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Evernote CEO gibt weitere Durchhalteparolen!?
#1

Die Evernotegemeinde muß wohl weiterhin auf den großen Wurf warten.....!  Undecided

Der CEO IAN SMALL hat gestern folgende geblockt: LINK

Digitaler Gruß 
Karl A. Wink
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#2

Daß der CEO sich erst jetzt zur Corona-Situation meldet sagt doch alles.

Wie vor 2 Jahren wird Evernote vermutlich demnächst sein oder ist bereits schon wieder in einer Finanzklemme. 

Abgesehen davon ist den Kommentaren nach der Fortschritt bei der Pre-Beta Neuentwicklung keineswegs ermutigend. 

Damit beende ich auch meine Zeit hier.  Smile
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#3

Ich kann mich der Kritik an Evernote hier nicht anschließen.

Wir alle haben doch erlebt und erleben es noch, wie unterschiedlich die Evernote-Apps und Lösungen und Benutzerschnittstellen auf den verschiedensten Endgeräten sind. Und immer wieder gab es (für meinen Geschmack angesichts der Anzahl von Notizen erfreulich wenig) Klagen über niedrige gewordene Performance oder Probleme bei der Synchronisation von Notizen.

Ich habe mir alle Videos und Verlautbarungen von Evernote in den letzten 2 Jahren gründlich und z.T. mehrmals angesehen. Auch die zum Teil öffentliche Kritik und auch die Abgesänge auf Evernote habe ich mir genau und z.T. Wort für Wort unter die Lupe genommen.

Ja - es stimmt und wird auch nicht bestritten, dass Evernote einen phänomenalen Aufstieg mit vielen spannenden Innovationen hatte und dabei immer breiter wurde. Darüber wurde aber offensichtlich lange versäumt, an einfachen, vereinheitlichten und gut pfleg- und skalierbaren Grundstrukturen zu arbeiten. Unter Ian Small hat sich das - vielleicht auch notgedrungen - geändert.

Alle Ziele und Teilprojekte, an denen man (den Verlautbarungen zufolge) arbeitet, sind für sich richtig, stimmig und wichtig.

Wer weiß oder sich vorstellen kann, wie komplex und sensibel grundlegende Veränderungen an komplexen Systemen und "diversen" Umgebungen als "Operation am offenen Herzen" sind, zumal wenn das frei verfügbare Geld knapper geworden ist, der kann sich denken, dass dies nicht von heute auf morgen geht. Jedenfalls nicht ohne uns alle vorschnell mit einer völlig unausgereiften, fehlervollen Beta-Lösung zu beglücken. (Und das wäre dann tatsächlich der wahre Todesstoß für Evernote...)

Auch ich war lange skeptisch, was die überraschend frank und freie Kommunikationsstrategie des CEO Ian Small betrifft, und ungeduldig, soweit es um spannende Modernisierungen und neue Features geht. Inzwischen aber geht es mir anders:

Da ich Evernote - auch so wie es ist - eigentlich gegen nichts anderes eintauschen möchte, ist es mir inzwischen fast schon egal, wie lange es dauert bis der - aus meiner inzwischen gewonnenen Sicht - wichtige und richtige technische Restrukturierungsprozess abgeschlossen ist. Hauptsache es wird gut, besser, stabiler und einheitlicher.

Gravierende neue Features oder einen großen Wurf brauche und erwarte ich einstweilen noch nicht.
Die anstehende Kerneraufgabe im Hintergrund, von der man - wie Ian Small im verlinkten Blogbeitrag ausgeführt - aus unserer Sicht erst einmal wenig sieht. ist für mich wichtiger und hat absoluten Vorrang.
Das (erste) Ergebnis uns dann alle vermutlich auch deswegen etwas enttäuschen, weil es wie alter Wein in neuen Schläuchen aussehen könnte.

Ich bin mir aber ganz sicher, dass ein auch in den Grundstrukturen im Hintergrund rundüberholtes "einfacheres" Evernote danach in viel kürzeren Schritten und viel zufriedenstellender Neuerungen bekommen kann und wird. (Auch während der Restrukturierung wurden garantiert schon viele Ideen und Entwürfe gesammelt und harren der zügigen Umsetzung, wenn die neue Version erst einmal da ist.)

