Frage:  Ernsthaft geplanter Abschied von Evernote?
#1

Mal spontan eine Frage in die Runde: Wer plant ernsthaft Evernote zu verlassen? 

Es gibt ja unzählige Gründe Evernote zu nutzen, aber auch leider einige, Evernote zu verlassen. Die Betonung liegt auf "ernsthaft" nicht, "ach ich schau mal".

Ich wollte, ich habe lange gesucht und habe es letztlich abgebrochen, ich sehe keine echte Alternative. Und ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die drängendsten Probleme mal gelöst werden. 

Viele Grüße 
vmoench
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#2

Für mich gibt es keinen Grund Evernote den Rücken zu kehren!

Habe mich da gut organisiert und bin sehr zufrieden mit den Funktionen. So gibt es, zumindest für mich, keine akzeptable Alternative.
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#3

(11.03.2019, 19:23)Paubolix schrieb:  Mal spontan eine Frage in die Runde: Wer plant ernsthaft Evernote zu verlassen? 
...

Ob die Leut, die dies in Google+ oft wiederholt haben, sich hier im Forum outen?
Theoretisch müssten sie ja eigentlich das Ende von Google+ auch zur ihrem Evernote-Ende gemacht haben. "Angedroht" haben dies ja einige.

Bin mal gespannt was sich in Deinem Thema tut


Beste Grüße
Horst
--
Meine Evernote-Blogbeiträge https://www.hsw2.de/category/evernote/


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#4

Selbst habe ich den Downgrade letztes Jahr auf die Plus-Mitgliedschaft gemacht als mir klar wurde, daß eine Software wie Evernote wie auch OneNote übrigens, für eine Langzeitarchivierung von Unterlagen aller Art nur bedingt tauglich ist.
Beide eignen sich zum Sammeln von Notizen und Unterlagen, nicht mehr. 

Bei Evernote sind die technischen Unzulänglichkeiten leider unübersehbar. Evernote hat es bislang noch nicht fertiggebracht die beiden Desktop-Betriebssysteme unter einen Hut zu bringen, d.h. identische Funktionen und Verhalten sind weiterhin noch nicht gegeben und für dieses Jahr scheint es in der Richtung keinerlei Ambitionen zu geben.

Der x-ste Austausch vom CEO, quasi über Nacht, war ein nicht zu übersehendes Signal was die Garantie zum Fortbestand der Firma an sich betrifft. Mit den ganzen aufkommenden Konkurrenten wird die finanzielle Situation für Evernote nicht besser. 

Im amerikanischen Forum finden sich unzählige Beiträge von Prime-Bezahlern wegen Endlosschleife beim Versuch eine Anfrage beim Support zu stellen.
Weiterhin gibt es viele Anwender die sich im Grunde im System gefangen fühlen und der vielen Notizen wegen dabeibleiben in der Hoffnung das alles irgendwie gut wird

Selbst die einstige Vormachtstellung, Indizierung von Textinhalten, können andere inzwischen genauso gut ohne daß Stichwortvergabe eine Rolle spielt. 

Evernote als Software müsste von Grund auf neu programmiert werden. Das zugrundeliegende html-irgendwas-Konstrukt setzt Grenzen und genau wann und wo das Gebälk zusammenbricht ist die ganz große Frage. Mir ist aufgefallen, daß selbst eingefleischte Evernote Support-Gurus, zunehmend zurückhaltender wurden und selbst verlorene Inhalte zu beklagen hatten. Nur weil die Datenleitung mal weg ist, darf auch unter einer mobile App nichts verloren gehen. So viel lokalen Speicherplatz muß eine Anwendung einfach reservieren. Man schiesst ja auch Fotos und schickt sie erst bei WLAN-Verbindung in die Datenwolke. Und da fallen ganz andere Dimensionen an Megabytes an. 

Evernote unter Windows zu starten ist schon eine eigenartige Sache. Inzwischen ist die Meldung "Datenbank wird geöffnet" fester Bestandteil. Anmerkung vom Programmierer die für den User ohne Bedeutung ist. Datei aus Google Drive anhängen bedeutet nicht mehr einfügen, sondern nur noch verlinken. Spart  Speicherplatz innerhalb Evernote, dumm nur wenn man erst per Zufall und vielleicht zu spät merkt, daß kein Inhalt vorhanden. 

Evernote hatte das Zeug zum Platzhirsch zu werden. Entweder waren die Gründerväter zu gierig oder wollten nicht eingestehen, daß ein Garagenprojekt rechtzeitig an Profis übergeben werden muß, sprich an Leute, die rundum fähig sind. Leute die auch wissen was an Ertrag erforderlich ist damit fähige Programmierer an Bord kommen und gehalten werden können. Die Sorte Geschäftsführung hat es bei Evernote dem Anschein nach in Jahren nicht gegeben. 

Zusammengefasst, ich bleibe bei Evernote für den Zweck für den die Software gut ist. Irgendwelche faulen CEO's und schlechte Programmierer unterstützen fällt für mich nach Ablauf vom Abo Ende Juni weg.  Mobil unter Android, einfach nicht mehr zu gebrauchen und das bei einem Phone wo dreierlei Mailkonten in Sekunden abgerufen sind und Google Maps als Navi-Ersatz klappt.  Smile

gib der nächsten Beta eine Chance - und dir wird nie langweilig  Cool
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#5

Ich habe mich Ende 2018 komplett von Evernote verabschiedet. Hatte im Sommer bereits zu Onenote migriert, fühlte mich dort aber auch nicht gut aufgehoben.
Jetzt nutze ich Devonthink Office Pro und bin rundum zufrieden.
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#6

Never ever Smile 

Evernote ist meine eierlegende Wollmilchsau, fast alles läuft darüber, fast alles archiviere ich darin.

