Welche FritzBox ist empfehlenswert?
#1

Ich möchte demnächst mein älteres Telekom-SpeedPort durch eine Fritzbox ersetzen, aber da gibt es ja sehr viele Modelle - vielleicht kann mir jemand von Euch was empfehlen. Anforderungen:

- Habe 50.000-er VDSL, Telekom-Entertain sollte weiterhin damit funktionieren.
- Noch ein DECT-Festnetz-Telefon, das per Kabel angeschlossen ist (nutze ich zwar kaum noch, aber für den Fall des Falles ...).

- Und sie soll ein Laufwerk im Netzwerk zur Verfügung stellen können. Zwar habe ich da eigentlich mein Synology-NAS, nutze das aber gar nicht wirklich aus. Will mal ausprobieren, ob ich nicht mit einer kleineren Lösung auch zufrieden bin. Dabei geht es mir weniger um Medien-Streaming, eher ein Archiv-System, das ich gut von allen Geräten ansteuern kann.

Und wenn ich schon dabei bein: Für einen Bekannten, der mit Speedport nicht zufrieden ist (16.000-er DSL, Telekom-Entertain, DSL kommt an und klappt auch über Leitung, aber immer wieder WLAN-Abbrüche) würde ich eine einfache Variante suchen, die einigermaßen preisgünstig ist.

Man dankt! :-)
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#2

Ich nutze mit ähnlichen Gegebenheiten wie du die 7590: 
https://avm.de/produkte/fritzbox/fritzbo...che-daten/

7560 und 7530 haben keinen internen Speicher. Speedports hatte ich früher einmal und aus den von dir genannten Gründen: nö!

DECT-Telefon funktioniert daran prima, mit Kabel oder ohne, hat eine DECT-Basisstation für bis zu 6 Handgeräte, an einem extra Anschluss lässt sich auch eines mit Kabel anschließen.

2 USB 3.0 Anschlüsse für externe Laufwerke, wenn man es denn braucht
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#3

@Birgit: Danke für die ausführliche Beschreibung - das hilft mir sehr!

Ja, ich würde dann wohl einfach eine USB-Platte anschließen. Die müsste ja dann im Netzwerk so wie jedes andere eingebundene Laufwerk auftauchen.
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#4

(17.02.2019, 23:35)Herbert schrieb:  ...
Und wenn ich schon dabei bein: Für einen Bekannten, der mit Speedport nicht zufrieden ist (16.000-er DSL, Telekom-Entertain, DSL kommt an und klappt auch über Leitung, aber immer wieder WLAN-Abbrüche) würde ich eine einfache Variante suchen, die einigermaßen preisgünstig ist.
...

Vielleicht reicht https://www.ebay.de/itm/AVM-FRITZBox-739...3941263846 ?

Beste Grüße
Horst
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#5

Ui, das wäre ja richtig günstig! Das könnte tatsächlich für ihn genügen - danke!
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#6

Meine Erfahrungen:

FB Cable, damit kaum Auswahl. Daher die StandardFB meines Providers (6490 Cable). In deren USB 2-Port (mehr gibt es da nicht) steckt ein USB-Stick, für einen möglichen Dateiupload im Fernzugriff oder als Faxspeicher. Nix NAS, da zu wenig Durchsatz. Die FB stellt noch die Firewall, den DHCP-Server, den VPN-Zugang und routet die Telefonie auf eine getrennte DECT-Basisstation. Fertig!

Aus der FB führt 1 Ethernetkabel in einen aktiv gemanagten Switch. Das Kabel stellt für das Heimnetzwerk den Internetzugang mit 1 GB zur Verfügung. Die anderen Ports laufen nur noch im Green Mode leer mit.

Eine Internetrecherche ergab, dass wohl viel Switche Probleme mit einer FB haben. Daher baut mein kleines Heimnetzwerk auf 2 identische 8-Port-Zyxel-Switches auf, lüfterlos wegen Wohnraum, POE wegen Zukunftssicherheit. Der eine versorgt das HomeOffice, der andere den Wohnbereich. Ob ich mit anderen Switches ein Problem hätte, keine Ahnung. Ich habe jedenfalls keine ...

Am anderen Switch hängt u.a. der WLAN-Router, ein TP-Link. Dazu für den hinteren Bereich ein Repeater, und im Sommer noch einer für den Garten. Den AccessPoint konnte ich schön zentral in die Wohnung stellen, unabhängig von der Kabel-Zugangsdose. Auch alles andere hängt an einem der beiden Switche, u.a. mein Synology-NAS.

