{"id":183,"date":"2017-09-20T17:02:50","date_gmt":"2017-09-20T15:02:50","guid":{"rendered":"http:\/\/digital-cleaning.de\/?p=183"},"modified":"2017-09-20T17:02:50","modified_gmt":"2017-09-20T15:02:50","slug":"unendliche-wolken-eine-struktur-fuer-alle-cloud-dienste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digital-cleaning.de\/index.php\/unendliche-wolken-eine-struktur-fuer-alle-cloud-dienste\/","title":{"rendered":"Unendliche Wolken. Eine Struktur f\u00fcr alle Cloud-Dienste"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_184\" aria-describedby=\"caption-attachment-184\" style=\"width: 317px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-184\" src=\"http:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/cloud-strukturen.jpg\" alt=\"cloud-strukturen\" width=\"317\" height=\"452\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/cloud-strukturen.jpg 317w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/cloud-strukturen-210x300.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-184\" class=\"wp-caption-text\">einheitliche Struktur<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch die Anzahl genutzter Cloud-Dienste sollte man einschr\u00e4nken &#8211; aber das ist nicht so ganz einfach: Dropbox hat besonders viele Nutzer &#8211; dort ist also das Teilen mit anderen einfacher, da diese bereits \u00fcber einen Account verf\u00fcgen. Auch viele Apps nutzen diesen Dienst. Google Drive\/Google Docs hat wiederum seine St\u00e4rke im gleichzeitigen Bearbeiten eines Dokuments. OneDrive nutzt man vielleicht, weil man durch seinen Uni-Account 1 TB freien Speicher erh\u00e4lt. Und eine ownCloud f\u00fcr das verschl\u00fcsselte Backup. Und so weiter, und so weiter &#8230;<\/p>\n<p>Was die Angelegenheit im Alltag besonders nervig macht: Man hat ja nicht gleichzeitig alle Cloud-Dienste eingerichtet und mit einer einheitlichen Struktur versehen &#8211; oft liegen Jahre dazwischen, so dass bei jedem Dienst eine andere Verzeichnisstruktur eingerichtet ist und man st\u00e4ndig \u00fcberlegen muss, wo man welche Datei hat.<\/p>\n<p>Auch hier sollte man sich daher einmal an den &#8222;Fr\u00fchjahrsputz&#8220; wagen und ein System in allen Clouds abbilden. Dabei ist es unerheblich, ob in Cloud A verst\u00e4rkt das Verzeichnis XY1 und in Cloud B eher der Ordner XY2 &#8222;gef\u00fcllt&#8220; wird. Es geht also nicht um eine Doppelung der Inhalte &#8211; lediglich die Struktur soll angeglichen werden.<\/p>\n<p>Beispiel: Die einen Dateien wird man eher \u00fcber den Business-Account von OneDrive an Kollegen frei geben, die anderen Dateien eher \u00fcber Google Drive f\u00fcr Leute aus dem Bekanntenkreis. In beiden Clouds existiert aber die gleiche Ordnerbezeichnung, also etwa<em> &#8222;[OneDrive]\\1-Freigaben\\an_andere&#8220;<\/em> und<em> &#8222;[Dropbox]\\1-Freigaben\\an_andere&#8220;<\/em>. Damit findet man deutlich schneller eine bestimmte Datei im Unterschied zu <em>&#8222;[OneDrive]\\Arbeit\\Berichte\\Kollegen\\freigegeben&#8220;<\/em> und <em>&#8222;[Dropbox]\\fuer_euch\\Lesestoff\\interessant&#8220;<\/em>.