I.D.O. - Information digital organisieren

Normale Version: hohe Verschlüsselung von Archiven
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
In DC empfehle ich ja unter anderem eine super-einfache Art der Verschlüsselung, die aber dennoch super-sicher ist: ZIP-Archive mit Passwortschutz auf AES-256-bit-Level. Dabei geht es gar nicht so sehr um die "böse NSA" oder die "bösen Hacker" - das oft viel größere Problem ist, dass viele Selbständige und kleine Firmen unvorsichtig sind mit Angeboten, Entwürfen, Besprechungsunterlagen usw. - und die Konkurrenz schläft nicht. Ob der Fotograf etwas an eine Agentur schickt oder ein Installateur sich an einer Ausschreibung beteiligt - es gibt genügend Fälle (bis hin zu großen Unternehmen), die die Bedeutung von Verschlüsselung zeigen.

Der Vorteil eines verschlüsselten ZIP-Archivs:
- fast keine Lernkurve bei unerfahrenen Anwendern: einfach Dateien und Ordner markieren und den entsprechenden Menüpunkt aus dem Kontextmenü wählen
- der Bekanntheitsgrad von ZIP-Archiven unerfahrenen Empfängern: Sie "erschrecken" nicht, weil da keine merkwürdige Datei mit "qrzdwkm.cryptohigh" ankommt
- auf allen Plattformen andwendbar und austauschbar: Win, Mac, iOS, Android (sicher auch Linux)
- nicht an Dateiformate gebunden: Von Word über PDF über JPG über exotische Programme bis hin zum zippen ganzer Ordner-/Unterordner-Strukturen ist alles möglich
- Tools sind kostenlos (z. B. das bekannte 7Zip)

Nachteil:
- die "traditionelle" ZIP-Verschlüsselung ist knackbar, auch die in Win/Mac eingebauten ZIP-Funktionen genügen nicht, man muss also 1 x ein zusätzliches Tool installieren, kann aber unter verschiedenen Tools wählen
- das Passwort muss gesondert übermittelt werden

Natürlich gibt es viele andere Möglichkeiten, Dateien verschlüsselt auszutauschen. Aber ZIP ist aus meiner Sicht eine hohe "Alltagstauglichkeit" gerade für Anwender, die sich nicht gut mit Technik auskennen.

Übrigens: Sofern man einen alternativen Datei-Manager benutzt, lohnt auch hier in Blick ins Kontextmenü. Mein Directory Opus bringt die gewünschte Verschlüsselung bereits mit und macht so die Sache besonders einfach:

[attachment=52]
7zip ist wirklich ein “rundum sorglos Paket“ für komprimierte Dateien. Es kann mit fast allen Kompressionstypen und -formaten umgehen, fügt sich nahtlos in das Kontextmenü des Explorers ein und ist obendrein gratis.
Also eine klare Empfehlung, auch meinerseits.

Gesendet von meinem HTC U11 life mit Tapatalk
Hier kann man ruhigen Gewissens auch die Bezugsquelle nennen: http://www.7-zip.de/
Und nicht vergessen das Passwort sicher aufzubewahren (Thema Passwortmanager) ! Recovery ist bei AES-256 nicht trivial :-)
(23.02.2019, 19:26)joel.hatsch schrieb: [ -> ]Und nicht vergessen das Passwort sicher aufzubewahren (Thema Passwortmanager) ! Recovery ist bei AES-256 nicht trivial :-)

Recovery sollte bei AES-256 mit einem starken Passwort überhaupt nicht gehen! Weder trivial noch un-trivial  :-)
Einzelne Dateien (auch Archive) verschlüssel ich in der Regel mit der Open Source Software AESCrypt. Die Software läuft unter Windows, MacOS und Linux. Unter Windows hängt sich die Software in den Explorer ein und ein Mausklick reicht zum Ver- und Entschlüsseln.

Für meinen Cloud Storage (Dropbox, Google Drive, Microsoft OneDirive) verwende ich BoxCryptor. Mit dieser Software kann man Dateien aber auch Datei- und Verzeichnisnamen verschlüsselt auf dem Cloud Storage ablegen. Die Ver- und Eentschlüsselung findet dabei immer lokal statt. BoxCryptor läuft unter Windows, MacOS, iOS und Android.

Gruß,
Manfred
Danke für den Hinweis auf AESCrypt - das sollte den Zweck ebenfalls gut erfüllen!

Boxcryptor ist wohl das bekannteste "Cloud-Verschlüsselungs-Tool" - ich empfehle in der Regel das etwas unbekanntere Tool Cryptomator, das ähnlich arbeitet, auch aus Deutschland ist - aber in den Desktop-Varianten komplett kostenlos auch für mehrere Clouds (mobile Apps kosten ein paar Euro): https://cryptomator.org/de/ (Bietet neuerdings auch DSGVO-komformen Server an).

Egal, ob Boxcryptor oder Cryptomator: Beide sind wirklich so einfach zu "bedienen", dass jedem empfohlen werden kann, sich damit mal zu befassen. Und: Man kann dadurch auch Cloud-Dienste benutzen, ohne die meist höheren Kosten für speziell verschlüsselte Server in Deutschland oder der Schweiz ausgeben zu müssen.