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home-schooling wg. Corona - Erfahrungen und Tipps
#1

Hallo Allerseits und frohe Ostern - trotz Corona

Zuletzt ist ja große Ruhe eingekehrt in unserem i.d.o.-Forum. Da fragt man sich natürlich, ob uns die Themen ausgegangen sind oder ob wir alle zu viel oder zu wenig mit und wegen des Coronavirus zu tun haben. (Siehe dazu auch den Thread von Horst: Schon komisch: in Google Groups war mehr los)

Oder vielleicht ist es auch nur so, dass niemand niemandem zu nahe treten möchte, den es in dieser schwierigen Zeit wirtschaftlich oder persönlich härter getroffen hat und der nicht über vergleichsweise belanglose Themen diskutieren möchte.

Dabei gibt es doch gerade jetzt viel zu diskutieren und auszutauschen, auch weil wir alle mehr oder minder fest an unser häusliches Umfeld gebunden sind und alle für Ostern angedachten Aktivitäten ausgefallen oder aufgeschoben sind.

Die Liste der möglichen Themen ist lang und vielfältig, jedenfalls bei denen, die wie ich das (unverdiente) Glück haben, jetzt nicht oder jedenfalls nicht zu heftig von existenziellen, wirtschaftlichen Problemen betroffen zu sein:
  • neue Erfahrungen mit home-office, technisch, organisatorisch oder auch menschlich
  • Erfahrungen mit spontanem home-schooling, sei es wie ich als Vater zweier Schulkinder oder sei es als Lehrer auf der anderen Seite
  • neue Probleme und Erkenntnisse im digitalen (social-distancing) Alltag zuhause (digital cleaning-Aktivitäten? Erfahrungen mit neuen Streeming- und Internet-Service-Verträgen? Ausreichende Bandbreiten, für die ganze Familie, für home-office, home-schooling, Unterhaltung, Conferencing, Bildtelefonie mit Verwandten usw. )
Und schaue ich mir unsere Mitgliederliste (sortiert nach den letzten Besuchen …) an, drängt sich mir schon auf, dass es unverändert Interesse an Austausch und Themen gibt. (Der Zeitpunkt des letzten Besuchs liegt bei den aktive(re)n Mitgliedern meist kaum mehr als einen Tag, häufig eher sogar nur wenige Stunden oder Minuten zurück ;-)

Deswegen möchte ich den Reigen eröffnen und das eine oder andere Thema aufmachen und initial mit meinen Erfahrungen und Fragen befüllen. Vielleicht habt Ihr ja auch ein passendes Thema, das sich einfügt?

All denen, die derzeit andere Probleme oder Sorgen haben, gilt mein tiefstes Mitgefühl !!! Ich hoffe gerade für Euch und alle anderen, denen es so geht, dass diese Phase bald vorüber geht, dass die Schäden nicht zu groß sind, dass Ihr und wir von persönlichen Verlusten verschont bleiben und dass wir bald auch gestärkt und frohen Mutes stärker als zuvor aus dieser Krise wieder hervorkommen.

(1.) Thema: home-schooling wg. Corona — Erfahrungen und Tipps

Wie viele hat dieses Thema auch meine Familie ereilt. Vor heute auf morgen (wohl nur mit einer knappen Woche grober Vorbereitung der Schule) waren meine beiden Kinder (12 + 14) zuhause und mit der Herausforderung konfrontiert, allein und von zuhause aus zu lernen und sich mit den Lehrern über email und eine Lernplattform auszutauschen.

Der 12-jährige sah das zunächst eher als Befreiung und verlängerte, vorgezogene Ferien an. Die Ernüchterung folgte wie auch bei seiner deutlich selbständigeren großen Schwester bald (wenn auch die Erkenntnis bis heute noch nicht so ganz durchgedrungen ist… Wink :