<\/p>\n<p>Die Struktur in jeder Cloud k\u00f6nnte beispielsweise so aussehen:<\/p>\n<figure id=\"attachment_185\" aria-describedby=\"caption-attachment-185\" style=\"width: 257px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-185\" src=\"http:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/cloud-ordner.png\" alt=\"cloud-ordner\" width=\"257\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/cloud-ordner.png 358w, https:\/\/digital-cleaning.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/cloud-ordner-186x300.png 186w\" sizes=\"auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-185\" class=\"wp-caption-text\">Basis-Struktur<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ganz oben ist mit <strong>&#8222;kurzfristig&#8220;<\/strong> eine Art &#8222;Blitz-Eingangskorb&#8220; gemeint: Alles, was man &#8222;ganz rasch&#8220; in die Cloud \u00fcbertragen m\u00f6chte, um es zur Hand zu haben: Ein Backup der wichtigen Pr\u00e4sentation, die man am Nachmittag h\u00e4lt, der Scan der Besprechungsnotizen, die man erst noch sichten und sp\u00e4ter \u00fcbertragen m\u00f6chte, die rasche Aufnahme von einem Buch-Cover in der Buchhandlung usw. Hier sollte oft &#8222;entr\u00fcmpelt&#8220; werden, damit sich wirklich nur aktuell ben\u00f6tigte Dateien darin befinden.<\/p>\n<p>Ein gesondertes Verzeichnis f\u00fcr <strong>&#8222;Freigaben&#8220;<\/strong> hat sich in der Praxis bew\u00e4hrt. Oft gibt man Dateien auf der Ebene von Unterordnern frei und erinnert sich sp\u00e4ter nicht mehr genau, was man f\u00fcr wen freigegeben hat. Das findet man zwar durch das Anklicken jeder Datei heraus &#8211; aber durch einen speziellen Ordner ist man viel schneller im &#8222;Wiederfinden&#8220;. Man kann dann auch rascher entscheiden, ob die Freigabe \u00fcberhaupt noch notwendig ist. Hatte man vor acht Wochen f\u00fcr den Kollegen einen Artikel aus der ZEIT zum Lesen freigegeben, so kann die Datei wahrscheinlich gel\u00f6scht werden.<br \/>\n\u00c4hnlich wird verfahren mit Dateien, die einem selbst \u00fcber derartige Freigaben &#8222;gezeigt&#8220; werden (Unterordner &#8222;an_mich&#8220;). Oft sind es ja nur kurzfristig interessante Inhalte &#8211; &#8222;Schau mal, das war heute in der Post&#8220; oder &#8222;Was meinst Du zu diesem Cover?&#8220;. Dann lohnt sich nicht das Einsortieren. Aber bevor diese externen an verstreuten Orten landen hat man hier ein Verzeichnis, dessen Inhalt man einfach von Zeit zu Zeit l\u00f6schen kann.<\/p>\n<p>Oft ist der Sinn von Cloud-Diensten, dass man Dateien gemeinsam bearbeitet. Vom Ordner <strong>&#8222;Zusammenarbeit&#8220;<\/strong> verzweigen alle aktuellen Projekte, an denen man gerade zu mehreren arbeitet. Mit einem solchen Ordner ist auch immer klar geregelt, welche Dateien f\u00fcr andere zug\u00e4nglich sind. Teilt man hingegen aus unterschiedlichen Verzeichnissen einzelne Ordner, so muss man immer \u00dcberlegungen anstellen wie: &#8222;Die Kalkulation hatte ich Udo frei gegeben &#8211; aber auch die neue Version des Anhangs? Und wie war das mit dem Entwurf in Word? Kann er nur lesen oder auch editieren?&#8220;.<\/p>\n<p>Weiterhin nutzen <strong>Apps<\/strong> oft unterschiedliche Cloud-Dienste, um ihre Inhalte \u00fcber verschiedene Ger\u00e4te hinweg synchron zu halten: Mal wird Dropbox genutzt, mal Google Drive, mal iCloud usw. Mit diesen Inhalten m\u00fcssen Sie nur selten direkt in der Cloud arbeiten, sie dienen ja nur als &#8222;Backend&#8220; f\u00fcr Apps. Daher ist es am einfachsten, wenn alle Dateien, die f\u00fcr einen App-Sync notwendig sind, auch &#8222;aus den Augen&#8220; sind.