Ian Small führt weiter aus, dass derzeit auch erste unfertige Preview-Releases im Status vor Beta ausgerollt und getestet werden.
Weil ich seit kurzem auch auf so ein Test-Fenster mit Blick auf eine mögliche Zukunft blicken kann und sehe, wie scheinbar im 2-Wochentakt Neufassungen dieser Testpreview ausgerollt werden, habe ich schon den Eindruck, dass es zügig vorangeht. Und manches ist darin offensichtlich tatsächlich auch noch unfertig. Aber das könnten Dinge sein, auf denen bislang noch kein vorrangiger Fokus lag und die sich zu gegebener Zeit zügig nachrüsten lassen.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bleibe Evernote bis auf weiteres gerne treu (und verzichte schon lange weitestmöglich auf ein APP-hopping...)
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#4

... habe gerade im beruflichen Kontext bei einem (nur) ansatzweise ähnlichen größeren IT-Erneuerungs- / Refactoring- / Restrukturierungsprojekt das hier scheinbar auch bei Evernote derzeit im Rahmen der hochprioritären Modernisierung und Vereinfachung entscheidende Schlagwort und Prinzip gelesen und nachgeschlagen:

Minimum Viable Product (MVP) - das steht gem. Wikipedia wörtlich für „minimal überlebensfähiges Produkt“ und "ist die erste minimal funktionsfähige Iteration eines Produkts, das entwickelt werden muss, um mit minimalem Aufwand den Kunden-, Markt- oder Funktionsbedarf zu decken und handlungsrelevantes Feedback zu gewährleisten.

Bei uns geht es um die Umstellung einer vor 14 Jahren basierend auf damals state-of-the-art open-source-Framework-Lösung entwickelten Wissensmanagement-Plattform, die wie bei uns von mehreren großen Anwendern als Informations-Herzstück, Intranet und Mitarbeiterportal genutzt wird auf eine vollständige neue und zeitgemäße Basis. Auch da laufen "alt und stabil" aber ein wenig altbacken und "neu und schick(er)", dafür aber funktional noch beschänkt(er) nebeneinander. Und auch da steht Stabilität und verlässliche Verfügbarkeit für die Anwender im Vordergrund.

Bei diesem Umstellungsprojekt am laufenden Herzen, das auch schon seit 3-4 Jahren andauert, ist zudem ein deutlicher Wandel in der Dynamik zu beobachten:
Passierte lange vermeintlich nichts oder wenig, desto so schneller und eiliger kommen nun, je näher das Projekt seinem Ziel kommt, zahlreiche lange vermisste (anfangs nicht in den MVP-Fokus passende) und neue Funktionen dazu...
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#5

@Henning
die Beteiligung hier im Forum tendiert gegen Null. Warum?
Die Beiträge im offiziellen Evernote-Supportforum werden zu 90 % beantwortet von ganz wenigen "Helfern" und zumeist mit stereotypen Antworten.
Der für zahlende Kunden Firmen-Support war selbst zu besten Zeiten ein Problemfall, jetzt praktisch nicht erreichbar.

Evernote als Firma hat über die Zeit Unmengen an Geld verpulvert (Personalwechsel von oben bis unten - eine einzige Katastrophe). Kleinere Abweichungen wie Verkauf von Socken und dergleichen gehörten leider auch dazu.
Die Selbstauskunft liest sich wie folgt:

Die Evernote Corporation ist ein international agierendes Unternehmen in Privatbesitz mit Hauptsitz in Redwood City (Kalifornien, USA). Darüber hinaus haben wir feste Niederlassungen in Austin (Texas, USA), Bothell (Washington, USA), San Diego (Kalifornien, USA), Santiago (Chile) und Tokio (Japan).