home-schooling …
  • ist keine freie Zeit und keine Ferien-Erweiterung, sondern harte und härtere Arbeit
  • stellt den einzelnen vor neue organisatorische und technische Herausforderungen (Zeiteinteilung, Aufgabenaufteilung, Disziplin in unstrukturierteren Tagesabläufen, Aufgabenübermittlung, Kommunikation mit email, Lernplattform, whattsapp, zoom, skype usw. usf.)
  • ist auch bei vielen Lehrern noch nicht (überall) geübt und uneinheitlich gehandhabt (Aufgaben auf Papier für die ganze Zeit, Online-Aufgabenpakete für die ganze Zeit, Spontannachfragen nach Zwischenergebnissen, spontane und umfangreichere Kurzfristaufgaben, verschiedene Erwartungen für die Übermittlung der Ergebnisse usw. usf.)
  • führt deswegen auch zu mehr parallelen Aufgaben und Erwartungen und damit schnell allseits zu zusätzlichem Stress
Jedenfalls bei uns hat dies dazu geführt, dass wir als Eltern schulisch viel mehr gefragt und gefordert waren, als sonst (und in der glücklichen Lage waren, das auch irgendwie wahrnehmen zu können). Das Coaching schloss ein: Organisation, Zuspruch, Erinnerung, Unterstützung bei Zeit- und Arbeitsplanung, technische Hilfestellung, Bereitstellung der Ressourcen. Ebenso auch konkrete Hilfe bei der Aufgaben- und Themenerschließung und bei der neuen elektronischen Kommunikation.

Was uns in dieser Zeit zusätzlich geholfen hat, waren (insbesondere):
  • dropbox-paper: Damit ließen sich bei uns schnelle und gut auf Papier oder Heft übertragbare und bebilderte Themensammlungen bei umfangreicheren "Studien-Aufgaben" erstellen.
  • Mind-Mapping-Software (bei uns mit Windows: freemind): super für schnelles gemeinsames brain-storming, für das Sammeln und Ordnen von Ideen und Gedanken und das Entwerfen von Schreibplänen
  • geteilte Ordner im Online-Speicher (bei uns dropbox): für den Ausdruck am zentralen Rechner mit Drucker-Zugang, zum Sammeln von Aufgaben und Ausarbeitungen (je Fach), zum Austausch von Ideen und Konzepten (bei und von den Smartphones der Kinder) und als "Dateiserver" für die Aufgabenübermittlung
Was wir - wenn es vermutlich nach Ostern noch 1 - 2 Wochen oder mehr zuhause weitergeht - noch ergänzen werden:
  • eigene Aufgabenübersicht mit kanban-Tool (bei uns: Trello), Scrum-ähnlich organisiert. Warum? Die von unserer Schule genutzte Lernplattform (itslearning) ist relativ unübersichtlich. Aufgaben können darin als "Pläne", in einem "Ressourcen-Pool" oder auch nur über Kommentarfunktionen und auch in Umfang und Form höchst uneinheitlich gestellt werden. Die Selbstorganisation z.B. mit Trello schafft einen besseren Überblick, lässt sich mit den Dropbox-Dateien verknüpfen, ist spielerischer und stößt damit vielleicht bei "unseren Schülern" auf mehr Akzeptanz oder Spaß. Zudem kann der Blick auf erledigt bzw. done auch motivieren, noch offene Aufgaben in kleinen Schritten anzugehen…
    Ein ähnliches Beispiel, umgesetz" mit Meistertask, findet Ihr bei Thomas Mangold in einem aktuellen Video beschrieben. (habe ich unten eingebettet)

Soviel für hier und jetzt.
Wie sieht es bei Euch aus?


Viele Grüße, frohe Ostern und alles Gute
Henning





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#2

Die Erfahrungen zeigen nun auch, dass sich jeder Generation (irgendwann) wieder dieselben Fragen stellen:

Unserer 14-jährigen erschließen sich derzeit Sinn und Zweck von Dateinamenskonventionen noch rein gar nicht. Ihr ist es "völlig latte", wie die Dateien heißen, die sie mit mit ihrem Handy so fleißig aufnimmt oder in ihren Dropbox-"Transfer"-Ordner herunterspeichert, um sie an die Lehrer zu schicken oder sie am Rechner auszudrucken.

Sie weiß doch, was sie sucht, hat es eh gerade erst aufgenommen oder erkennt die Dateien einfach schnell beim Öffnen oder in der Vorschau.
Warum sich da Gedanken über das Umbenennen zu machen, zumal wenn die Datei ihren Zweck (vorerst ?!?) erfüllt hat?

