher, 2 x HDMI und vor allem 4 x USB 3.2*2 ist er \u00fcppig genug f\u00fcr meine Einsatzzwecke ausger\u00fcstet. Der N100-Prozessor ist im Stromverbrauch in etwa mit meinen Raspberry Pi-Ger\u00e4ten vergleichbar, so dass ein 24\/7-Einsatz (ohne Monitor) mit rund 10 Euro im ganzen Jahr zu Buche schl\u00e4gt. Nach der Linux-Mint-Installation wurde sofort alles erkannt: Bildschirmaufl\u00f6sung, Bluetooth, WLAN, Netzwerkdrucker, HDMI-Audio usw. Ich musste keine zus\u00e4tzlichen Treiber laden oder Einstellungen ver\u00e4ndern. Erweiterungen Aktuell habe ich zwar keinen Bedarf f\u00fcr Hardware-Erweiterungen, aber ich wollte gerne die Option haben, damit ich &#8211; quasi als dritte Schiene &#8211; das Ger\u00e4t f\u00fcr NAS-Zwecke nutzen kann. Innen ist ein &#8211; leeres &#8211; Fach, in das man ganz einfach eine 2 TB-SSD schieben kann. Dann macht es klick &#8211; und fertig ist die Aufr\u00fcstung. Wenn das noch nicht gen\u00fcgt, so k\u00f6nnte ich den 500-M.2-Speicher ebenfalls gegen eine 2-TB-Variante austauschen &#8211; dann w\u00e4re wir bei 4 TB &#8222;im&#8220; Geh\u00e4use. Aber da USB 3.2*2 &#8211; im Vergleich zu USB 3.0 &#8211; rasend schnell ist, k\u00f6nnte ich dann auch da noch eine schmal M.2-SSD dran h\u00e4ngen und am Ende theoretisch bei 8 TB Gesamtspeicher landen. Am Ende dieses Artikel verlinke ich noch ein Video, das zeigt, wie einfach eine Speichererweiterung ist. Gleichzeitige Nutzung des PCs als Familien-Server Von Windows ist man es gewohnt, dass man &#8222;pur&#8220; seine Desktop-Anwendungen f\u00e4hrt. Sitzt man nicht vor dem PC, dann passiert auch nichts und das Ger\u00e4t d\u00f6st vor sich hin. Aber Linux-Distros k\u00f6nnen problemlos Server-Dienste verrichten. Also: Warum nicht dieses Potential nutzen? Sicher w\u00fcrde man f\u00fcr einen umfangreichen Serverbetrieb, etwa f\u00fcr einen gro\u00dfen Verein, ein getrenntes Ger\u00e4t benutzen. Ebenso w\u00fcrde ich einen puren Medienserver mit einer umfangreichen Filmsammlung eher auf einem kleinen Raspberry Pi neben den Fernseher stellen. Aber im h\u00e4uslichen Bereich sind die Anspr\u00fcche ja bescheidener: Paperless-ngx f\u00fcr die Dokumentenverwaltung, ein Daten-Tresor f\u00fcr die Familie, Verwaltung von Smarthome-Anwendungen usw. Mit meinem Raspberry Pi 5 (8 GB, MX Linux) f\u00fchre ich diese Doppel-Nutzung schon \u00fcber ein Jahr durch, der oben beschriebene Mini-PC hat mit seinen 16 GB mehr als genug Speicher. In der Regel kommt sich da auch nichts in die Quere: W\u00e4hrend man beispielsweise an einer Pr\u00e4sentation mit LibreOffice Impress sitzt, k\u00f6nnen an anderer Stelle im Haus vom gleichen Ger\u00e4t Dokumente \u00fcber Paperless-ngx abgerufen werden. Gewisserma\u00dfen werkeln die Serverdienste im Keller &#8211; w\u00e4hrend die sichtbaren Anwendungen im Erdgeschoss von Linux Mint passieren. Okay, nehmen wir noch den Dachboden mit, der oft auch Speicher genannt wird: Gerade mit Linux Mint ist es ultra-einfach, Speicher im WLAN zur Verf\u00fcgung zu stellen, auf den von heimischen Ger\u00e4ten wie Smartphones, Tablets oder Notebooks zugegriffen werden kann. Und auch von unterwegs, da FritzBox und andere Hersteller schon l\u00e4nger VPN-Technologien wie WireGuard eingebaut haben. Man muss also nicht mehr umst\u00e4ndlich einen Port \u00fcber DynDNS konfigurieren. NAS-Alternative Damit kann der LinuxMint-Rechner auch als preisg\u00fcnstige Alternative zu einem regul\u00e4ren NAS dienen (etwa von Synology oder QNAP). Nat\u00fcrlich haben NAS-Stationen ihre Vorteile &#8211; allerdings auch ihren Preis. Und wie bei meinem 150-Euro-Mini-Rechner gezeigt: 4 oder mehr TB lassen sich damit ganz gut bef\u00fcllen. F\u00fcr Linux gibt es ausgezeichnete Backup-Programme, die beispielsweise die Sicherung gleichzeitig