Man vertraut Leuten, die namentlich nicht in Erscheinung treten, kein Betriebsergebnis veröffentlichen. Zum jetzigen Geschäftsführer Ian Small
https://techcrunch.com/2018/10/29/ian-sm...is-oneill/
ist  wohl kaum jemand der außer motivierenden Worten selbst entscheidend bei der Weiter- (respektive) Neuentwicklung teilhaben wird.
Den ganz großen Problembär bei Evernote erkennt jeder der diesen Artikel versteht
https://de.wikipedia.org/wiki/Datenbank
Bei Evernote wird jede Datendatei in der Notiz selbst gespeichert. Bei einem Limit von 200 MB pro Notiz grenzt sich die Verwendbarkeit von Jahr zu Jahr mehr ein. 10 Gigabyte als monatliches Limit für Premium-User liest sich gut, ist in der Praxis ohne Relevanz. 
Bei Microsoft sieht die Sache ganz anders aus. Jedes 365 Office Family Abonnement (preislich vergleichbar mit Evernote Premium) gilt für 6 Benutzer mit jeweils 1 TB Speicherplatz.
Auch bei OneNote gibt es das Limit bei der Notizgröße, funktionierende Links zu auf dem eigenen OneDrive liegenden Datendateien lassen sich jedoch bequem in eigenen OneDrive Cloudspeicher erstellen, in OneNote einbinden und aufrufen.
Die ganz große Problematik bei Evernote ist für die meisten wahrscheinlich nicht mal die Begrenzung der Dateigröße sondern daß Evernote als Editor grandios versagt im Vergleich zu anderen. 
Auch wenn die Ansprüche noch so gering sind, aber wer es bislang noch nicht geschafft hat den format painter zu integrieren, ist auf Niveau weit vor 2005 stehengeblieben. Dem Gründer von Evernote schwebte nicht vor was heute Standard ist, d.h. Smartphone-Integration, iOS und Android.  Evernote Android wird von mir nicht mehr verwendet, Synchronisation und generelle Funktionalität jenseits von diskutabel. 
Mit zum größten Problem bei Evernote generell gehört die fehlende Datensicherheit. Server in USA, dazu eine Firma die europaweit im Firmeneinsatz keine Rolle spielt, Verschlüsselung nur bei einzelnen Notizen. 
Eine Firma die mir im ganzen Jahr keine einzige Nachricht zukommen lässt, mir noch keine einzige ordnungsgemäße Rechnung ausgestellt hat, da erwarte ich nichts mehr. Auch nicht in einem Jahr.
Evernote spielt bei der Verwaltung von digitalen Daten schon lange nicht mehr in der ersten Liga und bei der Erstellung einzelner Notizen ist man beim großen Mitbewerber (Microsoft) spät aber immerhin inzwischen bereits vollzogen, zur Erkenntnis gekommen, daß zu OneDrive, den sonstigen Office Anwendungen auch ein vollwertiges OneNote gehört. Die Erweiterungen dazu sind nämlich allererste Sahne. 
Immer wenn Business-Kunden im Spiel sind kommt richtig Geld in die Kasse. Die Microsoft Aktie steht derzeit bei USD 184,  52-Wochenhochstand 
 = USD 190.
Dagegen wird Covid 19 bei Evernote finanziell durchschlagen. Bei der ohnehin dünnen Personaldecke wird das bekannte US-Schauspiel "hire and fire" auch bei Evernote eine neue Uraufführung erleben. 
Evernote hat sich überlebt. Die Menschen dahinter sind immer persönliche Schicksale.
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#6

Ich kann Henning in seinem Beitrag vom 27.05.2020 nur zustimmen.

Aktuell setze ich in meinen Firmen und privat Evernote in der Art und Weise ein, wie das Programm m.E. am besten geeignet ist: als Nachschlagewerk, umfassende Ablage und virtuelles Gedächtnis.
Es ist das Tool, das am schnellsten von meinen Mitarbeitern als unverzichtbar und wesentlich für die tägliche Arbeit anerkannt wurde (außer Office-Programmen und unserem ERP-System) Wir haben mittlerweile rund 22.000 Notizen (nicht selten solche mit mehr als 100MB), und es läuft rund. Gerade in der Zeit der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass Evernote wesentlich zu stabilen Workflows selbst bei Ausweitung von Home Office-Zeiten beiträgt und ohne Ausfälle oder technische Einschränkungen funktioniert.

Dass sich der CEO in Video-Botschaften meldet, finde ich erst mal symphatisch (und so soll es ja schließlich auch rüberkommen), sollte man aber auch nicht überbewerten. Lasst sie doch mal machen. Ich brauche nicht ständig Updates von Roadmaps, Timelines usw. Wir leben im Hier und Jetzt. Was nützt es z.B., wenn seit Monaten über das Design und die Ausstattung des iPhone 12 spekuliert wird. Diese ständige Gier nach Neuem bringt uns im Alltäglichen keinen Zentimeter weiter.

Ich habe ein Windows-Netzwerk mit rund 30 Usern und ungefähr 15 iPads im Einsatz. Ich selbst bin „Hardcore-iPad-User“, habe nicht mal ein Laptop. Und - oh Wunder - alle kommen mit Evernote zurecht, auch im Wechsel zwischen Windows und iOS.

Man kann alles schlechtmachen - muss man aber nicht. Mal ehrlich: Wie würden wir arbeiten, gäbe es Tools wie Evernote nicht? Ich kenne für mich die Antwort, und die gefällt mir gar nicht.
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