So läuft der Ordner langsam voll mit Dateien, die sämtlichst kryptische (System-) Namen haben ...

Wie hieß die Ausrede dazu früher:
"Nur der Dumme hält Ordnung. Das Genie überblickt/beherrscht das Chaos..."
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#3

Zu "Dateinamenskonventionen" gibt es zahlreiche Infos im Netz.

Da muss jeder 'seine' Lösung finden, wenn es nicht um kurzfristige Aufbewahrung geht. Auch das Einsortieren in Ordner kann nützlich sein. Dokumente (Text, Tabellenkalkulation, usw.) kann man vielleicht am Erstelldatum und der Uhrzeit erkennen, aber eigentlich sind doch Inhalte am wichtigsten. Genau wie bei Evernote-Notizen ist die Suche nach Schlagworten oder Textfragmenten nützlich um dann die Trefferdateien anzuschauen und nicht immer alle Dateien.
Je nach Inhalten können Versionierungs-Angaben im Kopfbereich des Inhaltes sinnvoll sein. Auch hierzu gibt es Ratschläge zum Vorgehen im Netz.

Bei der Benennung von Ordner-/Dateinamen sollten auf jeden Fall Sonderzeichen vermieden werden, damit keine Konflikte (auch Plattformübergreifende) auftreten.
Beispielzitat:
Zitat:Zu vermeidende Zeichen
Es gibt eine ganze Reihe von Zeichen, die für besondere Aufgaben von Betriebssystemen verwendet werden. Der Punkt dient zur Trennung des Dateinamens von der Dateinamenserweiterung und der Schrägstrich dient in Windows um Ordnerebenen zu kennzeichnen.
Zu den Zeichen, die absolut nicht verwendet werden dürfen, gehören: \ / : * ? " < > |
Die Verwendung von allen weiteren Sonderzeichen ist zwar möglich, kann jedoch zu einem unerwarteten Verhalten des Systems führen. Daher wird von der Verwendung von Leerzeichen und Sonderzeichen, Bindestrich (-) und Unterstrich (_) ausgenommen, abgeraten.
Zu beachten sind auch die verschiedenen Regeln der Plattformen zu "Groß-/Kleinschreibung", "Kürzel", "Länge" der Namen.

Bei Bilddateien hat sich die Verschlagwortung in den IPTC-Infos bewährt. Mit einem geeigneten Programm kann dann bequem nach Schlagworten gesucht werden. Auch Angaben zum Urheber können in den IPTC-Infos abgelegt werden, sodass auch Quellennachweise möglich sind.

Beste Grüße
Horst
--
Meine Evernote-Blogbeiträge https://www.hsw2.de/category/evernote/
Windows 10 1909 / HUAWEI P20 lite EMUI 9.1.0 ANE-LX1 9.1.0.306/C432E6R1P7)/Android 9
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#4

wow, danke Henning, für deine ausführlichen Tipps und Empfehlungen.

Ich habe aber schon länger festgestellt, schon vor Ihrwisstschonwas, dass es hier im Forum immer ruhiger geworden ist - keine Ahnung, warum das so ist.

Ich nutze diese schwierige Zeit hauptsächlich zum Ausmisten von Evernote, vom Büro, von Unterlagen. Ich möchte auch alte Ordner digitalisieren, um so wenig wie möglich Papierkram zu haben.

Hintergrund ist - und das ist bei mir das Problem ... ich habe zwar keine Kinder, insofern ist für mich Homeschooling kein Thema ... aber mein Mann und ich sind wegen Eigenbedarfs gekündigt worden. Und ohne dass Familie und Freunde wie hier in Bayern anpacken dürfen, wird der im Sommer anstehende Umzug zu einem echten Problem, oder sollte man besser sagen "Kraftprobe" im Wortsinne.

Um mich darauf vorzubereiten, ist auch hier Evernote mein bester Freund: Umzugslisten erstellen, Beschriftungen erstellen z.B., da kommt mir Herberts Artikel "Evernote fürs Kellergewölbe" - http://www.notieren.de/evernote-fur-kellergewolbe/ - natürlich genau recht.
Das alles will vorbereitet werden ...