auf einer angeschlossenen USB-Festplatte und verschl\u00fcsselt auf einem beliebigen Cloud-Speicher vornehmen. Als Cloud-Speicher nutze ich ausschlie\u00dflich die Nextcloud. Aber in meinem MS-Office-Abo sind j\u00e4hrlich 1 TB gratis enthalten, die ich nicht nutze. Dieser Speicherplatz kann problemlos in Linux Mint eingebunden werden und als zus\u00e4tzlicher Speicher f\u00fcr die erw\u00e4hnten verschl\u00fcsselten Backups dienen. Nearly Headless Betrieb spart Stellfl\u00e4che &#8222;Nearly Headless&#8220; nehme ich als Begriff, der sich an den &#8222;Fast Kopflosen Nick&#8220; der Harry-Potter-B\u00fccher anlehnt. Am Anfang meiner Raspberry Pi-Zeit war ich \u00fcber den Ausdruck &#8222;headless&#8220;-Betrieb verwundert. Gemeint war damit, dass man einen Raspberry Pi ohne Monitor und Tastatur betreiben konnte, wie das f\u00fcr Server \u00fcblich ist. Wahrscheinlich geht es manchem Leser wie mir: Ein teurer Windows- oder MacOS-Rechner steht im Arbeitszimmer, da man etwa aus beruflichen Gr\u00fcnden auf diese Systeme weiterhin angewiesen ist. Sofern gen\u00fcgend Platz vorhanden ist, kann man seinen Linux-PC samt Monitor und Tastatur daneben stellen. Man kann ihn aber auch in einen anderen Raum stellen oder &#8211; sofern klein genug &#8211; hinter den Monitor schrauben &#8211; und via Remote darauf arbeiten. Mit den gleichen Monitoren und der gleichen Tastatur, die man ohnehin schon auf dem Schreibtisch hat. Meinen Mini-PC bekomme ich im Alltag nicht zu Gesicht, da er unter dem Podest des zweiten Monitors ger\u00e4uschlos vor sich hin werkelt. Hier mal ein wenig hervorgezupft, sonst w\u00fcrde man ihn nicht sehen: Linux hole ich mir per Remote-Zugriff rein, w\u00e4hrend ich mit Windows arbeite: Als Remote-Programm verwende ich HopToDesk. Es gibt in diesem Bereich viele Alternativen wie RealVNC usw. Aber HopToDesk kann ich wirklich empfehlen, auch die nahtlose \u00dcbertragung von Dateien, Anpassung an unterschiedliche Bildschirmaufl\u00f6sungen usw. klappt gut. Vor allem: Falls Linux mal im Standby-Modus ist bzw. auf den Benutzer-Anmeldebildschirm umgeschaltet hat, funktioniert HopToDesk trotzdem und blendet den Anmeldeschirm ein. Auch die \u00dcbertragung von Tastenkombinationen, Makros usw. l\u00e4uft damit wirklich zufriedenstellend. Bei Remote-Programmen macht sich ein &#8211; aus meiner Sicht &#8211; gro\u00dfer Vorteil von Linux-Mint bezahlt. Diese Distro wird noch l\u00e4nger X11 statt Wayland fahren. Viele Anwendungen, darunter gerade auch Remote-Geschichten, arbeiten aktuell noch deutlich besser mit X11 zusammen. Das kann in 1, 2 Jahren anders aussehen, aber momentan ist das aus meiner Sicht ein Pluspunkt. Und noch mehr &#8230; Das war erst der Anfang. Smartphone-Verbindungen, Austausch im Netzwerk, Beispiele f\u00fcr den Dual-Betrieb, Einbinden von Cloud-Diensten, Automatisierungen via Makros und .. und .. und &#8211; noch sehr viel mehr ist m\u00f6glich. Im Laufe der Artikelserie werde ich mit Beispielen aus dem Alltag noch auf viele Aspekte zu sprechen kommen. (W\u00fcrde mich auch freuen, wenn Ihr kommentiert oder die Serie etwas in Euren Netzwerken bekannt mach &#8211; danke!) Hier noch das versprochene Video zu meinem Mini-PC: Die Sprungmarke startet an der Stelle, die zeigt, wie man eine SSD einfach in eine &#8222;Schublade&#8220; steckt, um das Ger\u00e4t zu erweitern.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2199,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2198","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2198"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2239,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2198\/revisions\/2239"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2199"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}