Sicherlich "hakt" es mal an der einen oder andere Stelle (keine Tabellenerstellung in der Android App möglich etc.), aber mittlerweile kann man für fast jedes "Manko" einen Workaround finden (im genannten Fall sich eigene Vorlagen vorab erstellen).

Perfekt ist keine Software, keine App, kein Programm - wer das erwartet, darf sich gerne selber was programmieren Big Grin
Windows ist wie MacOS alles andere als perfekt - und nutzt es deswenigen einer nicht mehr?
Steigt jemand auf Linux um?

Wenn man sich näher mit EN beschäftigt und sich umhört, wie andere es nutzen, kommt man auch auf Ideen, das, was man Evernote permanent ankreidet, zu "beheben" und für sich umzufunktionieren. Drum kann ich das permanente Jammern übern EN nicht verstehen.

Ich bin mit Evernote zufrieden - will ich das "Perfekte", muss ich mir selber was programmieren.
Man kann aber mit den Gegebenheiten sehr gut arbeiten.

Ich bin nie auf die Idee gekommen, EN zu verlassen oder zu anderer Software zu migrieren. Dazu bindet sich EN zu gut in andere Anwendungen ein, dazu lässt sich darin vieles zu gut organisieren, man muss nur "sein" System finden. Premium natürlich vorausgesetzt.

Seit die Beschränkungen in Premium für Notizbücher auf, glaube ich, 1000 heraufgesetzt worden ist, kann man sich ein hübsches Archivierungssystem anlegen, dass von überall über die App abrufbar ist. Einzig ganz sensible Daten behalte ich noch ganz old-school auf dem PC und nicht in EN.

Man kann Evernote zu einem System machen, das für einen perfekt passt, aber man muss sich damit ausgiebig beschäftigen, z.B. Quellen wie Herberts Blog u.a. lesen, um die Möglichkeiten, die EN bietet, voll ausschöpfen zu können und Workarounds zu finden, um es "passend" zu  machen. Es geht. Jammern geht natürlich auch immer. Aber das tun die Leute auch über Windows und über Browser und über Photoshop und über ... über ... über ...
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#7

Es geht ja um die Frage "Wer plant ernsthaft Evernote zu verlassen?"

Sicher bemängelt man irgend etwas was nicht geht, oder was man vermisst. Das trifft aber nicht nur auf Evernote zu, welche Software ist schon für jeden 100%ig und auf ewig Fehlerfrei?
Ich denke nicht das sich Intensiv-Nutzer von Evernote verabschieden werden.


Beste Grüße
Horst
--
Meine Evernote-Blogbeiträge https://www.hsw2.de/category/evernote/


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#8

Etwas was mich mit dazu motiviert zu bleiben ist die Tatsache, dass es ohne weiteres möglich wäre, seine Daten zu nehmen und zu gehen. Die Offenheit der Datenbank für einen Komplettexport, und die Tatsache, dass bei den Desktop-Apps eine vollständige Datenbank lokal gespeichert ist, sind für mich wichtige Aspekte. 

Ein „closed shop“ wäre für mich nicht zukunftsfähig - komme was möge. Ebensowenig möchte ich auf den übergreifenden Sync und die anderen Vorteile verzichten, die das Backend in der Cloud bieten. Diese hybride, offene Lösung mit EN finde ich vertrauenswürdig und belastbar.
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#9

Habe versucht darzulegen warum Evernote für mich nicht mehr als die Lösung in Betracht kommt, die mir ursprünglich vorschwebte.

Vorgestern auf dem Hauptrechner die automatisch einlaufenden Googlemails aussortiert. Gelöscht, aus dem Papierkorb entfernt, synchronisiert, Evernote wurde erst beim Herunterfahren vom Rechner Stunden später geschlossen. 

Vorhin Zweitrechner gestartet, Evernote synchronisiert und zum Mäusemelken:  die gelöschten Notizen waren wieder brav im Eingang.
Dafür gibt es nur eine logische Antwort: Evernote mußte serverseitig ein Backup einspielen, Daten migrieren und der Sicherheit halber wurden die kurz vor Absturz/geplantem Abschalten/etc. gemachten Änderungen außer Acht gelassen.
Wäre mir das aufgefallen wenn in der Zwischenzeit 100 und mehr Notizen angefallen wären? Ganz sicher nicht. 
Für meine Langzeitarchivierung brauche ich ein zulässiges System welches mich nach einem unerwarteten Ausfall konkret informiert und zwar im Detail um welche Dateien es geht. 
Jede Software/Maschine hat ihre Grenzen, gar keine Frage. Die Frage ob Abschied ja oder nein, kann ich beantworten mit ja, von dem was ich mir bei Evernote erträumte und andererseits nein, die Software hat trotzdem weiterhin ihre Berechtigung.

gib der nächsten Beta eine Chance - und dir wird nie langweilig  Cool
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#10

Wer seine Notizen selbst hosten will, kann sich mal Synology Note Station anschauen. Das reicht bis zu eigenen Mobilapps, die sich am Notizbestand auf dem hauseigenen NAS bedienen.

Der Leistungsumfang sieht ganz ordentlich aus, incl. Mail-, Termin- und Aufgabenverwaltung. Ins Detail gegangen bin ich nicht, ich habe keine Lust, mich mit zu viel eigenem Admin-Geschäft zu befassen. Aber wer Wert auf den Zugriff auf seine Daten legt, hat hier alles im Griff.
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