Und damit ich mit so wenig Ballast wie möglich umziehen muss, digitalisiere ich alte Ordner sofern nötig und sofern möglich.

Ich mache Listen, was für Renovierung nötig ist, Materiallisten, Listen nach Räumen sortiert usw.
Alles in Evernote, eh klar ;-)

Fast 22.000 Notizen wollen vielleicht dann doch irgendwann auch mal ausgemistet werden, alter Kram gelöscht werden etc.
Also die Zeit jetzt wird mir sicherlich nicht lang werden.
Sagt sich leicht, wenn man keine Kinder zuhause betreuen und "bespaßen" muss ... aber es reicht auch so schon ... den Umzug im Nacken ... und: noch keine neue Bleibe in Sicht, weil derzeit schlichtweg keine Angebote reinkommen, nirgendwo. Das wird dann auch ohne Homeschooling noch eine "lustige" Zeit Sad

Dann versuche ich bei dem schönen Wetter meine Android-Geräte draußen auf dem Balkon so weit fit zu machen, dass ich meine Listen in Evernote von draußen, über Android auf dem WLAN-Drucker ausdrucken lassen kann ... klappt bis jetzt nicht ... aber das sind so meine "Freuden" in der Zeit.

Um auf deinen Post, Henning, zurück zu kommen, warum es hier so still ist, eine Vermutung hätte ich vielleicht ... vielleicht geht es auch dem einen oder anderen da genauso wie mir ... ich beschränke tatsächlich meine Online-Zeit. Klingt paradox ... oder sollte ich vielleicht sagen meine Social-Media-Zeit.

Die vielen Posts, teils Katastrophenmeldungen, teils Verschwörungstheorien, die dann auch Facebookfreunde teilen, die teils echt unterirdischen Debatten über Schlupflöcher, wie man die Ausgehbeschränkungen (hier in Bayern) doch noch irgendwie "umgehen" kann, der grenzenlose Egoismus und die Rücksichtslosigkeit aus den Supermärkten setzt sich dann auch in den Debatten online fort. Und irgendwann ist es dann auch too much.

Irgendwo raten derzeit Psychologen sich von derart Negativitäten bewusst abzugrenzen und seine Online-Zeit genau zu dosieren, auch nicht ständig nach den Zahlen und den neusten Nachrichten zu schielen.

Drum ist diese Zeit für mich auch eine Zeit, die ich bewusster als sonst gestalten möchte  -  sozusagen für mein "Mental Health".
Und da ist tatsächlich auch wieder Evernote mein bester Freund.

Nicht nur Bürokram findet hier statt, sondern hier sind auch meine Ideenpools, Inspirationen, vieles was ablenkt.
Ach ja, und Pocket und Pinterest könnte man auch mal ausmisten und nach Evernote transferieren, was "merkenswert" ist.

Die Zeit wird einem insofern nicht lang ... aber sie will wohl gerade in dieser Zeit bewusst und gut gestaltet werden.

Passt gut auf euch auf Heart
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#5

Hallo allerseits

Ja, mir scheint auch es ist ruhiger geworden. Ich bin nicht sicher, ob es einen Zusammenhang mit Evernote hat - da scheint mir nicht mehr allzu viel zu passieren. Ausser, dass ein neues Video in besagter Reihe veröffentlicht wird. Ich beobachte nach wie vor die Entwicklung, bin aber dran mich neu zu organisieren. 

HomeOffice hatte ich immer schon gemacht zwischendurch. Bin also von daher bereits eingerichet und habe fast alles in digitaler Form, was ich brauche. Von ehemals Evernote geht das zu Googles G Suite oder Schreibtools wie Bear oder Agenda (beides MacOS) - da kann ich mich noch nicht entscheiden, welches. Taskmanager ist immer noch Todoist, Mindmap/Projekte, da schau ich mich grad Mindmeister und Meistertask an. Läuft beides auch via Browser und ist somit plattformübergreifend anwendbar.

HomeSchooling ist bei mir auch kein Thema, habe aber mehr Zeit und bin auch dran, meine Unterlagen zu sortieren und zu digitalisieren.


Alles Gute
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