Der Speicher an der FB ersetzt auf keinen Fall ein NAS. Dazu ist die FB viel zu schwachbrüstig und biete zu wenig mögliche SW. Hat man kein NAS, na gut. Aber wenn man eines hat, selbst ein älteres, dann sollte man es nutzen. Ich kann zeitgleich ein Backup pushen, Musik streamen, Bilder vom Smartphone schaufeln und auf meinem virtuellen iSCSI-Laufwerk speichern. Da bietet Synology (oder andere, wie QNAP) viel mehr als FritzOS. Das gilt für Funktionalität und für Bandbreite.

Eine weitere Erfahrung: Als ich noch die Ports der Router benutzt habe, hatte ich öfter Aussetzer auf meinen SONOS-Boxen. Analyseergebnis des erfreulich kompetenten Supports: Netzwerkstürme, d.h. sich blind aufbauender Datenverkehr. Die Streaming-Aussetzer waren dann quasi der Schluckauf, der den Datenverkehr wieder beruhigte.

Da bieten die Einfachst-Switche in den Routern keine Handhabe. Seit ich die gemanagten Switche habe, überwachen die den Netzwerkverkehr und unterdrücken die Netzwerkstürme schon im Ansatz. Mein Streaming läuft seitdem aussetzerfrei. Alleine das sind mir die Switche schon wert.

Mein Fazit: Lieber eine einfache FB oder einen anderen Router als Zugangspunkt, und für den Rest des Heimnetzwerks für den jeweiligen Zweck optimierte Komponenten nutzen. Ein gemanagter Switch mit 8 Ports ist (ohne POE) neu schon für ca. 70€ Zu haben. Ein einfacher WLAN-Router für ähnlich viel. Das liegt auf Augenhöhe mit dem Mehrpreis für eine High-End-FB, die trotzdem vieles nicht ganz so gut erledigt.

Dann noch ein anforderungsgerechtes NAS mit günstigen 3,5“-Bulk-NAS-HDDs (TOP wenn man in €/TB rechnet) und man ist aufgestellt für das, was da kommen mag. Z.B. Synology versorgt auch ältere Geräte lange mit Updates, daher gerne auch bei eBay reinschauen.

Jeder macht seine Erfahrungen - das sind meine. Seit Umsetzung habe ich mich schon lange nicht mehr über mein Setup ärgern müssen !
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#7

@RosaElefant Danke für die sehr ausführlichen Infos! Da ich nicht aus der IT-Ecke komme, sind für mich Begriffe wie "gemanagter Switch" eher Fremdwörter. Das ist ja auch bei einem NAS das Problem: Man muss es administrieren, sich Kenntnisse aneignen, Zeit in die Pflege stecken usw. Für Nicht-IT-Leute ein Problem.

Aber ich gehe Deinen Hinweisen gerne nach und schaue dann mal, ob ich was hinkriege :-) Nochmals: Danke!
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#8

Hallo und willkommen im Club, ich bin auch kein ITler.

Angestoßen hat die Sache mein Kontakt zum SONOS-Support, wegen der Audio-Aussetzer. Außerdem waren sowohl an der FB wie am zweiten Router (der für´s WLAN) alle Ports belegt. Man staunt, wie schnell das geht. Dann habe ich mich halt aufgeschlaut.

„Gemanagt“ heißt einfach, dass der Switch (ist auch nichts anderes als ein kleiner Computer) über seine interne Webadresse erreichbar ist und einige Konfigurationsseiten anbietet. Geht es schief, nicht schlimm: Reset auf Werkseinstellungen, und neue Runde.

Neben dem „ruhigen“ Netz ist auch der Geschwindigkeitsgewinn erfreulich.

Zur Synology empfehle ich dir die YouTube-Clips von iDomix. Der geht Schritt für Schritt vor, alles gut verständlich und schön in Häppchen verpackt. Man kann sich da einen nach dem anderen anschauen und gleich umsetzen. Er bietet auch ein Bezahl-Tutorial an, ich bin mit den kostenlosen Clips aber gut klar gekommen. Die Synology DSM-Oberfläche ist da eh sehr DAU-freundlich gestaltet.

P.S. Schönes neues Forum übrigens.
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#9

Ich setzte aktuell die 7590 ein, habe aber auch mit der 7490 sehr gute Erfahrungen gemacht. Grundsätzlich sind die Geräte sehr zuverlässig. Auch die "alte" 7490 erfährt regelmäßige Firmware-Updates. Alles sehr durchdacht (auch die Anleitungen).
Letztlich kommt es auch ein wenig auf die Anzahl der Nutzer bzw. der Geräte an. Bei mir hat die 7490 mit unserem 5-Personen-Haushalt kein Problem gehabt, eine kleinere (von 1&1 gebrandet) ist da schon mal eher an ihre Grenzen gestoßen.
Übrigens: einfach einen USB-Stick anschließen und als Laufwerk nutzen. Stellt die Fritz!Box ohne großen Aufwand bereit.
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#10

Auch Dir danke für die Infos!
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