<\/p>\n<p>Je nachdem, wie Sie Ihr Backup-System aufgebaut haben, kann ein zus\u00e4tzlicher <strong>&#8222;Transfer&#8220;<\/strong> Ordner sinnvoll sein, der vielleicht nur der Synchronisierung zwischen Ihrem Arbeits-PC und dem Homeoffice-Computer dient. Im Unterschied zum &#8222;kurzfristig&#8220;-Ordner k\u00f6nnen hier auch umfangreichere Verzeichnisse abgelegt werden &#8211; etwa alle Dateien, die das aktuelle Semester an der Uni betreffen.<\/p>\n<p>Dieser Ordner steht in Klammern, da dessen Funktion eventuell von der Software \u00fcbernommen werden kann, die Ihre Master-Ordner synchronisiert: Eventuell haben Sie Ihr Sync-Tool so eingestellt, dass generell alle aktuellen Projektordner synchronisiert werden sollen. Oder Sie verwenden ein globaleres Tool, bei dem Sie aber ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen, an welchem (Arbeits-)Ort welche Verzeichnisse synchronisiert werden sollen. Es geht auch gar nicht darum, in diesem Bereich <em>alle<\/em> Ihre Unterordner abzubilden. Aber diejenigen, die Sie f\u00fcr einen Sync ausgesucht haben, sollten die gleiche Bezeichnung und die gleiche Pfad-Struktur aufweisen, damit Sie nicht st\u00e4ndig neu \u00fcberlegen m\u00fcssen, an welche Stelle Sie zu suchen haben oder wie Sie Ihr Sync-Tool einstellen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wenn Sie sich einmal die Zeit genommen haben, um die Verzeichnis-Strukturen Ihrer &#8222;Wolken&#8220; zu vereinheitlichen, so wird sich das \u00fcber Jahre hinweg auszahlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch die Anzahl genutzter Cloud-Dienste sollte man einschr\u00e4nken &#8211; aber das ist nicht so ganz einfach: Dropbox hat besonders viele Nutzer &#8211; dort ist also das Teilen mit anderen einfacher, da diese bereits \u00fcber einen Account verf\u00fcgen. Auch viele Apps nutzen diesen Dienst. Google Drive\/Google Docs hat wiederum seine St\u00e4rke im gleichzeitigen Bearbeiten eines Dokuments. OneDrive nutzt man vielleicht, weil man durch seinen Uni-Account 1 TB freien Speicher erh\u00e4lt. Und eine ownCloud f\u00fcr das verschl\u00fcsselte Backup. Und so weiter, und so weiter &#8230; Was die Angelegenheit im Alltag besonders nervig macht: Man hat ja nicht gleichzeitig alle Cloud-Dienste eingerichtet und mit einer einheitlichen Struktur versehen &#8211; oft liegen Jahre dazwischen, so dass bei jedem Dienst eine andere Verzeichnisstruktur eingerichtet ist und man st\u00e4ndig \u00fcberlegen muss, wo man welche Datei hat. Auch hier sollte man sich daher einmal an den &#8222;Fr\u00fchjahrsputz&#8220; wagen und ein System in allen Clouds abbilden. Dabei ist es unerheblich, ob in Cloud A verst\u00e4rkt das Verzeichnis XY1 und in Cloud B eher der Ordner XY2 &#8222;gef\u00fcllt&#8220; wird. Es geht also nicht um eine Doppelung der Inhalte &#8211; lediglich die Struktur soll angeglichen werden. Beispiel: Die einen Dateien wird man eher \u00fcber den Business-Account von OneDrive an Kollegen frei geben, die anderen Dateien eher \u00fcber Google Drive f\u00fcr Leute aus dem Bekanntenkreis. In beiden Clouds existiert aber die gleiche Ordnerbezeichnung, also etwa &#8222;[OneDrive]\\1-Freigaben\\an_andere&#8220; und &#8222;[Dropbox]\\1-Freigaben\\an_andere&#8220;. Damit findet man deutlich schneller eine bestimmte Datei im Unterschied zu &#8222;[OneDrive]\\Arbeit\\Berichte\\Kollegen\\freigegeben&#8220; und &#8222;[Dropbox]\\fuer_euch\\Lesestoff\\interessant&#8220;. 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Das findet man zwar durch das Anklicken jeder Datei heraus &#8211; aber durch einen speziellen Ordner ist man viel schneller im &#8222;Wiederfinden&#8220;. Man kann dann auch rascher entscheiden, ob die Freigabe \u00fcberhaupt noch notwendig ist. Hatte man vor acht Wochen f\u00fcr den Kollegen einen Artikel aus der ZEIT zum Lesen freigegeben, so kann die Datei wahrscheinlich gel\u00f6scht werden. \u00c4hnlich wird verfahren mit Dateien, die einem selbst \u00fcber derartige Freigaben &#8222;gezeigt&#8220; werden (Unterordner &#8222;an_mich&#8220;). Oft sind es ja nur kurzfristig interessante Inhalte &#8211; &#8222;Schau mal, das war heute in der Post&#8220; oder &#8222;Was meinst Du zu diesem Cover?&#8220;. Dann lohnt sich nicht das Einsortieren. Aber bevor diese externen an verstreuten Orten landen hat man hier ein Verzeichnis, dessen Inhalt man einfach von Zeit zu Zeit l\u00f6schen kann. Oft ist der Sinn von Cloud-Diensten, dass man Dateien gemeinsam bearbeitet. Vom Ordner &#8222;Zusammenarbeit&#8220; verzweigen alle aktuellen Projekte, an denen man gerade zu mehreren arbeitet. Mit einem solchen Ordner ist auch immer klar geregelt, welche Dateien f\u00fcr andere zug\u00e4nglich sind. Teilt man hingegen aus unterschiedlichen Verzeichnissen einzelne Ordner, so muss man immer \u00dcberlegungen anstellen wie: &#8222;Die Kalkulation hatte ich Udo frei gegeben &#8211; aber auch die neue Version des Anhangs? Und wie war das mit dem Entwurf in Word? Kann er nur lesen oder auch editieren?&#8220;. Weiterhin nutzen Apps oft unterschiedliche Cloud-Dienste, um ihre Inhalte \u00fcber verschiedene Ger\u00e4te hinweg synchron zu halten: Mal wird Dropbox genutzt, mal Google Drive, mal iCloud usw. Mit diesen Inhalten m\u00fcssen Sie nur selten direkt in der Cloud arbeiten, sie dienen ja nur als &#8222;Backend&#8220; f\u00fcr Apps. Daher ist es am einfachsten, wenn alle Dateien, die f\u00fcr einen App-Sync notwendig sind, auch &#8222;aus den Augen&#8220; sind. Je nachdem, wie Sie Ihr Backup-System aufgebaut haben, kann ein zus\u00e4tzlicher &#8222;Transfer&#8220; Ordner sinnvoll sein, der vielleicht nur der Synchronisierung zwischen Ihrem Arbeits-PC und dem Homeoffice-Computer dient. Im Unterschied zum &#8222;kurzfristig&#8220;-Ordner k\u00f6nnen hier auch umfangreichere Verzeichnisse abgelegt werden &#8211; etwa alle Dateien, die das aktuelle Semester an der Uni betreffen. Dieser Ordner steht in Klammern, da dessen Funktion eventuell von der Software \u00fcbernommen werden kann, die Ihre Master-Ordner synchronisiert: Eventuell haben Sie Ihr Sync-Tool so eingestellt, dass generell alle aktuellen Projektordner synchronisiert werden sollen. Oder Sie verwenden ein globaleres Tool, bei dem Sie aber ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen, an welchem (Arbeits-)Ort welche Verzeichnisse synchronisiert werden sollen. Es geht auch gar nicht darum, in diesem Bereich alle Ihre Unterordner abzubilden. 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